Farke-Ansage: Diese Gladbach-Stars müssen um ihren Stammplatz zittern

Dominik Hager
Daniel Farke will sich noch nicht festlegen
Daniel Farke will sich noch nicht festlegen / Christof Koepsel/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach befindet sich nach einer in Summe ordentlichen Hinrunde in Lauerstellung auf die europäischen Plätze. Aktuell ziehen insbesondere Yann Sommer und Marcus Thuram mit ihren Wechselabsichten die Aufmerksamkeit an sich, jedoch toben auch auf dem Trainingsplatz spannende Stammplatzduelle. Wir möchten diese nun ein wenig genauer durchleuchten.


Daniel Farke hatte nach der 0:1-Testspiel-Pleite gegen den FC St. Pauli überhaupt keine gute Laune. Der Gladbach-Coach zeigte sich nach der Partie angesäuert und strich kurzerhand alle Stammplätze. "Es ist noch kein Startelf-Platz vergeben. Jeder kann sich in der kommenden Woche aufdrängen", erklärte er gegenüber der BILD. Zwar habe man einen "Vertrauensvorsprung", wenn man gute Leistungen erbracht hat, jedoch müsse man seinen "Platz immer wieder verteidigen". Zudem haben Spieler, die "in der Hinrunde nicht so im Spotlight waren", alle Chancen.

Informationen der Rheinischen Post und der BILD zufolge, droht einigen Spieler, die in der Hinrunde noch zum Stammpersonal gehörten, eine Degradierung auf die Bank.

1. Joe Scally

Joseph Michael Scally
Joe Scally / Maja Hitij/GettyImages

Der junge US-Amerikaner verfügt zwar über viel Potenzial, hat aber mit Ups & Downs zu kämpfen. Beim Test gegen St. Pauli zeigte sich Scally mal wieder von seiner schwachen Seite. Der Rechtsvertieidger sah gegen Leart Paqarada praktisch kein Land und ließ seine Abwehrseite immer wieder offen. Beinahe alle Angriffe von St. Pauli liefen über seine Seite - unter anderem auch das Tor zum 0:1.

Profitieren könnte davon der österreichische Routinier Stefan Lainer. Dieser ist ein grundsolider Rechtsverteidiger, der bereits in der Vergangenheit gute Leistungen für die Fohlen gezeigt hat. Nach zahlreichen Verletzungen hat er zwar an Standing und Leistungsstärke eingebüßt, könnte aber - auf Einladung von Scally - noch einen zweiten Frühling erleben.

"Stefan hat sich körperlich wieder in eine gute Verfassung gebracht. Er ist gut drauf, spritzig - mit seiner Vorbereitung bin ich sehr zufrieden", erklärte Farke. Der Österreicher wird wohl mal seine Chance bekommen.

Laimer wird jedoch auch mit einem Wechsel zum FC Turin in Verbindung gebracht, der dem Verein 3,5 Millionen Euro einbringen könnte. Schon möglich also, dass er Gladbach im Januar noch verlässt.

2. Nico Elvedi

Bundesliga"Borussia Mönchengladbach v RB Leipzig"
Nico Elvedi / ANP/GettyImages

Elvedi gehört schon seit einigen Jahren zum Stammpersonal der Fohlen. So wirklich überzeugend war seine Entwicklung in letzter Zeit aber auch nicht. Während vor zwei, drei Jahren noch Top-Klubs an ihm interessiert waren, muss er nun um seinen Stammplatz bei den Fohlen kämpfen.

Aufgrund der Verletzung von Itakura war Elvedi in der Hinrunde noch gesetzt. Nun ist der Japaner jedoch zurück, wodurch sich Elvedi einen Zweikampf mit Marvin Friedrich auf der linken Innenverteidiger-Position liefern muss. Dieser konnte in seiner Zeit bei den Fohlen aber auch nie so wirklich überzeugen und zeigte insbesondere in Sachen Tempo Defizite. Tendenziell dürfte Elvedi noch die Nase vorne haben, muss aber an Leistungsstärke zunehmen.

3. Christoph Kramer

Christoph Kramer
Christoph Kramer / Lars Baron/GettyImages

Nach einer starken Hinrunde lieferte Chris Kramer während der WM Weltklasse-Performances ab. Leider tat er dies aber nur am Mikro beim ZDF. Bei den Gladbachern droht ihm in der Rückrunde die Bank. Florian Neuhaus kehrt zurück und stellt neben Weigl und Koné eine weitere Option im Mittelfeld dar.

Im Test gegen St. Pauli agierte Kramer auf der Zehn, jedoch muss man schlichtweg sagen, dass es Unsinn ist, ihn in einer solchen Rolle zu bringen. Wenig überraschend blieb er quasi unsichtbar und musste für Stindl weichen, der zumindest ein paar Akztente setzen konnte. Stindl ist der bessere Zehner im Vergleich zu Kramer.

Auf der Sechser-Position scheint aber Weigl und auf der Achter-Position Koné die Nase vorne zu haben. Nun ist da eben auch noch Neuhaus als Konkurrent zu sehen, der alle Rollen spielen kann, aber noch ein paar Wochen braucht, um topfit zu werden.


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