Werder Bremen

Impfpass-Wirbel um Anfang: Die Hintergründe der Untersuchungen

Jan Kupitz
Wirbel um Markus Anfang
Wirbel um Markus Anfang / Martin Rose/GettyImages
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Markus Anfang ist ins Visier der Ermittler geraten. Was steckt hinter dem Vorwurf, der Werder-Coach habe ein gefälschtes Impfzertifikat?


Am Donnerstagabend gab der SV Werder bekannt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Markus Anfang eröffnet wurde, weil der Verdacht im Raum steht, der 47-Jährige verfüge über ein gefälschtes Impfzertifikat. Laut Bild-Angaben hat sich sogar die Staatsanwaltschaft der Sache angenommen.

Die Vorwürfe kamen auf den Tisch, nachdem Werders Verteidiger Marco Friedl in der Länderspielpause positiv auf Corona getestet worden war. In diesem Zuge wollte das Bremer Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen ausfindig machen und ermitteln, ob eventuell weitere Akteure in Isolation müssen. Deshalb wurden die Impfpässe geprüft - bei Anfang wurden die Behörden laut Bild-Angaben auf eine Unregelmäßigkeit aufmerksam.

In der Pressemitteilung der Grün-Weißen hatte der Cheftrainer seine Unschuld beteuert: "Ich habe genau wie jeder andere doppelt geimpfte Bürger meine beiden Impfungen in einem offiziellen Impfzentrum erhalten und dafür die entsprechenden Aufkleber im gelben Impfpass bekommen. Den habe ich anschließend in der Apotheke digitalisieren lassen und ging selbstverständlich davon aus, dass damit alles seine Ordnung hat. Ich hoffe sehr, dass sich das Thema schnell aufklärt."

Gemäß des Boulevardblatts beläuft sich das Problem allerdings nicht - wie man zunächst glauben könnte - auf den digitalen Ausweis, sondern auf den gelben Impfpass. Laut Deichstube sind die "Chargennummer des Impfstoffs und ein Impfdatum unstimmig".

Unnötiger Trubel am Osterdeich. Und das vor dem Spitzenspiel gegen Schalke (Samstag, 20:30 Uhr).

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