Joshua Kimmich

Kimmich vor der WM 2022: "Vielleicht haben wir in der Vergangenheit zu viel über den Titel geredet"

Simon Zimmermann
Joshua Kimmich vor der WM 2022
Joshua Kimmich vor der WM 2022 / Sebastian Frej/MB Media/GettyImages
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Die Enttäuschung der WM 2018 trägt Joshua Kimmich immer noch in sich. Viereinhalb Jahre später will er mit dem DFB-Team in Katar endlich wieder eine Erfolgsgeschichte schreiben.


Im Vorfeld der WM hat der Bayern-Star mit unserer Partner-Seite The Players' Tribune gesprochen. Und sich seine Gedanken von der Seele geredet:

"Ich trage diese Enttäuschung noch immer mit mir herum. Doch das war die letzte WM, nun kommt die nächste", berichtete Kimmich.

"Wir haben eine gute Qualifikation gespielt. Wir haben einen erstklassigen Trainer. Unser Kader hat eine gute Mischung aus Erfahrung und Potenzial, um als Mannschaft hoffentlich zu überzeugen. Ich bin kein Neuling mehr. In den letzten Jahren habe ich viel gelernt und ich spüre, dass ich mehr Verantwortung für die Mannschaft und unsere Ergebnisse übernehme. Aber es geht um uns alle gemeinsam", so Kimmich weiter.

"In einem Interview fragte Thomas [Müller] einst: 'Wann kam der Gewinner des Ballon d’Or letztmalig aus Deutschland?' Das war der großartige Matthias Sammer im Jahr 1996. Und obwohl wir nicht diese Masse an Superstars hervorbringen, schafft es Deutschland immer wieder bis ins Halbfinale oder Finale. Warum? Weil wir als Einheit stark sind, für die Mitspieler einstehen und mannschaftliche Geschlossenheit zeigen. Diese Werte machen den Erfolg Deutschlands aus", ist der 27-Jährige überzeugt.

"Ich glaube nicht, dass irgendjemand ins Turnier geht und sich bereits als Champion fühlt. Diese Mentalität entwickelt sich von Spiel zu Spiel, wenn du eine echte Mannschaft bist. Vielleicht haben wir in der Vergangenheit zu viel über den Titel geredet und den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht. In diesem Winter weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie Erfolg aussehen kann. Vielleicht herrscht eine andere Erwartungshaltung, vielleicht ist das gar nicht schlecht."

"Versteht mich nicht falsch, ich habe immer große Träume. Ich liebe Herausforderungen. Und ich weiß, dass wir weit kommen können. Aber wir müssen Schritt für Schritt gemeinsam voranschreiten. Alles beginnt mit der Auftaktpartie. Am 23. November gegen Japan. Das ist das nächste Spiel. Nichts anderes zählt."


Hier geht es zum kompletten Gespräch mit Joshua Kimmich


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