Hamburger SV

Bei Volkspark-Rückkehr: Khaled Narey bestätigt rassistische Anfeindungen

Tal Lior
Khaled Narey beim Aufeinandertreffen mit dem HSV
Khaled Narey beim Aufeinandertreffen mit dem HSV / Martin Rose/GettyImages
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Das gestrige 1:1-Remis verlief für den Hamburger SV nicht nur auf dem Rasen enttäuschend, sondern auch auf der Tribüne. Nach dem Spiel vermehrten sich die Berichte über rassistische Beleidigungen einiger HSV-Anhänger gegen Ex-Spieler Khaled Narey. Der Verein hat sich dafür nun entschuldigt.


Über die rassistischen Beschimpfungen wurde unter anderem in diesem Twitter-Thread berichtet. Die Vorfälle wurden nun auch von Khaled Narey in einem Instagram-Beitrag bestätigt: "Vielen Dank an alle HSV Fans, die mich gestern warm willkommen geheißen haben. Aber allen "Fans", die mich während des Spiels rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen haben wünsche ich vom Herzen eine gute Besserung!"

Der HSV wandte sich an den Spieler daraufhin mit folgendem Statement: "Da stehen wir voll und ganz an deiner Seite! Rassismus hat im Volksparkstadion und unserer Gesellschaft keinen Platz! Den starken Applaus zur Verabschiedung vor dem Spiel hast du dir über deine drei Jahre bei uns verdient und das ist das, was wir uns unter sportlich fair vorgestellt haben."

Narey bestritt fast die komplette Partie im Volksparkstadion. Vor dem Anpfiff wurde er nachträglich für seine dreijährige Tätigkeit von Jonas Boldt und Michael Mutzel verabschiedet. Für den HSV steuerte der 27-jährige Narey immerhin 20 Torbeteiligungen in 85 Partien bei.

Noch ist unklar, was mit den schimpfenden Fans nach den gestrigen Ereignissen passieren wird. Scheinbar wurden zumindest einige von ihnen dem Verein gemeldet. Zudem sollte man erwähnen, dass einige HSV-Chaoten einen Linienrichter mit Gegenständen beworfen haben. Dafür darf man ebenfalls mit Konsequenzen rechnen.

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