Borussia Mönchengladbach

Jugend forscht vs. Erfahrung: Drei Gladbacher Startelf-Duelle vor dem Bochum-Spiel

Dominik Hager
Borussia Gladbach kann wieder jubeln
Borussia Gladbach kann wieder jubeln / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach erlebt eine echte Alptraum-Saison mit wenigen Höhen und etlichen Tiefen. Zudem deuteten sich immer wieder Risse im Kader an. Seit Wochen fordern die Anhänger demnach, dass den jungen Spielern eine Chance gegeben werden soll. Beim 2:0 gegen die Hertha folgte dann der Befreiungsschlag für die Fohlen. Mit Spielern wie Scally (19), Netz (18) oder Bayer (21). Setzt Adi Hütter nun für die restlichen Spiele voll auf die Jugend?


Gerade einmal 24,7 Jahre betrug der Altersdurchschnitt der Gladbach-Startelf gegen Hertha BSC. Damit betrat die jüngste Fohlen-Elf der Saison den Platz. Dies lag mitunter auch daran, dass erfahrene Spieler wie Ramy Bensebaini (26 Jahre), Stefan Lainer (29 Jahre) und Marvin Friedrich (26 Jahre) nicht mitwirken konnten.

Am kommenden Freitag gegen Bochum wird der zuletzt Gelb-gesperrte Bensebaini ebenso wie die Grippe-geplagten Friedrich und Lainer wieder mitmischen können. Doch macht es überhaupt Sinn, die erfahrenen Spieler zu bringen, nachdem es die Talente gegen die Hertha so gut gemacht haben? Drei spannende Kämpfe um einen Stammplatz bahnen sich an.

Platzkämpfe auf den Außenbahnen

Noch vor einigen Wochen hätte niemand daran gezweifelt, dass Bensebaini der einzige richtige Mann für hinten links ist. Der Abwehrspieler gehörte insbesondere in der Vorsaison zu den besten Gladbachern und ist potenziell einer der stärksten Linksverteidiger der Liga. Allerdings bringt der 26-Jährige seit einiger Zeit keine tollen Leistungen mehr auf den Platz, was seinen Status gefährdet. Vor seiner Gelbsperre absolvierte er beispielsweise ein sehr schwaches Spiel gegen Stuttgart und hatte an der Niederlage seine Aktien.

Netz nutzte seine Chance gegen die Hertha hingegen eindrucksvoll. BILD-Angaben zufolge hat der Youngster 41 Sprints und 61 intensive Läufe angesetzt, was sein Engagement untermauert. Zudem schlug der 18-Jährige die Ecke zum 2:0. Es spricht also durchaus einiges dafür, dass Netz seinen Platz erstmal behalten darf. Zumindest, wenn Hütter nach dem Leistungsprinzip aufstellt.

Auf der gegenüberliegenden Seite duellieren sich Scally und Lainer. Der US-Youngster ist eine der Entdeckungen der Saison und war in der Hinrunde angesichts der Verletzungspause von Lainer gesetzt. Kurz nach dem Rückrunden-Auftakt erwischte es aber Scally mit Corona, wodurch er seinen Platz zwischenzeitlich abgeben musste. Gegen Stuttgart und Hertha durfte er dann aber wieder von Beginn ran, zumal sein Konkurrent passen musste. Dabei bot Scally eine schwache Leistung gegen den VfB Stuttgart, dafür aber ein gutes und lauffreudiges Spiel gegen die Hertha. Noch gelingt es dem 19-Jährigen nicht, Konstanz in seine Leistungen zu bringen. Demnach wird voraussichtlich Lainer das Rennen machen, der erfahrener ist und dem es an Mentalität nie fehlt.

Beißt sich Friedrich an Beyer die Zähne aus?

Im Abwehrzentrum kämpfen Jordan Beyer und Marvin Friedrich um den Platz in der Startelf. Der Neuzugang von Union Berlin konnte bislang noch nicht an seine starken Leistungen bei den Eisernen anknüpfen. Beyer nutzte die kurze Erkrankung seines Rivalen nun, um gegen die Hertha ein Zeichen zu setzen.

Der junge Innenverteidiger gewann acht seiner neun Zweikämpfe und ließ hinten rein gar nichts anbrennen. Friedrich wird sicherlich wieder seine Chancen bekommen, fürs Erste kommt Hütter aber nicht an Beyer vorbei.


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