FC Liverpool: CL-Einzug ist gefährdet - "Werden sich selbst in Frage stellen"

Georginio Wijnaldum (l.) und Moahemd Salah.
Georginio Wijnaldum (l.) und Moahemd Salah. / LAURENCE GRIFFITHS/Getty Images
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Nach der Niederlage im Derby gegen den FC Everton ist der FC Liverpool am vorläufigen Tiefpunkt angekommen. Trotz insgesamt ordentlicher Leistungen gibt es eine Niederlage nach der anderen. Sogar die Champions League ist inzwischen gefährdet. Die Reds wollen aber keine "Opferrolle", sondern zeigen sich kämpferisch.

0:2 gegen den FC Everton - die Zweifel beim FC Liverpool wachsen langsam aber sicher. Es war die vierte Niederlage in der Premier League in Folge und sie kam erneut durch altbekannte Probleme zustande: Everton verteidigte tief und Liverpool fand im Angriff keine Mittel, in der Defensive leisteten sie sich dafür aber Fehler, die der Gegner eiskalt ausnutzte. "Wenn wir einen Fehler machen, trifft unser Gegner zu 100 Prozent. Wenn wir ihn zu einem Fehler zwingen, heißt das aber nicht, dass wir sofort treffen", fasste es Trainer Jürgen Klopp via liverpoolfc.com zusammen.

Dabei spielen natürlich auch Verletzungen eine Rolle, gerade in der Innenverteidigung. Dafür wurde im Winter Ozan Kabak vom FC Schalke verpflichtet, der aber bislang nicht wirklich überzeugte. "Die gute Nachricht für Ozan Kabak: es kann nicht viel schlechter werden", titelte der Guardian nach dem Everton-Spiel vernichtend. Zu allem Überfluss wird Liverpool jetzt wohl auch noch Kapitän Jordan Henderson fehlen, der im Merseyside-Derby verletzt raus musste.

Wenger bestätigt Klopp: "Können im Moment nicht treffen"

"Sie werden sich jetzt selbst in Frage stellen", sagte Arsene Wenger, der am Samstagabend als TV-Experte für beIN Sports tätig war: "Ihre Performance heute war ganz okay, aber sie können im Moment nicht treffen." Auch wenn es nicht hilft, dürfte es Klopp gut tun, wenn eine Trainer-Legende wie Wenger das bestätigt, was er seit Wochen predigt: Die Leistungen stimmen, aber es fehlen eben die letzten paar Prozentpunkte, um das auch in einen Sieg umzumünzen.

Was also tun? Georginio Wijnaldum jedenfalls will sich nicht in eine "Opferrolle" drängen lassen, denn dann "wird alles nur noch schlimmer." "Alles, was wir jetzt tun können, ist alles zu geben, versuchen, selbstbewusst zu bleiben und hart arbeiten, um die Saison zu einem guten Ende zu kriegen", sagte der Mittelfeldspieler.

Georginio Wijnaldum.
Georginio Wijnaldum. / Laurence Griffiths/Getty Images

Liverpools Ziele sind zwar gefährdet, noch aber nicht verloren. Die Titelverteidigung ist nach menschlichem Ermessen nicht mehr möglich, das ist längst abgehakt. Ansonsten sind es aber nur drei Punkte Rückstand auf den ersten Champions-League-Platz und auch wenn der am Sonntag noch auf fünf Zähler ansteigt, ist weiterhin alles drin. Es ist das Mindestziel für die Reds und sie können es noch erreichen, wenn sie sich bald fangen.

Klopp will es "wieder und wieder" versuchen

Dass es geht, hat Liverpool unter der Woche in der Champions League gegen RB Leipzig gezeigt. Da hat die Klopp-Elf Fehler des Gegners eiskalt genutzt und defensiv gut gespielt. "Die Jungs wollen immer noch, ich sehe das", sagte Klopp am Samstag mit dem Blick nach vorn: "Der einzige Weg, den ich kenne, ist es wieder und wieder und wieder zu versuchen." In der Premier League geht es jetzt gegen Sheffield und Fulham, beides Teams aus der Abstiegszone. Danach kann es schon viel besser aussehen - oder auch die Champions League in weiter ferne sein.