Frankreichs B-Elf enttäuscht gegen Tunesien: Die Noten und Einzelkritik für "Les Bleus"

Oscar Nolte
Ibrahima Konate
Ibrahima Konate / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Titelverteidiger Frankreich steht als Gruppensieger im Achtelfinale der WM. Gegen Tunesien ließ Nationaltrainer Didier Deschamps seine B-Elf ran, die aber trotzdem noch mit Top-Stars gespickt ist. Die Noten und Einzelkritik für "Les Bleus" nach der 1:0-Pleite.


1. Steve Mandanda - 5/10

Steve Mandanda hatte gegen Tunesien Probleme bei hohen Bällen und Flanken. Auszeichnen konnte sich der 37-Jährige mit einer Parade gegen Tunesiens Khazri.

Beim Tor aus kurzer Distanz war Mandanda dann machtlos.

2. Axel Disasi - 5/10

Wie erwartet wusste Axel Disasi defensiv zu überzeugen, blieb aber in der Offensive blass. In der Rückwärtsbewegung offenbarte der Außenverteidiger der AS Monaco Schwächen und ließ den Tunesiern über seine Seite allzu häufig viel Raum bei Kontern.

3. Raphael Varane - 5/10

Raphaël Varane hatte die Rolle des Abwehrchefs und musste viele tunesische Flanken wegverteidigen. Dabei überzeugte Varane mit einem starken Kopfballspiel, einem oft guten Nachsetzen und insgesamt einer guten Ordnung seiner Nebenmänner.

Beim Tor hätte Varane aber besser aussehen können, da er von Khazri mit einem Haken leicht stehengelassen wurde.

4. Ibrahima Konate - 7/10

Starke Leistung von Ibrahima Konaté. Der Verteidiger vom FC Liverpool hatte immer das richtige Timing und bestach mit seinem Positionsspiel. Der einzige Franzose, der an diesem Nachmittag auf wirklich gutem Niveau unterwegs war.

5. Eduardo Camavinga - 3/10

Eduardo Camavinga musste auf der ungewohnten Linksverteidiger-Position aushelfen.

Der Mittelfeldspieler von Real Madrid hatte große Probleme mit der Defensiv-Arbeit. Camavinga beging viele Fouls und es fehlte ihm an Körpereinsatz in den Zweikämpfen.

6. Jordan Veretout - 3/10

Jordan Veretout blieb blass. Nach einem unaufgeregten und wenig überzeugenden Auftritt in der französischen Zentrale, nahm Deschamps Veretout nach einer Stunde vom Platz. Wirklich empfehlen für weitere Einsätze im Turnierverlauf konnte sich der Mittelfeldspieler von Olympique Marseille nicht.

7. Youssouf Fofana - 4/10

Im Gegensatz zu Veretout konnte Youssouf Fofana das Spiel schon etwas mehr beleben. Der Mittelfeldmann von der AS Monaco brach immer wieder das Mittelfeld auf und war insgesamt präsenter als Veretout.

Beim Führungstreffer der Tunesier lief Fofana allerdings nicht mit zurück, sondern reklamierte Foulspiel; ein böser Schnitzer.

8. Aurelien Tchouameni - 5/10

Einer der wenigen gesetzten Franzosen, die auch gegen Tunesien von Beginn an spielten. Musste einige Fehler seiner Kollegen ausbessern und tauchte nach dem Seitenwechsel komplett ab. Trotzdem noch einer der besseren Franzosen an diesem Nachmittag.

9. Matteo Guendouzi - 3/10

Guendouzi fiel gegen Tunesien mit vielen Sicherheitsbällen auf und blieb somit größtenteils unsichtbar.

Dem Mittelfeldspieler von Olympique Marseille muss man allerdings auch zugute halten, dass er im zentralen Mittelfeld zuhause ist; gegen Tunesien musste Guendouzi auf halbrechts ausweichen.

10. Kingsley Coman - 4/10

Als Ersatz für Ousmane Dembele fiel Kingsley Coman deutlich ab. Der Angreifer vom FC Bayern versuchte es zwar immer wieder mit Dribblings oder Tempoläufen, brachte dabei allerdings sehr wenig zustande. Für mehr Einsätze von Beginn an konnte sich Coman nicht empfehlen.

11. Randal Kolo Muani - 4/10

Bei seinem ersten WM-Spiel überhaupt merkte man Kolo Muani die Aufregung an. Der Stürmer von Eintracht Frankfurt traf oft die falschen Entscheidungen und probierte es meist mit dem komplizierten Weg. Zu selten brachte der Shootingstar mal seine PS auf den Rasen und sorgte mit seiner Geschwindigkeit für Gefahr.


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