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FC Bayern zerlegt Mainz 05: Die Münchner in der Einzelkritik

Dominik Hager
Der FC Bayern hat es gegen Mainz 05 krachen lassen.
Der FC Bayern hat es gegen Mainz 05 krachen lassen. / Adam Pretty/GettyImages
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Der FC Bayern hat gegen Mainz ein weiteres Offensiv-Feuerwerk abgefackelt und ein souveränes 6:2 eingefahren. Trotz der ein oder anderen defensiven Schwäche, machten die Münchner wieder mächtig Laune und erspielten sich Chance um Chance. Wir wir werfen einen Blick auf die Einzelkritik.

1. Sven Ulreich

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CHRISTOF STACHE/GettyImages

Ulreich musste in der sechsten Minute zum ersten Mal gegen einen Abschluss von Onisiwo eingreifen, jedoch stellte ihn der zu mittige Schuss nicht vor Schwierigkeiten. Der Keeper segelte kurz vor der Pause vermeintlich an einer Flanke vorbei und traf Burkardt im Gesicht, was einen strittigen Elfmeterpfiff nach sich zog. Der Keeper hielt den Strafstoß jedoch, womit er seinen “Fehler“ korrigierte. Bei der anschließenden Ecke traf dann allerdings Widmer per Kopf. Während ihm bei diesem Gegentreffer eher keine Schuld traf, verschuldete er das 2:5 mit einem ziemlich üblen Fehlpass.

Bewertung: 3/10

2. Noussair Mazraoui

Noussair Mazraoui
Adam Pretty/GettyImages

Der Marokkaner agierte in der ersten Halbzeit eher unauffällig und konnte offensiv keine entscheidenden Akzente setzen. Kurz nach der Pause wurde er mit einem fehlerhaften Stellungsspiel gegen Onisiwo auffällig. Im Anschluss drehte der Rechtsverteidiger jedoch auf und bereitete erst den Pfostentreffer von Choupo-Moting vor und war anschließend an der Entstehung zum 4:1 beteiligt. In der 65. Minute wurde er per Kopf selbst gefährlich. Mazraoui rückte häufig ins Zentrum und überzeugte dort mit seinem Passspiel.

Bewertung: 7/10

3. Dayot Upamecano

Dayot Upamecano
Adam Pretty/GettyImages

Der französische Innenverteidiger ließ Onisiwo bei dessen Chance in der sechsten Minute zu leicht entkommen. Mit seiner Athletik und Schnelligkeit konnte er im Anschluss jedoch die meisten brenzligen Szenen klären. Beim Kopfballtreffer von Widmer ließ er jedoch diesen zu leicht entwischen. In Summe hat man Upamecano schon mal souveräner erlebt, wirklich große Fehler leistete er sich aber nicht.

Bewertung: 6/10

4. Matthijs de Ligt

Der Holländer begann solide und abgeklärt, stand dann jedoch bei der Mainzer Doppel-Aluminium-Chance zu weit weg von Jonathan Burkardt. In der turbulenten Endphase geriet de Ligt ein wenig in Not und verletzte sich bei einem harten Zweikampf mit Onisiwo am Oberschenkel. Eine Auswechslung in der Halbzeit war die Folge.

Bewertung: 6/10

5. Alphonso Davies

FC Bayern Muenchen v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga
Franz Kirchmayr/GettyImages

Alphonso Davies brachte immer wieder viel Schwung ins Offensivspiel und war an der Entstehung des Treffers zum 2:0 beteiligt. Dafür ließ er seine Seite zu weit offen, als Widmer die Mainzer Doppel-Chance per Flanke einleitete. Im zweiten Durchgang markierte Davies offensiv keine wirklich entscheidenden Szenen, zeigte sich aber stark in den Zweikämpfen und zog zahlreiche Freistöße.

Bewertung: 7/10

6. Joshua Kimmich

FC Bayern Muenchen v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga
Franz Kirchmayr/GettyImages

Joshua Kimmich schlug im ersten Durchgang zahlreiche starke Pässe und eröffnete damit das Spiel mustergültig. 96 Prozent angekommene Bälle und acht von acht angekommene lange Zuspiele sind schlichtweg Weltklasse. Bei den direkten Zweikämpfen agierte der 27-Jährige ebenfalls stark, jedoch kam er das ein oder andere Mal zu spät in diese.

Bewertung: 8/10

7. Leon Goretzka

Leon Goretzka
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Leon Goretzka absolvierte zunächst eine solide, kontrollierte, aber eher unauffällige Partie. 93 Prozent angekommene Bälle untermalen, dass er sich im Passpiel deutlich stabilisiert hat. Nach knapp einer Stunde konnte er dann sein Highlight setzen, indem er eine Mané-Flanke wuchtig zum 4:1 in die Maschen köpfte.

