Bayern München

Kahn mit deutlicher Impf-Ansage für Kimmich

Yannik Möller
Oliver Kahn mit deutlichen Worten
Oliver Kahn mit deutlichen Worten / Handout/GettyImages
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Der bislang noch nicht geimpfte Joshua Kimmich war dieser Tage medial und sogar politisch ein großes Thema. Vor dem Pokal-Duell mit Gladbach äußerte sich Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn dazu - und richtete deutliche Worte an den Mittelfeldspieler.


Im Rahmen der glücklicherweise harmlosen Corona-Erkrankung von Julian Nagelsmann wurde das Thema Impfungen im Profi-Fußball auf die Tagesordnung gehoben. Zu einer breiten, gesellschaftlichen und zuletzt sogar politischen Diskussion wurde es durch Joshua Kimmich. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern bestätigte, dass er noch nicht geimpft sei und verwies dabei auf etwaige, real jedoch nicht existierende Langzeitfolgen der Impfungen.

Große Debatten brandeten auf. Unruhe, die dem FCB und den Vereinsverantwortlichen kaum gefallen haben dürften. Das war auch Oliver Kahn anzumerken. Der Vorstandsvorsitzende äußerte sich vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach zu der Thematik. Dabei wählte er ziemlich deutliche Worte.

Kahn betont "absolute Überzeugung" zur Impfung - interner Druck auf Kimmich wächst

"Wir sind mit Joshua immer im Kontakt, er kennt die Haltung des FC Bayern. Wir können unseren Spielern nur empfehlen, sich impfen zu lassen", erklärte er gegenüber der ARD (via Sport1). Dazu betonte er: "Es ist unsere absolute Überzeugung, dass unsere Spieler geimpft sein müssen."

Natürlich habe man Respekt davor, "dass er eine andere Meinung hat", so Kahn weiter. Dennoch könne es in der Zukunft auch Folgen geben. "Ich denke, dass die Spieler sich viele Gedanken machen, die Konsequenzen sind nicht unerheblich. Die Konsequenzen, die der Spieler durch eine Infektion selber tragen muss, und die Konsequenz, die der Verein vielleicht tragen muss", führte er angesichts der zumeist geimpften Profis der Münchener aus.

Joshua Kimmich
Joshua Kimmich steht dieser Tage besonders im Rampenlicht / Adam Pretty/GettyImages

Eines ist klar: auch der mächtige FC Bayern kann Kimmich nicht zur Covid-Impfung zwingen. Ein solcher Schritt ist auch gar nicht erwünscht, wie Kahn mit dem sich bietenden Respekt vor der Entscheidung des 26-Jährigen erklärte.

Durch seine Aussagen wird dennoch sichtbar, dass der interne Druck auf den Nationalspieler wächst. Anders ist eine "absolute Überzeugung", dass die Spieler geimpft sein "müssen" nicht zu verstehen. Verständlich, ist der Klub doch grundsätzlich ein Arbeitgeber. Ein Arbeitgeber, der einen potenziell vermeidbaren (längeren) Ausfall eines Beschäftigten als Risiko sieht.

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