Gladbach verliert Derby gegen Leverkusen: Die Fohlen in der Einzelkritik

Dominik Hager
Gladbach ist schwach in die Rückrunde gestartet
Gladbach ist schwach in die Rückrunde gestartet / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach hat den Restart mit einer 2:3-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen verpatzt. Die Fohlen gerieten durch die pfeilschnellen Gäste immer wieder an ihre Grenzen und lagen zwischenzeitlich sogar 0:3 zurück. Lediglich der eingewechselte Stindl konnte noch Ergebniskosmetik betreiben.


1. Jonas Omlin

Der Neuzugang musste früh hinter sich greifen, hatte aber nach dem Pfosten-Abpraller keine Chance, den Bakker-Treffer zu verhindern. Hervorragend war dafür seine Parade gegen den frei vor dem Tor stehenden Frimpong wenige Minuten später. Beim 2:0 und 3:0 der Leverkusener durch Adli und Amiri traf dem Schweizer erneut keine Schuld. Ein bitteres Comeback, für das er nicht viel konnte.

Bewertung: 6/10

2. Stefan Lainer

Stefan Laimer versuchte das Spiel über die rechte Seite anzukurbeln, jedoch blieb es eher bei einem Versuch. Häufig waren seine Zuspiele zu ungenau. Defensiv war er auch selten im Bilde, wenn Adli und Co die Pace anzogen. Wirklich nutzen konnte er seine Startelf-Chance nicht und wurde nach 56 Minuten durch Scally ersetzt.

Bewertung: 4/10

3. Ko Itakura

Der Japaner begann eigentlich stark, bekam dann aber zunehemd Probleme mit der schnellen Leverkusener Offensive und wackelte zum Teil bedenklich. Erst, als das Spiel quasi gelaufen war, fand er langsam zu gewohnter Ruhe und Souveränität zurück. Die ein oder andere gute Rettungsaktion verzeichnete er noch. Kurz vor dem Ende bereitete er den zweiten Stindl-Treffer vor.

Bewertung: 5/10

4. Nico Elvedi

Elvedi agierte unauffällig, ehe er nach knapp einer halben Stunde einen Kopfball auf das Leverkusen-Tor abgab. Ganz schwach sah der Schweizer beim 0:2 aus, bei dem er sich böse von Adli übersprinten lassen hat. Diesen Patzer hätte er in der 55. Minute beinahe vergessen gemacht, jedoch hechtete Hradecky seinen Kopfball ganz stark heraus. Sehenswert war seine Rettungsaktion gegen Frimpong kurz vor dem Ende. In Summe zeigte sich Elvedi aber zu hüftsteif und nicht energisch genug in den Zweikämpfen.

Bewertung: 3/10

5. Ramy Bensebaini

Der Algerier verlor vor dem 0:1 zunächst in der Vorwärtsbewegung den Ball und sah dann im Laufduell mit Frimpong kein Land. Es war bei Weitem nicht die einzige schwache Szene des Linksverteidigers in der ersten Halbzeit. Bensebaini sah man im zweiten Durchgang meist missgelaunt durch die Gegend streunen. Wenn er wirklich den Sprung zu einem Top-Klub machen möchte, daf er sich nicht so hängen lassen, wenn es mal nicht läuft.

Bewertung: 2/10

6. Julian Weigl

Der zentrale Mittelfeldspieler tauchte nach elf Minuten vor dem Leverkusener-Tor auf, setzte seinen Kopfball aber über das Gehäuse. Im Anschluss agierte er solide, schaffte es jedoch nicht, Tempo ins Spiel zu bekommen. Erst in der Schlussphase zeigte sich Weigl etwas energischer und hatte zumindest einen kleinen Anteil daran, dass es nochmal spannend wurde.

