Erling Haaland

Star-Berater erklärt: Darum ist ein Haaland-Wechsel zum FC Bayern undenkbar

Dominik Hager
Volker Struth ist sich sicher: Erling Haaland wird im Sommer wechseln - aber nicht zum FC Bayern
Volker Struth ist sich sicher: Erling Haaland wird im Sommer wechseln - aber nicht zum FC Bayern / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Im nächsten Sommer darf Erling Haaland per Ausstiegsklausel wechseln. 75 Millionen Euro Ablöse soll die BVB-Tormaschine kosten. Viele Experten sehen den FC Bayern deswegen in einem Dilemma. Mit Robert Lewandowski verfügt der Klub schließlich über den besten Stürmer der Welt, der allerdings zwölf Jahre älter ist als Haaland. Nach Einschätzung von Star-Berater Volker Struth ist ein Transfer des Norwegers für die Münchner aber ohnehin nicht realisierbar.


75 Millionen Euro sind ein Betrag, der sich im ersten Moment nach einer gewaltigen Summe und im zweiten Moment als Kleingeld anhört. Im Fußball-Geschäft sind schließlich schon weitaus ältere und weniger begnadete Kicker für mehr Geld gewechselt. Im Vergleich zum Marktwert des Top-Stürmers, der laut transfermarkt.de bei 150 Millionen Euro liegt, wäre ein Haaland-Transfer ablösetechnisch tatsächlich ein Schnäppchen.

Haaland kostet in Summe 300 Millionen Euro: Zu viel für die Bayern?

Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gesamtpaket des Dortmunders unfassbar teuer werden dürfte. Branchenexperte Volker Struth geht im Gespräch mit der Sport Bild von einer Summe von mindestens 250 Millionen Euro aus.

"Ich glaube, der Wechsel wird 2022 über die Bühne gehen. Haaland hat eine Ausstiegsklausel. Das ganze Paket mit Gehalt für fünf Jahre und Beraterhonorar wird wahrscheinlich bei 250 bis 300 Millionen Euro liegen", erklärte der Spielerberater, der unter anderem für den Götze-Transfer zu den Bayern zuständig war.

Einen Haaland-Wechsel zu den Münchnern hält Struth demnach für ausgeschlossen. "Selbst wenn Bayern München das Geld hätte, würden sie es nicht machen", erklärte der 55-Jährige.

Grund hierfür sei, dass ein Jahresgehalt in Höhe von 50 Millionen Euro für einen Spieler hierzulande nicht vermittelbar sei. "Die Hölle wäre los, wenn in Deutschland ein Spieler 50 Millionen Euro verdienen würde", ist er sich sicher.

Im Widerspruch dazu erläuterte der Berater aber auch, dass es Haaland nicht nur um Geld, sondern auch um die Chance auf Titel geht. "Ich denke, dass er nicht nur nach der Kohle entscheiden wird. Zehn Prozent mehr oder weniger, das wird ihn nicht leiten", so die Ansicht des Beraters, der unter anderem Toni Kroos und Timo Werner vertritt.

Salihamidzic über Austausch mit Haaland-Berater: "Mit Raiola telefoniere ich regelmäßig"

Zehn Prozent hin- oder her sind in diesen Sphären zwar viel Geld, ändern aber nichts daran, dass das Paket Erling Haaland enorm teuer wird. Dessen kann man sich ohnehin sicher sein, wenn der Berater Raiola heißt.

Ob dieser schon einen Anruf von Hasan Salihamidzic wegen Haaland erhalten hat, ist jedoch nicht bekannt. Dass der Bosnier ein Fan des Angreifers ist, ging eindrucksvoll aus der Amazon-Doku "FC Bayern - Behind the Legend" hervor.

"Wie gut ist denn der Haaland? Das ist ja eine Maschine, Alter. Morgen rufe ich den Berater an", scherzte der Sportvorstand auf der Trainerbank, während die Begegnung Bayern gegen den BVB gerade am Laufen war.

"Mit Mino Raiola telefoniere ich regelmäßig, weil dieser natürlich noch viel mehr Akteure berät. Ihr dürft das nicht ganz ernst nehmen. Auf der Bank erzählen wir natürlich auch sehr viel Blödsinn", nahm er vor der Partie gegen Benfica gegenüber Amazon Prime Stellung.

Stellt sich nur noch die Frage was blödsinniger ist. Auf die Maschine Erling Haaland zu verzichten, oder die geforderte Horror-Summe zu zahlen. Der FC Bayern wird sich eher auf ersteres einlassen können.

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