Bundesliga

Fredi Bobic als Wunschkandidat der Hertha

Yannik Möller
Fredi Bobic gilt als Wunschlösung der Hertha
Fredi Bobic gilt als Wunschlösung der Hertha / Christof Koepsel/Getty Images
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Nach erfolgreichen Jahren in Frankfurt soll Fredi Bobic bei Hertha BSC als Wunschkandidat für den - nach der Entlassung von Michael Preetz - vakanten Posten als Sport-Geschäftsführer ausgemacht worden sein. Dabei hat er auch eine eigene Berlin-Vergangenheit.

Schon seit Jahren macht Fredi Bobic bei Eintracht Frankfurt einen sehr guten Job. Im Sommer 2016 wurde er zum Sportvorstand des Klubs befördert, seitdem entwickelte sich die SGE sehr schnell weiter, ist gefestigt und immer ein Konkurrent um die Europa-League-Plätze.

Eine Entwicklung, die man auch bei Hertha BSC erleben und anstoßen möchte. Nach dem Aus von Michael Preetz, der seit 2009 den Posten als Sport-Geschäftsführer ausübte und zusammen mit Trainer Bruno Labbadia freigestellt wurde, besteht auf der Führungsebene Handlungsbedarf. Einige Kandidaten soll es bereits geben und laut Sport Bild steht Bobic auf der Wunschliste des Hauptstadtklubs sehr weit oben.

Bobic leistet als Sportvorstand der Eintracht seit Jahren gute Arbeit
Bobic leistet als Sportvorstand der Eintracht seit Jahren gute Arbeit / Alex Grimm/Getty Images

Bobic ein Wunschkandidat bei Hertha BSC - Frankfurt-Projekt nur schwer zu verlassen

Aber nicht nur die gute Vereins- und Transfer-Politik im Hintergrund sprechen aus Berlin-Sicht für den 49-Jährigen. Auch sein öffentliches Auftreten, stets besonnen, bedacht und professionell, würde der Alten Dame sehr gut zu Gesicht stehen. Über die letzten ein, zwei Jahre hat man sich in der Hauptstadt bei der Außendarstellung schließlich ein ums andere Mal nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert.

Ein erstes positives Zeichen: Bobic soll die Hertha auch als einen interessanten Verein ansehen. Vergleichsweise viel finanzieller Handlungsspielraum, eine große Masse, die bewegt werden könnte und das so oft zitierte riesige Potenzial, das der BSC mitbringt - für einen Manager eine verständlicherweise reizvolle Position.

Dazu kommt, dass der Eintracht-Macher auch eine Berliner Vergangenheit hat. Von 2003 bis 2005 spielte er für den Klub, passenderweise mit dem neuen alten Trainer Pal Dardai und Arne Friedrich, der das Preetz-Amt derzeit kommissarisch übernimmt, zusammen.

Fredi Bobic als Hertha-Spieler
Fredi Bobic als Hertha-Spieler / JOHN MACDOUGALL/Getty Images

Allerdings bräuchte es schon eine sehr große Überzeugungsarbeit seitens der Berliner, um Bobic aus Frankfurt loszueisen. Dort hat er nicht nur einen Vertrag bis 2023, sondern auch ein für sich und den gesamten Verein funktionierendes Gesamtkonstrukt aufgebaut, das überaus stabil und vor allem in dieser Rückrunde wieder erfolgsversprechend zu sein scheint. Dass seine Familie bereits in Berlin lebt, könnte zwar ein positiver Aspekt bei einem etwaigen Hertha-Angebot sein, aber kein ausschlaggebender Punkt.

Ohnehin ist er nicht der einzige Kandidat, mit dem man sich beschäftigt. Besonders Ralf Rangnick wird immer genannt, auch wenn er offenbar nicht die ganz große Lust verspürt, bei der Hertha sein neues Projekt zu starten. Alexander Rosen von der TSG Hoffenheim sowie Christoph Freund von RB Salzburg werden von der Sport Bild ebenfalls genannt.

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