Bewertung: 5/10

7. Kouadio Koné

Der junge Franzose war im ersten Durchgang der auffälligste Gladbacher Mittelfeldspieler und überall auf dem Feld zu finden. Vor allem seine Dynamik ließ sich sehen, jedoch fehlte es ihm an kreativen Momenten. Im zweiten Abschnitt versuchte er noch immer, das Spiel an sich zu ziehen, nahm sich aber auch gewisse Pausen. Ab und an probierte es Koné mit Distanzschüssen, die jedoch allesamt harmlos waren.

Bewertung: 5/10

8. Jonas Hofmann

Hofmann war in der ersten Halbzeit der auffälligste Gladbacher Offensiv-Spieler und setzte seine Mitspieler häufiger gut in Szene. Dies tat er sowohl aus dem Spiel heraus, als auch mithilfe von Standards. Im zweiten Abschnitt kam vom deutschen Nationalspieler bis zu seiner Auswechslung aber dann gar nichts mehr. In Summe ein eher mäßiger Auftritt.

Bewertung: 5/10

9. Christoph Kramer

Man muss sich weiterhin die Frage stellen, ob es Sinn ergibt, Kramer in einer offensiven Rolle aufzustellen. Der Mittelfeldspieler spulte ein ordentliches Pensum ab, jedoch fehlt es ihm schlichtweg an den fußballerischen Möglichkeiten, nach vorne wirklich zählbares in die Wege zu leiten. Nach 56 Minuten war sein Arbeitstag beendet.

Bewertung: 4/10

10. Alessane Pléa

Vom Franzosen kam in der ersten Halbzeit abgesehen von einem harmlosen Schuss in der 39. Minute überhaupt nichts. Nach der Pause wurde Pléa etwas gefährlicher und markierte nach einer guten Stunde eine Doppel-Chance. Letztlich konnte er daran aber auch nicht mehr wirklich anknüpfen.

Bewertung: 4/10

11. Nathan N‘Goumou

Der Sommer-Neuzugang bekam aufgrund der Thuram-Verletzung die Chance von Beginn an. Zwar zeigte er sich sichtlich bemüht, bekam aber kaum mal Tempo in seine wenigen Aktionen. Kurz vor der Pause gab er einen vorzeigbaren Schuss aus spitzem Winkel ab, viel mehr kam dann jedoch nicht mehr von ihm. Demnach wurde er auch schon in der 56. Minute ausgewechselt.

Bewertung: 4/10

12. Lars Stindl (ab 56.)

Von Stindl kam zunächst eigentlich wenig, jedoch konnte er in der 82. Minute seine Abschluss-Qualitäten erstmals beweisen und auf 1:3 verkürzen. In der Nachspielzeit sorgte er mit einem fulminanten Kracher unter die Latte sogar nochmal für Spannung. Stindl war definitiv der beste Spieler aus Fohlen-Sicht. Unnötigerweise holte er sich kurz vor dem Ende aber Gelb ab und fehlt im nächsten Spiel.

Bewertung: 9/10

13. Joe Scally (ab 56.)

Scally übernahm den Part von Lainer und agierte eher unauffällig. Defensiv wirkte er ein wenig stabiler als sein Vorgänger, auf dem Weg nach vorne kam hingegen auch wenig produktives.

Bewertung: 5/10

14. Hannes Wolf (ab 56.)

Wolf kam nur mühsam in die Partie und konnte kaum Akzente setzen. In der 82. Minute war aber er es, der Stindl mustergültig bediente. Im Anschluss versuchte der Joker viel, agierte aber mitunter zu kompliziert.

Bewertung: 6/10

15. Patrick Herrmann (ab 77.)

Herrmann fügte sich ordentlich ein, ohne die ganz großen Akzente zu setzen. Immerhin kamen seine sieben Pässe allesamt an.

Bewertung: 5/10

16. Florian Neuhaus (ab 77.)

Neuhaus gab nach vier Monaten sein Comeback und machte einen recht abgeklärten Eindruck. Auffällige Aktionen verbuchte er aber nicht.

Bewertung: 5/10


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