Hertha BSC

Hertha entzieht sich den Abstiegsrängen - jetzt lacht Magath

Yannik Möller
Hertha BSC
Hertha BSC / JOHN MACDOUGALL/GettyImages
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Erst wurde über die Anstellung von Felix Magath als neuer Coach bei Hertha BSC gespottet. Inzwischen wirkt das Team gefestigter, geeint und gewillt, den positiven Trend fortzusetzen.


Was wurde nicht gelacht, gespottet und gewitzelt über die Entscheidung, Felix Magath zum neuen Cheftrainer der Hertha zu machen. "Welches Jahr haben wir?" und ähnliche Sprüche fluteten das Netz. Zum damaligen Zeitpunkt verständlicherweise, war die Anstellung doch sehr überraschend.

Inzwischen haben die Berliner fünf Partien unter seiner Regie gespielt. Darunter zwar auch die deutliche Pleite im Derby, mit der 1:4-Klatsche im heimischen Stadion gegen Union. Doch wurden drei Spiele auch gewonnen. Der 2:0-Erfolg gegen Stuttgart am Sonntag ist ein großes Ausrufezeichen für den Kampf gegen den Abstieg.

Am 32. Spieltag, also am kommenden Wochenende, könnte der sichere Klassenerhalt vielleicht sogar schon feststehen.

Wird gegen Arminia Bielefeld gewonnen, ist der direkte Abstieg bereits kein Thema mehr. Verliert Stuttgart gleichzeitig gegen den VfL Wolfsburg, braucht man sich in der Hauptstadt auch nicht mehr vor der Relegation zu fürchten. Selbst wenn die Schwaben ein Remis rausholen, sind es sechs Punkte Abstand - bei dann zwei übrigen Spielen.

Marcel Laurenz Lotka
Große Freude in Berlin / Maja Hitij/GettyImages

Magath kann Hertha retten: Kuriose Bobic-Entscheidung zu früh abgestempelt?

Wer zuletzt lacht, lacht am besten - das dürfte sich Magath dieser Tage denken. Er hat die Mannschaft stabilisiert, geeint und besser gemacht. Die Tugenden, die es im Abstiegskampf braucht, sind wieder zusehen.

Auch nicht zu übersehen: Unter seiner Regie gab es bereits drei Partien, in denen zu Null gespielt wurde. Das sind so viele, wie im ganzen bisherigen Saisonverlauf zusammen. So sind Punktgewinne gesichert, entweder ein- oder gar dreifach.

Ein passendes Beispiel für diesen Aufwärtstrend, das auch die Hertha-Fans dieser Tage anbringen, ist Suat Serdar. Trat er in den vorigen Wochen häufig noch lethargisch auf und machte einen teils lustlosen Eindruck, geht er nun voran.

Gegen Stuttgart war er einer der wichtigsten Spieler. Sieben seiner acht Zweikämpfe gewann er, einige Balleroberungen ebneten den Weg in die Offensive, was wichtige Entlastung brachte. Dazu ist er, wie weite Teile der Mannschaft, inzwischen spürbar gieriger beim Einsatz auf die zweiten Bälle. So kam der VfB nur selten in Ruhe- und Gestaltungsphasen.

Felix Magath
Felix Magath / Maja Hitij/GettyImages

Zurzeit deutet viel darauf hin, dass Hertha auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen wird. Ob diese Erkenntnis bereits am nächsten Spieltag offiziell gemacht wird, oder in der Woche darauf, ist schon beinahe zweitrangig.

Klar ist jedoch: Die kuriose Entscheidung von Fredi Bobic, Felix Magath und Co-Trainer Mark Fotheringham an die Seitenlinie zu stellen, wird dem Hauptstadtklub aller Voraussicht nach nochmal den Hintern retten.


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