Für Schalke geht es in diesen Wochen um das Wahren der Träumerei!

Auf Christian Gross und Schalke warten vorentscheidende Wochen
Auf Christian Gross und Schalke warten vorentscheidende Wochen / INA FASSBENDER/Getty Images
facebooktwitterreddit

Nachdem auch das Derby verloren ging, steht Schalke endgültig vor dem schon häufig beschworenen Scheideweg. Gelingt es über die nächsten drei, vier Partien nicht, genügend Punkte für den Anschluss an den Relegationsplatz zu sammeln, ist auch der letzte Funke Hoffnung erloschen.

Schon bei mehreren Spielen hieß es für Schalke 04, entweder man holt nun drei Punkte, oder es wird nicht mehr genügend Gelegenheiten zur Aufholjagd geben. Besonders im Kopf geblieben ist die Dezember-Woche mit Duellen gegen direkte Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel und die Partie gegen den 1. FC Köln am 17. Spieltag. Zum jeweiligen Zeitpunkt galten sie als der markante "point of no return".


JETZT KAUFEN: Cooler Schalke-Hoodie für 30 EUR statt 50 EUR!


So vermessen es bei den bisherigen Leistungen auch klingt, so wahr ist es auch: Königsblau hat noch immer Chancen auf den Klassenerhalt. Sie schwinden wöchentlich und sie sind bereits massiv geschrumpft, doch es gibt sie noch. Neun Punkte aus 22 Spielen, katastrophal schlecht. Derzeit sind es weitere neun Punkte als Abstand zum Relegationsplatz. Heißt: Mindestens dreimal mehr gewinnen, als die direkte Konkurrenz.

Schalke-Maskottchen Erwin kann auch nicht mehr zuschauen...
Schalke-Maskottchen Erwin kann auch nicht mehr zuschauen... / Lars Baron/Getty Images

Christian Gross und seine Spieler geben sich sowohl vor als auch nach jedem Spiel kämpferisch. Man glaube noch immer an die Rettung, man gebe nicht auf, man kämpfe "bis zum vielleicht bitteren Ende", so der Coach zuletzt. Ob da mehr die Phrasen oder tatsächlich die Überzeugung aus den Verantwortlichen spricht, ist von außen schwer zu sagen. Eines gilt es aber festzuhalten: Noch können sie sich kämpferisch geben.

Nach den nächsten drei, vier Spielen könnte das ganz anders aussehen.

Das aktuelle Schalker Ziel: Chance auf eine Aufholjagd wahren

In dieser Phase der Saison geht es für den S04 primär darum, sich überhaupt die theoretische Chance auf den Relegationsplatz zu sichern. Schon längst kann nicht mehr der Klassenerhalt als solcher das Ziel sein, es ist die rechnerische Möglichkeit zum Aufschließen geworden.

Und um diese Möglichkeit geht es in den nächsten Spielen. Am Samstag wartet der VfB Stuttgart, ein Aufsteiger, der im Normalfall geschlagen werden müsste und dennoch so enteilt scheint. Am Freitag darauf kommt es zum direkten Duell mit Mainz 05, das sich dank guter Auftritte und mehrerer Punkte aus den letzten Wochen berechtigte Hoffnungen auf einen Schlusssprint machen darf. Anschließend, warten der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach.

Schalke steht längst mit dem Rücken zur Wand
Schalke steht längst mit dem Rücken zur Wand / LEON KUEGELER/Getty Images

Auch, wenn man es als Schalker schon häufig gehört hat: Es werden vorentscheidende Wochen. Nicht vielleicht, nicht womöglich - sondern tatsächlich. Der unbedingt notwendige Auftrag ist klar: Über diese vier Spiele muss es geschafft werden, dass man an den 16. Tabellenplatz spürbar heranrücken kann. Nur so ist es überhaupt noch möglich, in einem Schlusssprint - wenn am Ende vergleichsweise eher leichtere Gegner kommen - noch ganz wichtige Zähler mitzunehmen.

Raus aus der Theorie, rein in die Praxis: Dass dieser so bedeutsame Zwischenschritt gelingt, ist äußerst unrealistisch. Zum einen, weil den Gelsenkirchenern in der aktuellen Verfassung mitsamt des Verletzungspechs kein einziger Sieg realistisch zuzutrauen ist. Egal, gegen wen es geht. Zum anderen, weil Konkurrenten wie ein aufstrebendes Mainz in den gleichen Wochen analog ein (zumindest auf dem Papier) spürbar einfacheres Programm vor sich haben.

Es droht der finale Schritt, bevor der Abstieg früher oder später auch rechnerisch feststeht: Die Lücke zwischen Platz 18 und dem eventuell rettenden Ufer könnte noch weiter auseinanderklaffen. Holt Schalke in diesen Wochen nicht mindestens vier, fünf, gar sechs Punkte mehr als Mainz und natürlich auch Arminia Bielefeld, braucht auch der Fan mit der größten blau-weißen Brille nicht mehr an den Klassenerhalt zu glauben.