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Hannover 96

Hannover 96: Fans fordern nach der KSC-Pleite einen Trainerwechsel

Nikolas Pfannenmüller
Es ist zum Verzweifeln: Jan Zimmermann und Hannover 96 befinden sich im Abstiegskampf.
Es ist zum Verzweifeln: Jan Zimmermann und Hannover 96 befinden sich im Abstiegskampf. / Martin Rose/GettyImages
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Bei Hannover 96 kann man sich zu Beginn der Adventszeit nicht der Besinnlichkeit hingeben - zu dramatisch ist die derzeitige Tabellensituation. Nach der 0:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC liegen die Niedersachsen als Tabellensechzehnter auf dem Relegationsplatz. Bereits nach 30 Minuten lag das Team mit drei Toren hinten.


Der 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokal Ende Oktober war eines der wenigen Highlights von Hannover 96 in dieser Saison. In manchen Spielen zeigte das Team von Trainer Jan Zimmermann ihr volles Potential, beispielsweise Mitte September, als man St. Pauli mit 1:0 bezwingen konnte. Aber Sternstunden wie diese sind rar.

Vor allem Rückschläge pflastern gegenwärtig den Weg des früheren Bundesligisten und Europa-League-Teilnehmers von 2011/2012 und 2012/2013. In der 2. Liga hat Hannover die letzten acht Spiele nicht gewinnen können, immerhin im bisherigen Saisonverlauf auch fünfmal Unentschieden gespielt. Doch die Ansprüche bei Hannover 96 sind andere.

Vor der Saison wurde mit Zimmermann ein relativ unerfahrener Trainer installiert. Zuvor hatte der 42-Jährige den TSV Havelse trainiert. Im Sommer 2021 gelang Zimmermann mit seinem früheren Klub der Aufstieg in die 3. Liga - persönlich stieg er jedoch sogar in die 2. Liga auf. Nach 15 Spielen steht er nun schon enorm unter Druck.

Auch aus den eigenen Fanreihen entlädt sich die Kritik an der Personalie Zimmermann, aber auch die Vorwürfe an die Vereinsführung sind deutlich zu vernehmen. Für den Großteil der Anhängerschaft ist eine Veränderung auf der Trainerbank dringend nötig.

Über all den Fan-Unmut äußerte sich übrigens Hannover-Verteidiger Marcel Franke wie folgt nach dem Spiel: "Da muss man sich jedes Wort anhören. Jedes Wochenende fahren sie mit und müssen sich heute so einen Mist von uns angucken. Da wird niemand dastehen und uns zujubeln. Deswegen muss man sich jedes Wort in der Kurve anhören, und der ganze Unmut ist natürlich völlig berechtigt."

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