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WM in Gefahr! Wohin könnte Draxlers Reise gehen?

Martin Bytomski
Könnte für die WM-Teilnahme den Klub wechseln: Julian Draxler
Könnte für die WM-Teilnahme den Klub wechseln: Julian Draxler / Alex Grimm/GettyImages
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"Ich muss mehr Spielpraxis haben Richtung WM. Im Sommer wird man sehen, was passiert. Ich muss mehr spielen als in dieser Saison." Klare Worte von Julian Draxler. Aktuell kommt der Angreifer bei Paris St. Germain nur als Teilzeitarbeiter zum Einsatz und ist vor allem in den entscheidenden Partien in der Champions League nur Zuschauer. Klar, dass Draxler mit Blick auf die Winter-Weltmeisterschaft in Katar mehr Spielpraxis benötigt, um sein WM-Ticket zu lösen. Wir haben uns mit möglichen Zielen für den 28-Jährigen beschäftigt.


FC Sevilla

Der Tabellenzweite aus La Liga wird derzeit am intensivsten mit Draxler in Verbindung gebracht. Die andalusische Sporttageszeitung Estadio Deportivo berichtet, Sevillas Sportchef Monchi zeige Interesse an einem Transfer des PSG-Offensivspielers. Monchi hat als Kaderplaner einen exzellenten Ruf - und soll Fan von Draxler sein.

Schon vor dessen Wechsel von Wolfsburg nach Paris soll er Interesse an einer Draxler-Verpflichtung gehabt haben. Ebenso im vergangenen Sommer, als ein ablösefreier Deal winkte, ehe der 28-Jährige seinen Vertrag verlängerte. Im Sommer könnte Sevilla einen neuen Versuch wagen. Draxler müsste dann aber auf große Teile seines üppigen Gehalts verzichten. 5,2 Millionen Euro im Jahr soll er bei PSG verdienen.


Wechsel in die Serie A

Im Prinzip könnte Draxler gut nach Italien passen. Das Spiel in der Serie A könnte Draxlers technischen Qualitäten zugute kommen. Die große Frage ist, welche Klubs Interesse an einem Transfer haben könnten? Aus der obersten Kategorie scheint es weder bei Inter noch bei Juventus Bedarf zu geben. Lediglich bei der AC Milan könnte man den ein oder anderen Offensivspieler noch gut gebrauchen. Womöglich könnte auch die AS Roma oder Stadtrivale Lazio konkreteres Interesse zeigen. Eine echte Spur in die Serie A führt aber bislang noch nicht.


FC Bayern München

Sicher ist: Ausreichend zahlungskräftig sind die Bayern. Bei Paris soll er rund sieben Millionen Euro einstreichen, das kann der Meister ebenfalls auf den Tisch legen. Zwar wäre Draxler nicht gesetzt, doch Kingsley Coman ist verletzungsanfällig, bei Serge Gnabry dauert der Vertragspoker an. Sollte Gnabry im Sommer gehen, wäre eine Planstelle frei.

Für die Bayern wäre der Deal kaum risikoreich: Draxler kennt viele Bayern-Profis aus der Nationalmannschaft, spricht die Sprache und seine Qualität reicht mindestens für das Tagesgeschäft in der Bundesliga. Suchen die Bayern-Bosse um Sportvorstand Hasan Salihamidzic jedoch Spitzenqualität für die Offensive, dürfte ein Draxler-Deal keinen Sinn ergeben.


RB Leipzig

Aktuell sind die Leipziger mit Christopher Nkunku und Dani Olmo herausragend im offensiven Mittelfeld besetzt. Doch Nkunku wird unter anderen vom FC Bayern umworben, ein Verbleib des Senkrechtstarters über den Sommer hinaus ist fraglich. Auch um Dani Olmo flackern die Barça-Gerüchte wieder auf. Ebenfalls nicht unwichtig: Dank Red Bull verfügen die Sachsen über das nötige Kleingeld für das Gesamtpaket aus Ablösesumme und Gehalt.

So richtig in die Transferstrategie der Sachsen würde der 28-Jährige aber nicht passen. Schwer vorstellbar, dass RBL beim 56-fachen Nationalspieler einen Vorstoß wagt.


FC Arsenal

Bereits vor einem halben Jahr gab es Gerüchte, Draxler würde es im Winter zum FC Arsenal ziehen. Bei den Gunners wäre aber das offensive Zentrum bereits gut besetzt: Martin Ödegaard hat sich zum Stammspieler gemausert, daneben entwickelt sich Eigengewächs Emile Smith Rowe prächtig.

Auf den Flügeln könnte Arsenal durchaus Bedarf sehen. Mit Bukayo Saka, Gabriel Martinelli und Nicolas Pépé stehen drei talentierte Außenstürmer im Kader - Pépé ist allerdings unzufrieden und könnte im Sommer verkauft werden. Draxler könnte den Gunners auf allen Offensiv-Positionen helfen. Die Arsenal-Verantwortlichen wollen aber eigentlich eher entwicklungsfähige Spieler verpflichten. Auch hier scheint Draxler nicht so recht zur Transfer-Strategie zu passen.


Weitere Klubs aus der Premier League

Gut möglich, dass die absoluten Spitzenklubs eher einen Bogen um Draxler machen werden. Eventuell könnte er bei den Tottenham Hotspur ein gutes Match sein. Newcastle United wäre der nächste Scheich-Klub, der Draxler zumindest weiterhin ein hohes Gehalt garantiert. Sollte Aston Villa Barça-Leihgabe Philippe Coutinho nicht halten können, wäre Draxler vielleicht auch beim Gerrard-Klub ein Kandidat - und würde damit im Premier-League-Niemandsland landen.


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