Bayern München

Bayern bezwingt die Wölfe mit 2:0: Die Münchner in der Einzelkritik

Dominik Hager
Der FC Bayern hat gegen den VfL Wolfsburg ungefährdet mit 2:0 gewonnen
Der FC Bayern hat gegen den VfL Wolfsburg ungefährdet mit 2:0 gewonnen / Alex Grimm/GettyImages
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Der FC Bayern hat gegen den VfL Wolfsburg zwar kein Offensivspektakel abgeliefert, jedoch das Heimspiel souverän mit 2:0 gewonnen. Die Tore für den FC Bayern erzielten Jamal Musiala und Thomas Müller. Ein wenig Pech hatte hingegen Sadio Mané, der zwei Treffer wegen Abseitsstellungen aberkannt bekam. In der zweiten Halbzeit spielten die Münchner eher mit angezogener Handbremse und versuchten hinten die Null zu halten. Da dies gelang, geriet der Sieg nie in Gefahr. Wir werfen einen Blick auf die Performance der einzelnen Bayern-Stars.


1. Manuel Neuer

Manuel Neuer hatte seinen ersten brenzligen Auftritt nach 30 Minuten, als er einen Steilpass auf Wimmer an der Mittellinie abfing. Der Bayern-Keeper machte darüber hinaus einen souveränen Eindruck, abgesehen von der Szene, in der er eine Ecke vor die Füße von Svanberg faustete. Ein, zwei leichtere Schüsse entschärfte er problemlos. Nach den Offensiv-Spekatakel der letzten Wochen, dürfte Neuer froh über die Null hinten sein.

Bewertung: 7/10

2. Benjamin Pavard

Nach seinen Treffern gegen Leipzig und Frankfurt, sorgte Benjamin Pavard auch heute wieder für reichlich offensive Gefahr. Zunächst traf er per Kopf die Latte, ehe er mit einem fulminanten Distanzschuss Casteels zu einer Flugshow zwang. Auch seine Flanken hatten heute eine auffallend gute Qualität. Dies gilt insbesondere für seine Hereingabe, die Mané nach 70 Minuten hätte verwerten können. Defensiv ließ Pavard praktisch nichts zu, wurde aber auch kaum gefordert.

Bewertung: 9/10

3. Dayot Upamecano

Dayot Upamecano ist derzeit ein absoluter Fels in der Brandung. Der Innenverteidiger wirkt konzentriert, fokussiert und konsequent in der Zweikampfführung. In Sachen Spielaufbau sieht es ebenfalls ganz danach aus, als hätte der junge Franzose Fortschritte gemacht. Für Matthijs de Ligt wird es weiterhin schwer, am früheren Leipziger vorbeizukommen.

Bewertung: 8/10

4. Lucas Hernández

Lucas Hernández brauchte 15 bis 20 Minuten, bis er in den Zweikämpfen die nötige Präsenz an den Tag legte und holte sich nach schwachem Zweikampfverhalten eine Gelbe Karte ab. Im Anschluss verteidigte aber auch der 80-Millionen-Mann souverän und musste gar nicht so häufig in die Zweikämpfe gehen. Man erkennt ganz gut, dass sich der Linksfuß in Sachen Stellungsspiel verbessert hat. Ein starker Wert sind auch acht von neun angekommene lange Bälle.

Bewertung: 7/10

5. Alphonso Davies

Davies war sehr gut ins Spiel integriert und sorgte mit seinen Sprints immer wieder für Gefahr. Der Kanadier war an der Entstehung der Tore zum 1:0 und zum 2:0 beteiligt und sorgte in der Wolfsburger Abwehr immer wieder für Kopfzerbrechen. In der zweiten Halbzeit hielt sich Davies offensiv zwar zurück, hatte in der Defensive aber keinerlei Probleme mit den harmlosen Wölfen.

Bewertung: 8/10

6. Joshua Kimmich

Joshua Kimmich hatte immer wieder Möglichkeiten, sich ins Offensivspiel einzuschalten und nutzte dies auch in vielen Szenen gut aus. Bei einem seiner vielen gefährlichen Abschlüsse von der Sechzehner-Grenze, hielt Müller entscheidend den Fuß rein und markierte das 2:0. Kimmich bestritt die meisten Zweikämpfe, gewann einen Großteil davon und brachte knapp 90 Prozent seiner Pässe an. Ein gewohnt starker Auftritt.

