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Haller-Ersatz: Kehl hat "natürlich eine Liste im Kopf"

Daniel Holfelder
BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl
BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl / Matthias Hangst/GettyImages
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Neuzugang Sebastien Haller wird dem BVB aufgrund einer Tumorerkrankung monatelang fehlen. Die Suche nach einem Ersatz läuft auf Hochtouren.


Am Freitag bestätigte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl gegenüber Sky, dass die Schwarz-Gelben mehrere Kandidaten im Blick haben und zeitnah eine Lösung präsentieren wollen. "Natürlich habe ich eine Liste im Kopf. Wir beschäftigen uns ja schon ein paar Tage damit", so Kehl. "Wenn es Optionen gibt, wäre es natürlich gut, sie so schnell wie möglich umzusetzen."

Dabei wollen die Dortmunder deutlich weniger Geld in einen neuen Mittelstürmer investieren als die rund 30 Millionen Euro, die man für Haller an Ajax Amsterdam überwiesen hat. "Es ist klar, dass wir nicht noch einmal so viel Geld in die Hand nehmen können, wie wir es bei Sébastien Haller gemacht haben", betonte Kehl. "Das ist im Moment nicht möglich. Da müssen wir ein bisschen kreativ sein."

Ob der neue Angreifer aus der Bundesliga oder aus dem Ausland kommen wird, ist offen. Zuletzt wurde in den Medien neben international bekannten Torjägern wie Edinson Cavani oder Edin Dzeko auch Kölns Anthony Modeste genannt. Kehl gab lediglich zu Protokoll, "eine Menge Angebote" von Spielerberatern bekommen zu haben. Der Zorc-Nachfolger betonte: "Wir müssen uns auf sehr intensive Wochen einstellen. Wir haben bis November nahezu nur englische Wochen. Da wird eine Menge los sein."

Das Modeste-Gerücht, das unter anderem im Kölner Express auftauchte, schätzt Sky-Reporter Sven Westerschulze als durchaus seriös ein: "Das Profil ist klar. Der Stürmer soll groß sein, er soll robust sein, kopfballstark und vor allem soll er Tore schießen. Und da ist auch Anthony Modeste ein Kandidat, der dem BVB angeboten worden ist. Nach unseren Informationen ist es so, dass der BVB sich zumindest mit ihm beschäftigt. Modeste könnte eine Alternative werden. Er bringt genau die Aspekte mit, über die wir gerade gesprochen haben."

Westerschulze gibt allerdings zu bedenken, dass der 34-jährige Franzose noch einen Vertrag beim Effzeh besitzt und eine Ablösesumme kosten würde. Außerdem müsste sich Modeste wohl mit einem Einjahresvertrag zufrieden geben. "Auf der anderen Seite hat Modeste noch einen Vertrag in Köln. Der BVB ist nicht unbedingt gewillt, eine Ablöse für einen Neuzugang zu zahlen. Und ob Modeste bereit ist, einen Einjahresvertrag zu akzeptieren, ist auch noch offen. Von daher glaube ich nicht, dass der BVB schon am Wochenende einen neuen Stürmer präsentieren wird, so weit sind sie noch nicht. Aber Modeste zählt definitiv auch zu den Kandidaten, die es werden könnten", so der Sky-Reporter.

Auch interne Lösung denkbar

Zudem will Sportdirektor Kehl auch eine kaderinterne Lösung nicht ausschließen: "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen und werden nur etwas tun, wenn es am Ende wirklich Sinn macht. In unserem Kader haben wir viele Optionen. Die Qualität ist da, ich habe großes Vertrauen."

Das gilt umso mehr, als dass der BVB fest von einer Haller-Rückkehr ausgeht. "Wir glauben fest daran, dass er zurückkommt und für Borussia Dortmund auf Torejagd geht", machte Kehl deutlich.


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