Gareth Southgate lässt Zukunft bei Three Lions weiter offen: "Es hat so viel Energie gekostet"

Simon Zimmermann
Gareth Southgate musste mit England das Viertelfinal-Aus verkraften
Gareth Southgate musste mit England das Viertelfinal-Aus verkraften / James Williamson - AMA/GettyImages
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Gareth Southgate hat nach dem WM-Aus mit England offen gelassen, ob er als Trainer der Three Lions weitermachen möchte. Der 52-Jährige blickte auf die vergangenen 18 Monate und erklärte, wie hart sie für ihn gewesen seien.


Die Three Lions sind nach einer knappen 1:2-Niederlage gegen Titelverteidiger Frankreich im WM-Viertelfinale ausgeschieden. Der Elfmeter-Fehlschuss von Harry Kane besiegelte das bittere Aus der Three Lions.

Trainer Gareth Southgate möchte nach der WM überdenken, ob er weiterhin Trainer der Three Lions bleiben möchte. Sein Vertrag ist noch bis nach der kommenden EM 2024 gültig.

"Ich habe große Teile der letzten 18 Monate als schwierig empfunden", sagte Southgate. "Bei allem, was ich an den letzten Wochen geliebt habe, habe ich immer noch das Gefühl, dass die Dinge 18 Monate lang so waren - was gesagt und geschrieben wurde, die Nacht in Wolves", so der 52-Jährige weiter.

Mit der "Nacht in Wolves" meinte er das 0:4 gegen Ungarn Mitte Juni in der Nations League. Im Anschluss wurde Southgate heftig kritisiert. Viele forderten seine Ablösung.

"Es gibt viele Dinge in meinem Kopf, die im Moment sehr widersprüchlich sind, und ich möchte sichergehen, dass ich die Energie habe, das zu tun, wenn es das Richtige ist, zu bleiben. Bei den letzten Turnieren war es schwierig, meine Emotionen in den folgenden Wochen richtig zu verarbeiten. Es hat so viel Energie gekostet, und es geht einem so viel durch den Kopf", so Southgate.

"Ich möchte so oder so die richtige Entscheidung treffen, denn es muss die richtige Entscheidung sein, weiterzumachen oder nicht weiterzumachen - und ich glaube nicht, dass heute der richtige Zeitpunkt ist, um eine solche Entscheidung zu treffen. Genauso wenig wie die nächsten paar Tage", meinte er weiter.

Es bleibt vorerst also offen, ob Southgate England zur kommenden Europameisterschaft führen wird.


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