Bewertung: 8/10

8. Serge Gnabry

Serge Gnabry, Eric Maxim Choupo-Moting
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Gnabry bestätigte die Form der letzten Wochen und setzte bereits nach drei Minuten erstmals Mané schön in Szene. Drei Minuten später war er es dann, der ein Mané-Zuspiel eiskalt zum 1:0 verwerten konnte. Der deutsche Nationalspieler machte munter weiter und war auch in der Entstehung des 2:0 beteiligt. In der zweiten Halbzeit war Gnabry nicht mehr ganz so auffällig und vergab seine einzige Chance nach Musiala-Vorlage ein wenig schwächlich. Nach knapp einer Stunde war sein Arbeitstag beendet.

Bewertung: 8/10

9. Jamal Musiala

Jamal Musiala
Adam Pretty/GettyImages

Jamal Musiala war am 1:0 beteiligt, indem er den Ball für Gnabry durchließ. In der 17. Minute kam er dann selbst zum ersten Mal zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch. Besser machte er es in der 28. Minute, als er mit einem präzisen Schuss aus 18 Metern traf. Musiala eröffnete das Spiel zudem häufig mit sehenswerten Pässen und zeigte zum Teil atemberaubende technische Fähigkeiten. In der zweiten Halbzeit setzte er einmal Gnabry gut in Szene und scheiterte in der 61. Minute nach einem sensationellen Solo an Zentner und der Latte. Beeindruckend sind 92 Prozent angekommenen Pässe, obwohl er häufig das Risiko wählte.

Bewertung: 9/10

10. Sadio Mané

Sadio Mane
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Der Star-Neuzugang findet zunehmend zur Top-Form. Gleich zu Beginn gab er mit einem genauen Zuspiel den Assist zum Gnabry-Treffer. Im Anschluss belebte er das Offensivspiel weiter, selbst wenn einige Leichtsinnsfehler in seinem Spiel dabei waren. Dafür holte er den Elfmeter in der 42. Minute heraus, den er im Nachschuss selbst verwandeln konnte. In der zweiten Hälfte kam er in der 56. und 57. Minute gefährlich zum Abschluss und gab die Flanke zum Goretzka-Treffer. Sehr starker Auftritt, zumal er auch beim Anlaufen mächtig Betrieb machte.

Bewertung: 9/10

11. Eric Maxim Choupo-Moting

Eric Maxim Choupo-Moting
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Der Mittelstürmer hatte nicht wirklich viele Ballkontakte, leitete das Leder jedoch immer wieder gut weiter, wenn er ins Spiel einbezogen wurde. Auf diese Weise bediente er auch Jamal Musiala, der seine Vorlage zum 2:0 nutzen konnte. In der 54. Minute wurde er zum ersten Mal selbst brandgefährlich, scheiterte jedoch am Pfosten. Nach einer weiteren Chance in der 69. Minute, konnte er sich kurz vor dem Ende doch noch in die Torschützenliste eintragen.

Bewertung: 9/10

12. Benjamin Pavard (ab 46.)

Benjamin Pavard
Adam Pretty/GettyImages

Der Franzose kam zur Pause für de Ligt und klärte wenig später in höchster Not stark mit dem Kopf. Ansonsten machte Pavard eine unaufgeregte und unauffällige Partie. Auf den Defensiv-Spezialisten ist einfach immer Verlass.

Bewertung: 7/10

13. Marcel Sabitzer (ab 60.)

Marcel Sabitzer machte nach seiner Einwechslung einen guten Job. Seine auffälligsten Szenen waren seine Torvorlage zum 5:1 und ein wuchtiger Abschluss, den Zentner parieren konnte.

Bewertung: 8/10

14. Kingsley Coman (ab 60.)

Der Franzose wirkte zunächst eher uninspiriert und fiel eigentlich nur mit schwachen Flanken auf. Gegen Ende der Partie taute Coman dann aber doch noch auf und gab den Assist zum 6:2.

Bewertung: 6/10

15. Ryan Gravenberch (ab 72.)

Der Holländer wirkte wie schon bei seinem letzten Joker-Einsatz selbstbewusster und sicherer als noch vor ein paar Wochen.

Bewertung: 7/10

16. Mathys Tel (ab 76.)

Mathys Tel
Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Der junge Angreifer kam glänzend in die Partie und prüfte Zentner nach wenigen Minuten zum ersten Mal. Wenig später traf er nach einem schönen Dribbling sehenswert, wenngleich sein Schuss noch leicht abgefälscht wurde.

Bewertung: 8/10


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