Borussia Mönchengladbach

Hofmann erklärt Gladbachs Aufschwung: "System gefunden, das ganz gut zu uns passt"

Nikolas Pfannenmüller
Jonas Hofmann schoss in den letzten beiden Bundesligaspielen jeweils ein Tor.
Jonas Hofmann schoss in den letzten beiden Bundesligaspielen jeweils ein Tor. / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Nach dem misslungenen Saisonstart hat sich Borussia Mönchengladbach klar gesteigert. Aus den letzten drei Spielen konnten die Fohlen sieben Punkte ergattern. Jonas Hofmann erklärt im Interview, wie es zum Umschwung kam.


Auf der vereinseigenen Website borussia.de hat Jonas Hofmann über seine gute Form gesprochen und die Gründe für den Aufschwung des gesamten Teams in jüngster Zeit dargelegt. Aktuell ist der 29-Jährige mit drei Bundesligatoren sogar Top-Torjäger der Borussia.

Auf die Frage, ob er nach dem 34. Spieltag immer noch diese vereinsinterne Statistik anführen wolle, antwortete er: "Ob ich am Ende der Saison als Mittelfeldspieler immer noch Borussias Top-Torschütze bin, bezweifle ich eher. Ich hoffe doch sehr, dass mich der eine oder andere Stürmer in unseren Reihen bis dahin noch überholt (grinst)."

Auch losgelöst von seinen Toren ist der Wert von Jonas Hofmann für Mönchengladbach derzeit unschätzbar. Seine Leistungen werden honoriert: Im vergangenen Oktober gab der gebürtige Heidelberger in einem gestandenen Alter sein Nationalmannschaftsdebüt. Sieben weitere DFB-Einsätze sind seitdem dazugekommen, zuletzt probierte ihn Trainer Hansi Flick auf der Rechtsverteidigerposition aus.

Hofmann will eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft spielen

Der im Klub als Rechtsaußen oder halbrechts aufgebotene Mittelfeldspieler will auch künftig durch Leistung überzeugen und so relevant für die Nationalmannschaft bleiben. "Wenn man einmal die Luft bei der deutschen Nationalmannschaft geschnuppert hat, will man mehr davon, und der eigene Anspruch an sich selbst wächst auch", sagte Hofmann.

Auch bei der EM stand er im Kader, kam aufgrund einer Knieverletzung jedoch nicht zum Einsatz. "Die EM war eine Erfahrung - positiv, weil es mein erstes großes Turnier war, bei dem ich dabei sein durfte, aber auch negativ, weil ich mich dort leider verletzt habe und daher nicht zum Einsatz kommen konnte. Aber man entwickelt sich immer weiter und habe eine Gier entwickelt, auch in Zukunft weiter beim DFB dabei zu sein", gab er sich ambitioniert.

Hofmann: "Ein System gefunden, das ganz gut zu uns passt"

Mit Ausnahme des etwas überraschenden 1:1 gegen den FC Bayern zum Saisonauftakt lief der Saisonstart für die Borussia schlechter als erhofft. In Leverkusen ging man mit 0:4 unter, bei Union Berlin setzte es eine verdiente 1:2-Niederlage. Beim 0:1 in Augsburg erfüllte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter ebenfalls nicht die Erwartungen.

"Wir haben zu Beginn noch nicht den Fußball gespielt, den wir uns vorstellen, haben vor allem zu viele Gegentore kassiert. In den letzten vier, fünf Spielen haben wir ein System gefunden, das ganz gut zu uns passt", schilderte Hofmann. "Das heißt nicht, dass wir uns darauf beschränken werden", fügte er hinzu, aber momentan gebe es wenig Grund, etwas zu verändern.

Am Samstagabend um 18.30 Uhr muss Mönchengladbach in Berlin gegen die Hertha antreten. Das Ziel ist der zweite Auswärtserfolg der Saison. "Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen können wir dort voller Selbstvertrauen hinfahren und unser Ziel ist es natürlich, dort zu gewinnen", bekundete Hofmann.

Unterschätzen sollte man die Hertha allerdings nicht, vor allem nach deren 2:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende. Das weiß auch Hofmann: "Ich finde es gut, dass die Berliner am vergangenen Wochenende gewonnen haben - so sind unsere Sinne noch einmal geschärft. Niemand wird auf den Gedanken kommen, dass wir die drei Punkte dort im Vorbeigehen mitnehmen könnten", sagte er.

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