Joshua Kimmich

Kimmich will sich doch impfen lassen - ist nun aber auch mit Corona infiziert!

Oscar Nolte
Joshua Kimmich lässt sich nun wohl doch impfen
Joshua Kimmich lässt sich nun wohl doch impfen / Boris Streubel/GettyImages
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Update (Mittwoch, 19:10)

Bezauberndes Timing. Wie die Bild berichtet, hat sich nach Eric-Maxim Choupo-Moting nun auch der noch ungeimpfte Joshua Kimmich mit dem Coronavirus infiziert.

Bundestrainer Hansi Flick hat am Mittwoch verraten, dass bei Kimmich ein Umdenken stattgefunden hat (s. unten).

Der FC Bayern hat den Bericht mittlerweile bestätigt. "Dem Mittelfeldspieler [...] geht es gut", teilte der Rekordmeister mit.


Joshua Kimmich hat mit seiner strittigen Position im Impf-Diskurs für viel Unmut gesorgt. Bundestrainer Hansi Flick deutete nun an, dass beim Mittelfeldspieler des FC Bayern ein Umdenken stattgefunden hat und sich Kimmich zeitnah impfen lässt.

Es ist das eine, sich privat gegen die Impfung zu stellen. Das andere ist es, als eines der Gesichter einer Initiative gegen Corona vor einer gewaltigen Öffentlichkeit aufzutreten und sich mit Verweis auf die Skepsis als ungeimpft zu bekennen. Wie viele Zweifler sich nach dem Kimmich-Outing final gegen die Impfung entschieden haben - wir werden es nie wissen.

Neben Kimmich: Vier weitere Bayern-Profis nicht geimpft

Die Thematik schlug auch beim FC Bayern hohe Wellen. Neben Kimmich sind, bzw. waren mit Eric-Maxim Choupo-Moting (unlängst an Corona erkrankt), Serge Gnabry, Jamal Musiala (mittlerweile beide geimpft) und Michael Cuisance vier weitere FCB-Profis nicht geimpft. Das Quintett fiel in den vergangenen Wochen mehrfach aufgrund der Quarantäne-Verordnungen nach Risikokontakt aus. Der Rekordmeister strich den Ungeimpften daraufhin das Gehalt für die Quarantäne-Zeit.

Viel Ärger, viel Unverständnis - und mittlerweile offenbar auch ein Umdenken bei Joshua Kimmich. "Ich denke, dass es bei Jo in die Richtung geht, dass er sich impfen lässt", erklärte Bundestrainer Hansi Flick bei einer Medienrunde des DFB am Mittwoch. Das ging aus einem Gespräch hervor, das Flick mit Kimmich führte: "Es war ein sehr gutes Gespräch, eine Tendenz habe ich gesehen. Ihn beschäftigt das sehr."

Hans-Dieter Flick, Joshua Kimmich
Hansi Flick nimmt Joshua Kimmich in Schutz / Alex Grimm/GettyImages

Flick verwies allerdings auch auf den vernichtenden Umgang mit Kimmich nach seinem Impf-Statement. Er fände es "nicht gut", dass Kimmich in den vergangenen Wochen "an den Pranger" gestellt wurde. Den Mittelfeldspieler des FC Bayern habe das Thema in den vergangenen Wochen sehr beschäftigt. "Die Dinge nehmen ihn mit", unterstrich Flick.

Kimmich, der auch die vergangenen beiden Länderspiele der Nationalmannschaft verpasste (Quarantäne), tendiere nicht druckbedingt zur Impfung. Immerhin sei Kimmich ein "reflektierter Spieler", der über "viele Dinge" nachdenkt. Was genau (gibt es jetzt doch Langzeitstudien?) Kimmich zum Umdenken gebracht hat, verriet Flick nicht.

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