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Hamburger SV

Stephan Ambrosius sieht Ende der Leidenszeit: "Ich liege gut in der Zeit"

Guido Müller
Stephan Ambrosius hofft, schon bald wieder ins Lauftraining einsteigen zu können
Stephan Ambrosius hofft, schon bald wieder ins Lauftraining einsteigen zu können / Martin Rose/Getty Images
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Die Geduld der HSV-Fans wird zur Zeit auf eine harte Probe gestellt: Nur fünf Tage vor Transferschluss haben die Verantwortlichen im Volkspark immer noch keine weiteren Neuverpflichtungen präsentieren können. Dazu kommt das Leistner-Theater, das schließlich in der sofortigen Freistellung des Abwehrspielers gipfelte. Wenigstens aus dem Krankenlager kommen hoffnungsvolle Nachrichten.

Denn Stephan Ambrosius, einer der wenigen Lichtblicke der vergangenen Saison, macht offenbar gute Fortschritte nach seinem Kreuzbandriss, den er sich im April zugezogen hatte. Nach Monaten der einsamen Rekonvaleszenz in Krafträumen und Reha-Anstalten sieht der 22-Jährige jedenfalls endlich Licht am Ende des Tunnels.

Harte Arbeit in der Reha

"Es läuft alles nach Plan, ich liege gut in der Zeit“, kommentierte der Youngster gegenüber HSVlive. "Ich trainiere überwiegend im UKE, wo ich top betreut werde. Ich arbeite von Montag bis Samstag, nur am Sonntag habe ich einen Tag frei. Die zügige Rückkehr nach einer solchen Verletzung ist eben keine Wunderheilung, sondern harte Arbeit."

Keiner dürfte das besser wissen als Ambrosius selbst. Denn die selbe Horror-Verletzung eines jeden Fußballspielers hatte der gebürtige Hamburger im Dezember 2018 schon einmal erlitten. Auch damals war das rechte Knie des Innenverteidigers betroffen.

Seinerzeit brauchte Ambrosius annähernd acht Monate, um wieder zurück ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Doch zwischen den Zeilen gibt er zu verstehen, dass es diesmal etwas schneller laufen könnte. Ohne freilich einen konkreten Zeitpunkt für seine Rückkehr auf den Platz zu benennen.

Stephan Ambrosius
Weiß, wie man nach Tiefschlägen wieder aufsteht: Stephan Ambrosius / Cathrin Mueller/Getty Images

"Kann in sehr naher Zukunft anfangen zu laufen"

"Es läuft alles nach Plan, ich liege gut in der Zeit. Daher gehe ich davon aus, dass ich in sehr naher Zukunft anfangen kann zu laufen. Das wäre schon mal ein riesiger Fortschritt für mich, denn dann würde ich meine Runden um den Platz drehen und wäre wieder deutlich näher an der Mannschaft."

Doch trotz aller Euphorie über die täglich besser werdende Perspektive - überstürzen will er nichts. Sondern vielmehr die Geduld zum Maß seines zukünftigen Handelns erklären.

"Auf jeden Fall, Geduld ist ein wichtiger Faktor. Aber: Ich hatte diese Verletzung ja schon zuvor einmal, das ist heute ein großer Vorteil für mich. Ich kenne die Abläufe, ich weiß, was passiert und wie lange die einzelnen Abschnitte der Reha brauchen. Und vor allem weiß ich, dass die Geduld sich auszahlt, dass ich auf jeden Fall zurückkommen werde."

Geduld auch in Sachen Transfers gefragt

Womit wir wieder am Ausgangspunkt dieses Artikels wären: der Geduld. Dass diese bei den Anhängern nach den negativen Erfahrungen der letzten Jahre schneller aufgebraucht ist als anderswo, ist natürlich auch verständlich.

Maximal fünf Tage wird sie aber noch walten müssen - ehe man ein abschließendes Fazit über die sommerlichen Transferaktivitäten der Hamburger ziehen kann. Es dürften arbeitsreiche Tage für Boldt, Mutzel und Co. werden.

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