Borussia Mönchengladbach

Gladbach-Noten zur Saison 21/22: Die Defensive in der Einzelkritik

Jan Kupitz
Auf Sommer war Verlass - auf Ginter nicht
Auf Sommer war Verlass - auf Ginter nicht / Sebastian Widmann/GettyImages
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Jeder, der es mit Borussia Mönchengladbach hält, wird froh sein, dass die Saison 2021/22 endlich vorüber ist. Insgesamt hatte man sich am Niederrhein deutlich mehr versprochen und auf die internationalen Ränge geschielt - die wurden jedoch klar verpasst. Viele Spieler blieben hinter den Erwartungen und ihren Möglichkeiten zurück.

90min bewertet die Leistungen der Borussia - im ersten Teil ist die Defensive an der Reihe:


Tor:

Yann Sommer:

Der mit Abstand beste Gladbacher in der abgelaufenen Saison. Sommer war in vielen Partien der einzige Spieler mit Normalform und rettete mit starken Paraden etliche Punkte. Wäre der Keeper nicht so gut drauf gewesen, hätte die Spielzeit womöglich einen noch bittereren Verlauf genommen.
Bewertung: 9/10

Tobias Sippel, Jan Olschowsky:

Hinter dem überragenden Sommer blieben die Ersatzkeeper ohne Einsätze.
Daher ohne Bewertung


Innenverteidigung:

Matthias Ginter:

Nominell Gladbachs bester Innenverteidiger, doch seine unsichere Vertragslage war Ginter über weite Strecken der Saison anzumerken. Er hatte hier und da ein Highlight-Spiel, wie zum Beispiel beim 2:1-Sieg zum Rückrundenauftakt gegen Bayern, als er schlichtweg überragend war - doch in zu vielen Spielen leistete Ginter sich Stellungsfehler, Unkonzentriertheiten und schwaches Zweikampfverhalten.
Bewertung: 5/10

Nico Elvedi:

Im Grunde das Abziehbild von Ginter - nur, dass seine Formschwankungen nicht mit seiner unklaren Vertragslage erklärt werden können. Er pendelte zu häufig zwischen Kreis- und Weltklasse, wie es so schön heißt; in der neuen Saison muss Elvedi Konstanz reinbringen. Die Anlagen für einen bockstarken Verteidiger hat er allemal.
Bewertung 5/10

Tony Jantschke:

Der Gladbacher Fußballgott war in der Saison unter Adi Hütter mehr oder weniger verzichtbar - nur drei Einsätze stehen am Ende für ihn zu Buche. Der 32-Jährige ist zwar Publikumsliebling, hat sportlich seinen Zenit aber wohl überschritten.
Bewertung 4/10

Jordan Beyer:

Ein Lichtblick der Gladbacher Saison. Unter Rose hatte Beyer in der letzten Saison kein Land gesehen - doch Hütter baute auf den Youngster. Das Eigengewächs hatte zwar Pech, dass er zwischendurch wochenlang mit einer Muskelverletzung pausieren musste, doch wenn Beyer fit war, war er oftmals Gladbach bester Innenverteidiger. Das macht Hoffnung auf mehr.
Bewertung 7/10

Marvin Friedrich:

Kam im Winter, um als Ginter-Nachfolger aufgebaut zu werden. Friedrichs Start im Borussia-Park war jedoch ein holpriger - nach Ankunft verursachte er direkt zwei Elfmeter und gab auch darüber hinaus häufig keine glückliche Figur ab. Danach wurde er auch noch von einer Covid-19-Infektion außer Gefecht gesetzt. Nach der Eingewöhnung muss in der neuen Saison zwingend mehr kommen.
Bewertung 4/10

Mamadou Doucoure:

Das Verletzungspech blieb ihm auch in dieser Saison hold.
Daher ohne Bewertung


Rechtsverteidigung:

Stefan Lainer:

Der Saisonstart hätte für Lainer nicht schlechter verlaufen können, denn mit einem Knöchelbruch fiel er nach dem zweiten Spieltag wochenlang aus. Die Hinrunde war dadurch mehr oder weniger schon gelaufen. In der zweiten Saisonhälfte merkte man 'Stevie' die lange Pause (wenig überraschend) auch an - mit zunehmender Dauer kam er jedoch immer besser in Schwung. 2022/23 dürfte der Österreicher wieder in Bestform daherkommen.
Bewertung 6/10

Joe Scally:

Der US-Boy erlebte einen fulminanten Start in die Saison und hinterließ in der ersten Saisonhälfte einen exzellenten Eindruck. Danach ließ Scally zwar etwas nach, doch für seine erste komplette Saison in der Bundesliga war das richtig gut, was er gezeigt hat.
Bewertung 7/10


Linksverteidigung:

Ramy Bensebaini:

Gladbachs Mentalitätsmonster konnte seine PS nicht konstant auf den Rasen bringen und wurde zudem häufig zwischen Links- und Innenverteidigung hin und her verschoben. Insgesamt eine solide Saison - für seine Verhältnisse hätte aber durchaus mehr kommen dürfen.
Bewertung 6/10

Luca Netz:

Ähnlich wie Scally war auch auf Netz Verlass - und das, obwohl er Gladbachs Jüngster ist. Der Neuzugang von der Hertha machte über seine linke Seite ordentlich Dampf und verbuchte schlussendlich vier Torvorlagen.
Bewertung 7/10


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