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Hamburger SV

HSV: Verletzung von Torwart Mickel erhöht den Druck auf die Macher

Guido Müller
Mensah (li.), Oppermann und Heuer Fernandes beim Training
Mensah (li.), Oppermann und Heuer Fernandes beim Training / Cathrin Mueller/Getty Images
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Nach der Schulterverletzung von Tom Mickel (32) wird beim Hamburger SV die Torwart-Frage wieder virulent. Doch ob der Klub bis zum Saisonstart in gut einer Woche (23. Juli, 20.30 Uhr beim FC Schalke 04) schon einen neuen Keeper präsentieren kann, ist ungewiss.


Dass die Hamburger auf dieser Position noch aktiv werden würden, steht eigentlich schon seit Ende der letzten Saison fest. Spätestens aber nachdem der letztjährige Stammtorwart Sven Ulreich vor sechs Wochen seinen Vertrag mit den Hanseaten aufgelöst hat.

Der Plan war, einen Keeper zu verpflichten, der sich mit der nach Ulreichs Abgang neuen Nummer 1, Daniel Heuer Fernandes, einen offenen Kampf um den Platz zwischen den Pfosten liefern sollte.

Bis dahin würde Tom Mickel, im letzten Jahr dritter Keeper der Rothosen hinter Ulreich und Heuer Fernandes, in der Hierarchie um einen Platz nach oben klettern.

Mickel wird nicht operiert

Doch nun fällt Mickel, dessen Malaise konservativ behandelt wird, erstmal für Wochen aus. Seinen Platz als Ersatzkeeper der Profis nimmt nun übergangsweise der talentierte, aber eben auch noch sehr junge Leo Oppermann (19) ein.

Tom Mickel
Muss zumindest nicht operiert werden: Tom Mickel / Martin Rose/Getty Images

Doch das Risiko, dass der auf Profi-Niveau noch reichlich unerfahrene Teenager plötzlich zum Rückhalt werden soll - sollte sich Heuer Fernandes verletzen - will der HSV nach Möglichkeit vermeiden.

Die Zeit drängt also. Nochmal: in acht Tagen steht der Liga-Auftakt auf Schalke an. Doch ob bis dahin ein neuer Schlussmann gefunden wird?

Treiben lassen will man sich am Volkspark dennoch nicht. Obwohl natürlich auch der Klub sich der Bedeutung dieser neuralgischen Position innerhalb einer Mannschaft bewusst ist.

Auch im letzten Jahr kam die Nummer 1 erst nach Saison-Beginn

Zur Erinnerung: Sven Ulreich, der als klare Nummer 1 verpflichtet wurde, kam in der vergangenen Spielzeit auch erst nach den ersten beiden Spieltagen in den Volkspark, kurz vor Schließung des Transferfensters.

Sven Ulreich
Kam letztes Jahr erst nach dem zweiten Spieltag zum HSV: Sven Ulreich / Cathrin Mueller/Getty Images

Gut möglich, dass der Klub auch diesmal Geduld walten lassen wird, ehe diese Planstelle gefüllt ist. Um zumindest einen regulären Trainingsablauf zu ermöglichen, trainieren zur Zeit die beiden Keeper der U19-Mannschaft, Gavin Didzilatis und Steven Mensah, bei den Profis mit.

Gerüchteweise wurde der HSV in den letzten Wochen mit Lennart Grill (Bayer Leverkusen) und dem seit Juli vereinslosen Norweger Örjan Nyland (zuvor bei Norwich City aktiv) in Verbindung gebracht. Zumindest ersterer scheint sich aber nun den Eisernen von Union Berlin anzuschließen.

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