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Hamburger SV

HSV zwei Spiele ohne Leibold: Die Statistik macht Mut!

Guido Müller
Der HSV muss die nächsten beiden Spiele ohne ihn auskommen: Tim Leibold
Der HSV muss die nächsten beiden Spiele ohne ihn auskommen: Tim Leibold / Pool/Getty Images
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Als hätte man mit dem Fast-Last-Minute-Gegentor im Stadtderby beim FC St. Pauli nicht schon genug Probleme gehabt, muss der Hamburger SV für die nächsten Spiele auch noch zwei weitere Ausfälle verkraften. Vor allem der Verlust von Tim Leibold tut richtig weh. Doch eine Statistik macht Mut.

Denn Dauerbrenner Leibold (verpasste in seiner ersten Saison für den HSV im letzten Jahr nicht ein einziges (!) Spiel für die Rothosen) fehlte in dieser Spielzeit verletzungsbedingt dreimal: dreimal gab es einen Dreier für die Hanseaten.

Dreimal ohne Leibold - dreimal siegte der HSV!

Interessant dabei: Thioune wählte drei verschiedene Varianten, um "Leibes" Ausfall aufzufangen. Beim ersten Spiel, am (offiziell) 4. Spieltag (der dem 3. wegen des Spielausfalls gegen Aue voranging) in Fürth, übernahm Allrounder Moritz Heyer den linken Part in der Viererkette der Hamburger. Der HSV gewann, wenn auch recht glücklich, mit 1:0.

Gegen die Erzgebirgler, im Spiel darauf, wagte es der Coach mit einer Dreierkette, in der Gideon Jung die linke Seite beackerte. Die Hamburger siegten in einem einseitigen Spiel auch in der Höhe verdient mit 3:0.

Und im letzten Spiel ohne Leibold, beim 2:1-Sieg der Hamburger in Karlsruhe im Dezember, stand auf einmal der etatmäßige Rechtsverteidiger Gyamerah auf der ungewohnten Abwehrseite.

Diese letzte Option könnte Thioune auch für die kommenden zwei Spielen (gegen Kiel und in Bochum) im Kopf herumspuken, um Leibolds Ausfall zu kompensieren. Gyamerah auf links, Vagnoman auf rechts und Ambrosius und Heyer für die Zentrale.

Heyer für Jung in die Innenverteidigung, Onana auf der Sechs

Heyer könnte so den abermaligen Ausfall von Rick van Drongelen auffangen, der sich bei seinem Comeback am Montag erneut verletzte. Für den Part des Sechsers, den zuletzt Heyer ausfüllte, könnte Onana nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder ein Thema sein.

Amadou Mvom Onana
Kehrt Onana gegen Holstein Kiel wieder in die erste Elf zurück? / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Zugegeben, viel Konjunktiv. Doch der faktische Indikativ gibt dem Trainer dessen Wahlmöglichkeiten vor. Auf eine Rückkehr von Toni Leistner und Klaus Gjasula wird der Klub jedenfalls, ebenso wie auch im Fall van Drongelen, noch einige Wochen warten müssen.

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