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Borussia Mönchengladbach

Gladbach verliert mal wieder in Augsburg: Die Spieler der Borussia in der Einzelkritik

Christian Gaul
Viel Kampf in Augsburg
Viel Kampf in Augsburg / Sebastian Widmann/Getty Images
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Am Samstagnachmittag musste die Borussia beim FC Augsburg antreten. Dabei setzte es nicht nur das traditionell unansehnliche Spiel, sondern auch die zu erwartende Niederlage.

Tor:
1:0 Niederlechner (80.)

Gladbachs Trainer Adi Hütter überraschte zu Beginn mit einem 4-3-3, wobei Scally links und Beyer rechts verteidigen sollten. Stindl war auf der Zehn zu finden, während Netz und Herrmann die offensiven Flügel besetzten.

Im ereignisarmen ersten Durchgang stand die Borussia weitestgehend stabil, wenn die Augsburger nicht gerade eine Standardsituation ausführten.

Im zweiten Abschnitt konnte Gladbach zunehmend dominanter auftreten, doch die eigenen Angriffsaktionen hielten sich weiterhin in Grenzen. Folgerichtig kassierte man nach einem individuellen Fehler das Gegentor und verlor die Partie letztlich.

Die Gladbacher Spieler in der Einzelkritik

1. Torwart und Abwehr

Andi Zeqiri, Nico Elvedi
Nico Elvedi leistete sich einen kapitalen Aussetzer / Sebastian Widmann/Getty Images

Yann Sommer: War zunächst kaum gefordert und hatte im ersten Durchgang einmal Pfostenglück nach einem tückischen Augsburger Freistoß. Auch im zweiten Durchgang quasi ohne Beschäftigung und machtlos beim 0:1.
Note: 7/10

Jordan Beyer: Stand weitestgehend stabil, konnte offensiv über seine Seite jedoch wenig bewirken. Ist einfach besser als Innenverteidiger aufgehoben. Note: 5/10

Matthias Ginter: Solide Vorstellung des Gladbacher Abwehrchefs. Ließ sich jedoch einmal ziemlich stümperhaft von Vargas düpieren.
Note: 7/10

Nico Elvedi: Zeigte sich wieder einmal konzentriert und bissig im Zweikampf - bis er dann schläfrig das 0:1 verschuldete.
Note: 5/10

Joe Scally: Erneut überzeugende Vorstellung des Youngsters, auch wenn er wieder lange auf der "falschen" Seite ranmusste. Starke Aktion gegen den Augsburger Zeqiri.
Note: 7/10

2. Mittelfeld

Florian Neuhaus
Florian Neuhaus blieb erneut unter seinen Möglichkeiten / Lars Baron/Getty Images

Florian Neuhaus: Hätte er in den ersten 45 Minuten nicht zwei unglückliche Aktionen gehabt, wäre er komplett unsichtbar geblieben. Fast mit einem folgenschweren Ballverlust gegen Vargas. Im zweiten Durchgang ein wenig besser, doch immer noch ohne Vertrauen in seine Zuspiele erwecken zu können. Blieb eigentlich zu lange auf dem Feld und wurde erst fünf Minute vor dem Ende durch Bénes ersetzt.
Note: 3/10

Denis Zakaria: War ein Aktivposten der ersten Hälfte und leistete einige Kilometer ab. Auch im zweiten Durchgang überall zu finden. Klar der beste Borusse an diesem Nachmittag.
Note: 8/10

Lars Stindl: Gab diesmal den Zehner und musste sich oft zu tief fallen lassen, um Aktionen zu initiieren. Hatte daher kaum Präsenz in seiner Kernzone.
Note: 6/10

3. Angriff

Patrick Hermann
Patrick Hermann konnte kaum Akzente setzen / Frederic Scheidemann/Getty Images

Patrick Herrmann: Die Motivation war dem Urgestein anzumerken, doch zunächst fanden seine ungenauen Hereingaben aus dem Spiel heraus und nach seinen Standards keinen Abnehmer. Im zweiten Durchgang nahezu unsichtbar.
Note: 6/10

Alassane Plea: Versuchte sich immer wieder in die Gladbacher Angriffe einzubinden, blieb aber ohne den nötigen Durchschlag. Machte zudem kaum Bälle fest.
Note: 6/10

Luca Netz: War selten in das Offensiv-Spiel eingebunden, zu viel lief über die rechte Seite. Verzettelte sich dabei oft in Einzelaktionen. Wurde zur Pause ausgewechselt.
Note: 4/10

4. Einwechselspieler

Hannes Wolf
Hannes Wolf kam zum zweiten Durchgang / Joosep Martinson/Getty Images

Hannes Wolf (ab 46.): Fügte sich gleich ehrgeizig ein und übernahm die Standards - diese kamen jedoch kaum besser als bei Herrmann zuvor. Konnte sich offensiv kaum in Szene setzen.
Note: 6/10

Breel Embolo (ab 80.): Sollte die Niederlage abwenden, kam aber zu spät in die Partie.
Ohne Wertung

Lászlo Bénes (ab 84.): Ohne Wertung

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