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Flick kritisiert: WM-Vergabe an Katar hätte mit "Nein" beantwortet werden sollen

Yannik Möller
Hansi Flick
Hansi Flick / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Angesichts der nahenden Weltmeisterschaft hat sich Hansi Flick kritisch zu Katar als Austragungsort geäußert. Viel früher, so der Bundestrainer, hätte darauf mit einem klaren Nein geantwortet werden müssen.


Je näher die Winter-Weltmeisterschaft rückt, die bereits in etwa zwei Monaten in Katar startet, desto prominenter werden noch einmal die Diskussionen um das umstrittene Land als Gastgeber für dieses große Turnier.

Immer wieder stehen dabei die Menschen-, Arbeits- und speziell auch Frauenrechte im Vordergrund. Dass in einem Land gespielt wird, in denen manch ein teilnehmender Spieler seine etwaige Homosexualität nicht normal ausleben dürfte, ist und bleibt für viele ein großes Rätsel ob der Wertegemeinde, die auch die Fußballwelt mitbringen und verteidigen sollte.

Flick: "Nein" zu Katar wäre richtig gewesen

Auch Hansi Flick hat sich kritisch gegenüber dieser Katar-WM gezeigt. Seiner Ansicht nach hätte die Frage nach der Richtigkeit dieser Vergabe "schon viel früher beantwortet werden müssen - und zwar mit einem Nein!". Das betonte er gegenüber der SZ.

Der Bundestrainer wird mit dem DFB-Team am 23. November erstmals ins Turnier einsteigen. Dann geht es am ersten Spieltag der Gruppenphase gegen Japan.

Offenbar wird Flick rund um dieses Turnier aber ein ebenso mulmiges Gefühl haben, wie die zahlreichen Kritiker. "Dass in Katar beim Thema Menschenrechte, beim Thema Nachhaltigkeit vieles nicht stimmt, ist ja offensichtlich", merkte er weiter an.

Dabei thematisierte er auch die Neubauten an Stadien, die für die WM unter sehr prekären Arbeitsbedingungen aufgebaut wurden, die im Nachgang aber aller Voraussicht nach kaum genutzt werden können. Zudem werden die Arenen dauerhaft gekühlt werden müssen, um überhaupt ein halbwegs annehmbares Klima für die Spieler und Zuschauer zu schaffen.

Bereits im August hatte der Coach bereits erklärt, wie schade es doch ist, "dass dieses Turnier keine WM für die Fans wird". Er selbst kenne viele Freunde und Bekannte, die "aus vielerlei Gründen" nicht anreisen werden.


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