Bewertung: 9/10

7. Marcel Sabitzer

Marcel Sabitzer zeigte defensiv eine sehr gute Arbeitsmentalität und gewann zahlreiche Zweikämpfe. Auch am Ball zeigte er sich souverän und spielte nur wenige Fehlpässe. Bei seinen eigenen Abschlüssen und Flanken mangelte es jedoch an Schärfe und Präzision. Trotzdem hat er seinen Platz erneut ein wenig mehr gefestigt.

Bewertung: 7/10

8. Serge Gnabry

Serge Gnabry durfte heute nur für 45 Minuten ran und blieb dabei eher blass. Seine auffälligste Szene hatte er bei seinem Assist für Mané, dessen Treffer wegen einer Abseitsstellung aber nicht zählte. Viel kann man Gnabry zwar nicht anlasten, für Gefahr sorgte er aber zu selten.

Bewertung: 5/10

9. Thomas Müller

Thomas Müller war immer zur Stelle, wenn es gefährlich wurde. Das 1:0 von Musiala leitete der Routinier ein, ehe er das zweite Tor selbst erzielte, indem er einen Kimmich-Abschluss bewusst abfälschte. Müller blieb auch in der zweiten Halbzeit die ein oder andere gute Abschluss-Szene und bereite den wegen einer knappen Abseitsposition zurückgepfiffenen Mané-Treffer per Kopfball-Ablage vor. Es ist erstaunlich, dass sich der Raumdeuter in das Bayern-Offensivspiel ohne Lewandowski so problemlos einfügen kann.

Bewertung: 9/10

10. Jamal Musiala

Jamal Musiala ist derzeit einfach grandios drauf. Sein traumhafter Treffer zum 1:0 war der Dosenöffner für die Münchner. Kurz darauf spielte er einen tödlichen Steilpass in den Lauf von Mané, der sich das Leder jedoch daraufhin zu weit vor legte. Musiala hielt das Münchner Spiel mit seinen technischen Fähigkeiten und seinen starken Ballannahmen und Mitnahmen immer wieder am Leben. Der Youngster ist aus der Bayern-Startelf nicht wegzudenken.

Bewertung: 9/10

11. Sadio Mané

Sadio Mané hatte zu Beginn Probleme, Bindung zum Spiel zu finden. Abgesehen vom Abseitstor, das konsequenterweise zurückgenommen wurde, war vom Senegalesen in Halbzeit eins wenig zu sehen. Kurz vor der Pause nutzte er jedoch einen Lacroix-Fehler, um im Doppelpass mit Müller zu seiner ersten Großchance zu kommen. 15 Minuten vor dem Ende knipste Mané per Kopf, wurde jedoch nach vielen Diskussionen wegen einer messerscharfen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Der Senegalese wurde zehn Minuten vor dem Ende für Tel vom Feld genommen.

Bewertung: 6/10

12. Leroy Sané (ab 46. Minute)

Leroy Sané bekam in der Anfangsphase und Mitte der zweiten Halbzeit wenig auf die Kette und leistete sich den ein oder anderen Fehler bei der Ballannahme, was mal wieder zu einer mäßigen Körpersprache führte. Kurz vor dem Ende zwang der Joker Casteels mit einem strammen 15-Meter-Schuss zu einer starken Parade. Trotzdem: Seine 45-minütige Chance hat er nicht ausreichend genutzt.

Bewertung: 4/10

13. Mathys Tel (ab 80. Minute)

Der Youngster bekam zwar nicht so viel Spielzeit, nutzte diese aber ganz gut aus. Tel behauptete sich in den Duellen gut und hätte Casteels kurz vor dem Ende beinahe noch mit einem Schlenzer überrascht, der jedoch am langen Pfosten vorbeizog. Ein Kurzauftritt, der Lust nach mehr macht.

Bewertung: 7/10

14. Ryan Gravenberch (ab 83. Minute)

Ryan Gravenberch bekam noch sieben Minuten plus die Nachspielzeit, konnte jedoch keine auffällige Szenen mehr verzeichnen.

Ohne Bewertung


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