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Borussia Mönchengladbach

Gladbach gegen Dortmund unter Druck: Die voraussichtliche Aufstellung der Borussia

Christian Gaul
Adi Hütter will seinen Vorgänger überraschen
Adi Hütter will seinen Vorgänger überraschen / Pool/Getty Images
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Am Samstagabend kommt es zum großen Wiedersehen im Borussia-Park, wenn Ex-Trainer Marco Rose mit dem BVB bei der Borussia zu Gast sein wird. Gladbachs Trainer Adi Hütter kann dabei wohl auf den genesenen Jonas Hofmann setzen.


Die spannendste Frage vor dem Wiedersehen mit Ex-Trainer Marco Rose wird wohl von der Tribüne aus beantwortet werden: Wie groß wird das Pfeifkonzert der Gladbacher Anhänger ausfallen, wenn sich der "Täuscher und Blender" wieder im Borussia-Park einfinden wird? Besondere Fan-Aktionen sind geplant, Rose soll "herzlich empfangen" werden.

"Es ist nicht das Spiel von Borussia gegen Marco Rose. Es wäre schön, wenn wir alle unsere Kraft bündeln, um diesen schweren Gegner zu schlagen, anstatt uns in diesen Kleinkrieg zu begeben. Ich freue mich sehr, Marco zu sehen", wollte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor der Partie diesbezüglich wissen lassen.

"Alles was in die Richtung persönlicher Bedrohungen geht, wie damals in Hoffenheim ("Fadenkreuz-Plakate", Anm. der Redaktion), dann würden Grenzen überschritten werden. Wir haben aber viel mit den Ultras gesprochen und vertrauen den Menschen, dass sie ihren Unmut kreativ äußern. Wie gesagt, wir sollten uns auf unsere Mannschaft konzentrieren.

Auf dem Platz muss die Borussia die bescheidene Form aus den letzten Wochen schleunigst vergessen machen, um den BVB in Gefahr bringen zu können und sich selbst nicht von Erling Haaland plus zehn überrollen zu lassen.

Personell kann Trainer Adi Hütter dabei wohl wieder auf einen Einsatz von Jonas Hofmann bauen.

Hofmann wieder einsatzbereit - Bensebaini mit Rückschlag

"Bei Jonas Hofmann sieht es gut aus. Er hat gestern und heute Vormittag einen guten Eindruck gemacht und wir können davon ausgehen, dass er zu einhundert Prozent einsatzbereit ist", konnte Hütter eine positive Meldung verkünden.

Marcus Thuram befindet sich zwar wieder im leichten Lauftraining, wird gegen Dortmund allerdings noch nicht zurückkehren können. Bei Ramy Bensebaini "könnte es sein, dass er ausfällt", wie Hütter erklärte. Der Algerier kam aus einer Verletzung und hatte sich am Mittwoch einen neuerlichen Schlag zugezogen.

Stevie Lainer ist ohnehin längerfristig außer Gefecht gesetzt, demnach könnten wieder einige Youngster eine Rolle gegen Dortmund spielen.

Jonas Hofmann
Jonas Hofmann kann gegen Dortmund spielen / Frederic Scheidemann/Getty Images

Generell ist fraglich, welches System Hütter wählen wird. Die Parallelen zu seinem Fehlstart bei Eintracht Frankfurt sind hierbei zu erwähnen. Denn Hütter begann seine Zeit bei den Hessen ebenfalls mit nur vier Punkten aus den ersten fünf Ligaspielen. Auch damals ließ er in dieser Phase einmal mit Dreierkette und viermal mit Viererkette spielen, bevor er dauerhaft auf sein in der Folge erfolgreiches 3-4-2-1 oder 3-5-2 setzte.

Wiederholt Hütter diese Herangehensweise nun auch in Gladbach? Die Möglichkeiten sind trotz der Ausfälle gegeben.

Nimmt man die gesetzten Spieler wie Yann Sommer, Matthias Ginter und Nico Elvedi, der trotz seines entscheidenden Fehlers in Augsburg nicht nur laut Hütter "ein hervorragendes Spiel" machte, oder auch Denis Zakaria, Lars Stindl, Jonas Hofmann und den mittlerweile sich festgespielten Joe Scally, dann bleiben personell nicht mehr viele Fragen offen.

Letztlich wird Florian Neuhaus um einen Einsatz in der Startelf bangen müssen. Hütter erkannte zwar, dass der Mittelfeld-Regisseur "schon besser spielte", doch attestierte der Trainer auch, dass Neuhaus "beißen und kämpfen" würde, um wieder bessere Auftritte hinzulegen - Christoph Kramer stünde als Alternative bereit.

Mit Manu Koné und Breel Embolo hätte Hütter zwei weitere Spieler, die seiner Meinung nach "absolut ein Thema für Samstag" sein können. Dass Koné direkt in der Startelf auftauchen wird, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Embolo könnte hingegen statt dem zuletzt glücklosen Plea beginnen. Hannes Wolf, Patrick Herrmann oder Lászlo Bénes dürfen sich ebenfalls Chancen auf die Startelf ausrechnen.

Die voraussichtliche Gladbach-Aufstellung gegen den BVB:

Im 4-2-3-1:

Sommer - Scally, Ginter, Elvedi, Netz - Zakaria, Neuhaus - Hofmann, Stindl, Wolf - Embolo

Im 3-4-2-1:

Sommer - Beyer, Ginter, Elvedi - Scally, Zakaria, Neuhaus, Netz - Hofmann, Stindl - Embolo

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