Bayern München

Die Hinrunden-Zeugnisse der Bayern-Stars - Teil I

Tal Lior
Dominik Hager
Neuer und Bayerns Abwehr hatten ein insgesamt gutes Halbjahr
Neuer und Bayerns Abwehr hatten ein insgesamt gutes Halbjahr / INA FASSBENDER/GettyImages
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Der FC Bayern hat bis auf wenige Ausnahmen eine herausragende Hinrunde gespielt und liegt in der Liga sowie in der Champions League voll auf Kurs. Julian Nagelsmann kann mit seinem Team sehr zufrieden sein, selbst wenn der DFB-Pokal-Titel bereits weg ist.

Heute beginnen wir mit unseren Hinrunden-Zeugnissen für die Bayern-Stars. In Teil I geht es um die Leistungen der Abwehr-Akteure.

1. Manuel Neuer

Manuel Neuer
Sebastian Widmann/GettyImages

Der Münchner Kapitän lieferte eine unter dem Strich sehr konstante und starke Hinrunde ab. Insbesondere zu Saisonbeginn bewies der Bayern-Keeper, dass er dem Team noch immer wichtige Punkte retten kann. Gerade in den Eins-gegen-Eins-Situationen und im Spiel mit dem Ball gibt es weltweit keinen stärkeren Keeper als Neuer. Schoss der 35-Jährige dann wie gegen Kiew doch mal einen Bock, konnte er sich auf den Pfosten verlassen.

Bewertung: 9/10

2. Sven Ulreich

Sven Ulreich
Soccrates Images/GettyImages

Der Neuer-Vertreter kam nur in der ersten Pokal-Hauptrunde gegen den Bremer SV zum Einsatz und war beim 12:0 nicht gefordert.

Ohne Bewertung

3. Benjamin Pavard

Benjamin Pavard
Sebastian Widmann/GettyImages

Startete nach seiner Verletzung in der Vorbereitung schwach in die Saison. Offensiv fand der Franzose kaum statt und auch in der Defensive strahlte er nicht mehr die altbekannte Souveränität aus. Allerdings zeigte der Weltmeister aus dem Jahr 2018 eine starke Reaktion und agierte im November und Dezember deutlich formverbessert. An die letzten Wochen muss der ehemalige Stuttgarter jetzt anknüpfen.

Bewertung: 7/10

4. Bouna Sarr

Bouna Sarr
BSR Agency/GettyImages

Spielte wie bereits im Vorjahr praktisch keine Rolle beim FC Bayern. Wirklich viel hat sich auch unter Julian Nagelsmann nicht verändert. Immerhin hinterließ der Franzose einen etwas sichereren Eindruck als noch im Vorjahr, als einem bei jedem Einsatz noch angst und bange wurde. Bayern-Niveau hat der 29-Jährige allerdings immer noch nicht.

Bewertung: 4/10

5. Josip Stanisic

Josip Stanisic
Matthias Hangst/GettyImages

Profitierte zu Saisonbeginn von der Pavard-Verletzung und machte überraschend viele Spiele. Dabei agierte der Außenverteidiger grundsolide und wurde sogar für die kroatische Nationalmannschaft nominiert. Leider wurden jedoch seine Einsatzzeiten weniger und seine Auftritte schwächer.

Vor allem bei seinem letzten Startelf-Spiel offenbarte der Youngster einige Schwächen. Gegen Ende der Hinrunde erkrankte der Spieler zudem an Corona und zog sich einen Muskelbündelriss zu. "Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt", spiegelt sein Halbjahr wohl am besten wider.

Bewertung: 6/10

6. Dayot Upamecano

Dayot Upamecano
Sebastian Widmann/GettyImages

Der Neuzugang steht sinnbildlich für die Münchner Hinrunde. Prinzipiell spielte Upamecano eine gute Runde. Allerdings wirft der wahrlich desaströse Auftritt im Pokal gegen Gladbach einen Schatten über seine ersten Monate in München.

Der Franzose wackelt hier und da, hat jedoch auch schon einige bockstarke Auftritte gezeigt. Insgesamt hat der Spieler gehalten, was er versprochen hat. Den letzten Schritt in Richtung Weltklasse wird er jedoch noch gehen müssen.

Bewertung: 8/10

7. Lucas Hernández

Lucas Hernandez
Sebastian Widmann/GettyImages

Lucas Hernández spielte eine über weite Strecken stabile Hinrunde. Der Franzose geriet zwar in die Schusslinie der Kritik, da er bei tiefen Zuspielen auf den gegnerischen Stürmer nicht immer hinterherkam, jedoch machte er nur selten wirkliche Schnitzer. Die ganz große körperliche Präsenz, die Süle und Upamecano auszeichnen, bringt Hernández zwar nicht mit, seine Zweikampfstärke ist jedoch trotz dieses Umstands ausgezeichnet.

Die Ablöse von 80 Millionen Euro wird Hernández wohl nie komplett rechtfertigen können. Dies wäre aber vielleicht auch ein bisschen vermessen.

Bewertung: 7/10

8. Niklas Süle

Niklas Sule
Quality Sport Images/GettyImages

Niklas Süle gehört zu den absoluten Gewinnern der Hinrunde. Die kritischen Stimmen, die den 26-Jährigen im Vorjahr noch überall umhallten, sind inzwischen weitgehend verstummt. Süle spielt eine abgeklärte Saison und strahlt eine ungeheure Ruhe sowohl mit als auch gegen den Ball aus.

Inzwischen mehren sich die Stimmen, die sich klar für eine Verlängerung aussprechen. Dies machen sie mit Recht, weil die Bayern-Abwehr mit dem Hünen definitiv stabiler steht.

Bewertung: 9/10

9. Tanguy Nianzou

Tanguy Nianzou
Sebastian Widmann/GettyImages

Der junge Franzose wurde von längeren Verletzungspausen verschont, konnte jedoch noch nicht wirklich zeigen, dass er zu den größten Abwehr-Talenten der Welt gehört. Der 19-Jährige absolvierte wettbewerbsübergreifend nur 429 Spielminuten und zeigte meist eher mittelmäßige Leistungen.

Das Selbstverständnis fehlt dem Talent noch, welches bei Einwechslungen zudem häufiger übermotiviert wirkte und zu unnötigen Fouls griff. Immerhin leistete er sich aber auch kaum größere Schnitzer.

Bewertung: 5/10

10. Alphonso Davies

Alphonso Davies
Quality Sport Images/GettyImages

Kehrte nach dem schwierigen zweiten Jahr und einigen Verletzungen wieder zu seiner Top-Form zurück. Mit seinem Tempo ist der Kanadier defensiv kaum zu bezwingen und offensiv permanent an Münchner Angriffen beteiligt.

Häufig fehlt es im letzten Pass noch ein wenig an Genauigkeit. Dies ist jedoch auch schon der einzige Kritikpunkt am "Roadrunner", der immerhin schon sechs Tore in Liga und Champions League vorbereiten konnte.

Bewertung: 9/10

11. Omar Richards

Omar Richards
Boris Streubel/GettyImages

Der Neuzugang aus der zweiten englischen Liga benötigte relativ viel Zeit, um sich bei den Münchnern zurecht zu finden. Richards hatte vor allem im taktischen Bereich einiges aufzuholen und bekam erst später in der Saison mehr Spielzeit. In Ansätzen zeigte er durchaus, dass er ein dynamischer Kicker mit einer guten Athletik und solider Grundtechnik ist. Recht viel mehr lässt sich nach lediglich 367 Spielminuten nicht sagen.

Bewertung: 6/10

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