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Hamburger SV

HSV-Schock: Auch Jeremy Dudziak fällt gegen Heidenheim aus!

Guido Müller
Verletzte sich erneut an der Schulter: Jeremy Dudziak
Verletzte sich erneut an der Schulter: Jeremy Dudziak / Pool/Getty Images
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Jetzt kommt es knüppeldick für den Hamburger SV. Nachdem nach seiner Corona-Erkrankung bereits Top-Torjäger Simon Terodde den Rothosen am kommenden Samstag (13.00 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim fehlen wird, gesellt sich mit Jeremy Dudziak nun auch der beste Vorlagengeber des Teams zu den Ausfällen.


Der Deutsch-Tunesier erlitt bei einem Trainings-Zweikampf während des Vormittagstrainings am Mittwoch eine abermalige Blessur an der Schulter - und wird somit gegen die Schmidt-Elf ausfallen. Ein weiterer herber Rückschlag für Trainer Daniel Thioune.

Mit einer gewissen Portion Sarkasmus könnte man sagen, dass das Gesundheitsamt Altona wohl besser den gesamten Hamburger Kader in Quarantäne geschickt hätte. Dann wäre das Spiel gegen die Baden-Württemberger ausgefallen - und die häusliche Isolation bzw. Gesundungsphase hätte während der Länderspielpause abgesessen werden können.

Ohne drei gegen Heidenheim!

Nun aber hat der Hamburger SV in drei Tagen eine der stärksten Mannschaften der Liga vor der Brust - und muss in dieses Duell ohne zwei seiner besten Scorer gehen. Zudem fällt auch noch David Kinsombi aufgrund muskulärer Problem aus. "Das ist in Summe ganz schön viel", kommentierte Thioune die angespannte Personallage mit norddeutscher Lakonie.

Doch in Verzweiflung will der Übungsleiter freilich auch nicht verfallen. Zumal es das Grundgeschäft eines Trainers ist, mit Ausfällen klar zu kommen. Bei Terodde ist es nun das vermaledeite Corona-Virus.

Jetzt muss die Tiefe des Kaders zur Geltung kommen

Doch wie Sportdirektor Michael Mutzel schon richtig anmerkte: "Es hätte ja auch eine Zerrung sein können oder eine Gelbsperre. Ich glaube es ist ganz normal, dass er nicht 34 Spiele macht. Und das haben wir auch über das Jahr immer wieder gesagt: Wir haben einen breiten Kader und ich bin mir sicher, dass wir dann da auch einen guten Ersatz hinstellen werden, der dann vielleicht auch eine Kiste macht." (Quelle: mopo.de)

Das Statement stammt zwar noch von vor der Verletzung Dudziaks - aber auch darauf wird Thioune nun in seinem Kader eine passende Antwort finden (müssen).

Für Terodde könnte Manuel Wintzheimer zu seinem ersten Startelf-Einsatz seit vergangenem Jahr (beim 4:0 über Sandhausen im Dezember) kommen. Auch an Aaron Hunt dürfte unter den gegebenen Umständen kein Weg vorbeiführen. Den Part eines David Kinsombi, etwas defensiver interpretiert, könnte der in Bochum stark aufspielende Amadou Onana übernehmen.

An Thioune und seinen zur Verfügung stehenden Spielern liegt es nun, die gebetsmühlenartig gepriesene Tiefe im Hamburger Kader mit Tatsachen zu bestätigen. Bangemachen, auch angesichts dreier Ausfälle, gilt nicht.

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