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"Er geht mir so auf den Sack" - DFB ermittelt gegen Kerem Demirbay

Simon Zimmermann
Kerem Demirbay sah gegen die Wölfe seine 10. Gelbe Karte
Kerem Demirbay sah gegen die Wölfe seine 10. Gelbe Karte / Stuart Franklin/GettyImages
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Nach dem Auswärtssieg in Wolfsburg war Kerem Demirbay ziemlich gefrustet. Seinen Ärger gegenüber Schiedsrichter Felix Brych drückte Leverkusens Mittelfeldstratege auch deutlich aus. Nun droht ihm Ärger - der DFB ermittelt.


Beim 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg war Kerem Demirbay der beste Spieler auf dem Platz. Leverkusens Spielmacher stand folglich hochverdient in der 90min-Elf des Spieltags. Dennoch war der 28-Jährige im Anschluss an die Partie ziemlich frustriert. Grund dafür war Schiedsrichter Schiedsrichter Dr. Felix Brych.

Der ehemalige FIFA-Referee hatte Demirbay kurz vor Spielende verwarnt. Es war Demirbays zehnte Gelbe Karte. Nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen die Hertha wird er gesperrt fehlen.

"Ich finde das sehr, sehr traurig, da bin ich ganz ehrlich. Der Schiedsrichter geht mir so auf den Sack", ließ Demirbay am ARD-Mikro seinem Frust freien Lauf. "Es ist Wahnsinn, er geht mir so auf den Sack. Ich hoffe, dass er uns in Zukunft nicht mehr so häufig pfeift. Das ist schon länger so, das ist Wahnsinn, einfach unfassbar", motzte er weiter.

Felix Brych
Felix Brych zog Demirbays Zorn auf sich / Stuart Franklin/GettyImages

Warum schiebt Demirbay wegen Schiedsrichter Brych Frust?

Doch was war eigentlich passiert? Gegen die Wölfe kam es nach einem Foul zu einer Rudelbildung, an der auch Demirbay und VfL-Verteidiger Maxence Lacroix beteiligt waren. Beide bekamen von Brych die Gelbe Karte.

"Ich versuche, die Jungs einfach auseinanderzuhalten, nichts anderes habe ich getan. Ich habe dem Spieler - ich weiß gerade gar nicht, wie er heißt - gesagt, er soll sich beruhigen, 'calm down'. Dann kommt Maxi Arnold und sagt: 'Kerem gut so, alles easy, hast du gut gemacht'", erklärte Demirbay seine Sicht der Dinge.

DFB ermittelt - Demirbay droht längere Sperre

Doch Brych sah das ganz offensichtlich anders, auch wenn die TV-Bilder Demirbays Sicht durchaus nahe legen. Nach seinen Aussagen gegen den Unparteiischen droht dem Leverkusener jedenfalls nun ein Nachspiel. Der DFB hat Ermittlungen aufgenommen.

In einem Statement heißt es, der DFB-Kontrollausschuss habe "ein Ermittlungsverfahren gegen Kerem Demirbay vom Bundesligisten Bayer Leverkusen wegen dessen Aussagen über Schiedsrichter Felix Brych eingeleitet". Demirbay muss eine Stellungnahme beim Kontrollausschuss abgeben. Im Anschluss "werde über das weitere Vorgehen entschieden", teilte der DFB mit.

Gut möglich, dass der 28-Jährige mehr als das kommende Spiel gegen die Hertha (2. April, 15.30 Uhr) verpassen wird.


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