2. Bundesliga

Muss das sein? Arp bei Rückkehr ins Volksparkstadion mit Pfiffen empfangen

Dominik Hager
Einige HSV-Fans sind noch immer schlecht auf Arp zu sprechen
Einige HSV-Fans sind noch immer schlecht auf Arp zu sprechen / Martin Rose/GettyImages
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Für Jan-Fiete Arp war der Nordkracher Hamburger SV gegen Holstein Kiel ein ganz besonderes Spiel. Der junge Stürmer hat schließlich beim HSV bereits als 10-Jähriger das Fußball spielen gelernt und stieg dort zum hoffnungsvollsten Sturm-Talent des deutschen Fußballs auf. Den Wechsel zum FC Bayern im Jahr 2019 haben ihm jedoch einige nicht verziehen.


Vor einigen Jahren war Jan-Fiete Arp so etwas wie ein Hoffnungsschimmer in der tristen HSV-Welt, die mehr von Chaos als von sportlichen Erfolgen geprägt war. Allerdings hielt die Freude nur für kurze Zeit. Der Youngster wollte seinen Vertrag nicht verlängern und schloss sich für drei Millionen Euro dem FC Bayern an.

Nachdem er dort nie so wirklich Fuß fassen konnte, ging es für den 21-Jährigen zumindest vorübergehend zurück in den Norden. Allerdings sollte sein Ziel nicht der HSV, sondern Liga-Rivale Holstein Kiel sein.

Arp wird von HSV-Fans mit Pfiffen empfangen

Beim Zweitliga-Derby am Samstag kam der Angreifer gegen seinen Ex-Klub in der 70. Minute ins Spiel. Sonderlich freudig war seine Rückkehr ins Hamburger Volksparkstadion nicht. Wenngleich Arp stets beteuerte, dass der HSV in seinem Herzen noch immer präsent sei, wurde er von den Anhängern mit Pfiffen in Empfang genommen.

Allerdings zeigte sich nicht jeder Hamburger einverstanden mit dem Empfang des ehemaligen Hoffnungsträger. Ein Twitter-User kritisierte das Verhalten der Fans und nahm sich stattdessen den Vorstand vor.

Rein sportlich konnte Arp seinen ehemaligen Fans kein Gegentor mehr reindrücken, wodurch es bei einem 1:1-Unentschieden blieb. Bislang läuft es für den Spieler in Kiel ohnehin mäßig. Zwar bekommt er regelmäßig Einsatzzeiten, jedoch konnte er mit je einem Treffer in Liga und Pokal nur bedingt überzeugen.

Störer lobt Arp: "Ist fleißig und willig

Sportvorstand Uwe Störer ist dennoch davon überzeugt, dass der Schritt zu Holstein die richtige Entscheidung war.

"Bei der Konkurrenz im Sturm gilt es, die Ellenbogen rauszunehmen, sich durchzusetzen und an den Dingen zu arbeiten. Aber er ist fleißig und willig. Von daher glauben wir, dass das Jahr bei Holstein Kiel ihm gut tun wird", zeigte er sich optimistisch.

Nur mit dem Tore schießen will es eben noch immer nicht so recht funktionieren.

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