Hertha BSC

Machtkampf in Berlin: Windhorst gegen das Hertha-Präsidium

Daniel Holfelder
Hertha-Investor Lars Windhorst (rechts)
Hertha-Investor Lars Windhorst (rechts) / ODD ANDERSEN/GettyImages
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Die Probleme bei Hertha BSC nehmen neue Dimensionen an. Mitten im Abstiegskampf droht den Berlinern ein Führungsstreit.


Nach dem Rücktritt von Sportdirektor Arne Friedrich und den Querelen um eine geplante und dann doch wieder abgebrochene Dokumentation sorgt Investor Lars Windhorst für neuen Zündstoff.

Sein Pressesprecher drohte gegenüber der Deutschen Presseagentur mehr oder weniger unverhohlen gegen den amtierenden Präsidenten Werner Gegenbauer. "Im Mai ist die nächste Mitgliederversammlung. Da wird sicher etwas passieren müssen", so Windhorsts Mitarbeiter.

Die Antwort des Hertha-Präsidiums ließ nicht lange auf sich warten. Am Mittwoch wurde folgende Erklärung veröffentlicht:

"Wir, die durch die Mitglieder gewählten Vertreter von Hertha BSC, haben mit großer Verwunderung die von einem Sprecher der Tennor Holding getätigten Äußerungen zur Kenntnis genommen. Zum einen halten wir diesen Weg über die Öffentlichkeit für nicht zielführend. Zum anderen wurden zum wiederholten Male unspezifische Vorwürfe und Unterstellungen getätigt. Diese beschädigen nicht nur das Ansehen von Hertha BSC, sondern auch das Investment seitens der Tennor Holding."

Weiter heißt es: "Mit der Formulierung 'Im Mai ist die nächste Mitgliederversammlung. Da wird sicher etwas passieren müssen', ist zudem eine Grenze in Bezug auf die Autonomie des höchsten Vereinsgremiums überschritten worden. Wir appellieren nochmals im gemeinsamen Interesse von Hertha BSC, unterschiedliche Ansichten zukünftig intern anzusprechen und zu diskutieren."

Windhorst hatte erst kürzlich sein Engagement bei Hertha in Frage gestellt. "Wir haben nicht gedacht und waren überrascht, dass Hertha nach unserem Einstieg so die Türen zuschlägt", so der 45-Jährige.

Das Hertha-Präsidium um Gegenbauer hingegen beharrt darauf, dass Windhorst die 50+1-Regelung einhalten muss. In der Vergangenheit soll Windhorst versucht haben, seinen Einfluss auf das operative Geschäft zu vergrößern.


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