Kalajdzic für Zirkzee & Omar Richards: Tausch-Deal zwischen Bayern und VfB?

Dominik Hager
Matthias Hangst/GettyImages
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Der FC Bayern hat weiterhin einen Transfer von Sasa Kalajdzic im Visier. Der VfB-Angreifer soll unabhängig von der Lewandowski-Zukunft seine Zelte in München aufschlagen. Der Sturm-Riese könnte gemäß Angaben der Sportbild Teil eines Tauschgeschäftes werden.


Der FC Bayern ist weiter dabei, einen Transfer von Sasa Kalajdzic voranzutreiben. Dieser soll zusätzlich zu Lewandowski kommen oder einer der beiden Stürmer sein, die für die Nachfolge des Polen transferiert werden. Sollten neben Kalajdzic aber auch noch die Transfers von Mané und Laimer eingetütet werden, würde das für die Münchner schon recht teuer kommen. Kalajdzic allein soll 25 Millionen Euro kosten, während die anderen beiden auch nicht unter insgesamt 55 Millionen Euro zu bekommen wären.

Mega-Tausch geplant? Omar Richards und Joshua Zirkzee könnten zum VfB wechseln

Ein Tauschgeschäft könnte nun dazu führen, dass die Münchner günstiger wegkommen. Der Sportbild zufolge haben die Schwaben Interesse an Omar Richards und Joshua Zirkzee, die nun in den Deal eingeschlossen werden könnten. Für den VfB wäre dies eine sehr spannende Option.

Zirkzee hat mit 18 Toren und 13 Vorlagen für seinen Leih-Klub RSC Anderlecht und seine Führungsrolle in der U21 der Elftal gezeigt, dass er seine Karriere nach einer kritischen Phase in die richtige Richtung lenken konnte. Zuletzt erklärte dieser gegenüber holländischen Medien, dass eine Rückkehr nach München zwar eine Option darstelle, er aber für einen Klub spielen möchte, bei dem er auch auf Spielzeit kommt. Bei den Schwaben dürfte er als Kalajdzic-Nachfolger gute Karten auf einen Stammplatz haben. Der VfB versteht sich zudem auch, junge Spieler zu fördern und zu entwickeln.

Omar Richards könnte als Ersatz für Borna Sosa aufschlagen, der den Verein im Sommer mit ziemlicher Sicherheit verlassen wird. Der Engländer kam in München kaum zum Zug, weshalb man kein abschließendes Urteil über seine "Bundesliga-Tauglichkeit" fällen kann. In Ansätzen wusste der junge Linksverteidiger aber durchaus zu überzeugen und könnte sich beim VfB gut einfügen.

Wäre ein Tauschgeschäft für Kalajdzic und die Bayern attraktiv?

Aus der Sicht der Stuttgarter und der beiden Spieler macht ein Deal demnach schon Sinn. Doch wie schaut es mit dem FC Bayern und Sasa Kalajdzic selbst aus?

Aus Spieler-Perspektive ist ein Bayern-Wechsel sowohl eine Chance, als auch ein Risiko. Sollte Lewandowski bleiben, droht für ein Jahr die Ersatzbank, wodurch ein möglicher BVB-Wechsel eigentlich attraktiver wäre. Geht der polnische Superstar hingegen in diesem Sommer, wäre das für den Stürmer wohl die einmalige Chance, Stammspieler beim erfolgreichsten deutschen Klub zu werden.

Ernsthaft fragen muss man sich jedoch, ob der Deal für die Bayern so gut wäre. Einen Kalajdzic im Kader zu haben bringt sicherlich Vorteile mit sich, solange auch ein anderer Stürmer verpflichtet werden kann oder Lewandowski bleibt. Auf der anderen Seite würde man mit Richards den Linksverteidiger-Backup verlieren und sich damit eine Baustelle graben. Die Innenverteidigung ist schließlich auch nicht so üppig besetzt, sodass Lucas Hernandez mal eben so auf links einspringen kann. Chris Richards wäre noch eine Option, jedoch ist nicht klar, ob dieser seine Zukunft in München sieht.

Zudem würde ein Abgang von Zirkzee schon auch schmerzen. Es war immer absolut klar, dass der junge Niederländer gewaltiges Potenzial mitbringt. Der Angreifer verfügt sowohl über den nötigen Körper, als auch über eine gute Technik. Im Jugendbereich hat das Talent alles auseinandergenommen. Das Problem von Zirkzee war immer ein wenig die Einstellung, jedoch scheint er an dieser gearbeitet zu haben. Der 21-Jährige zeigt sich reflektiert, fokussiert und geht sogar als Leader voran. Immerhin war er für die U21 der Elftal zuletzt als Kapitän im Einsatz.

Joshua Zirkzee
Joshua Zirkzee hat bei Anderlecht eine starke Saison gespielt / BSR Agency/GettyImages

Letztlich weiß man nicht mal, ob Kalajdzic mehr bringt als Zirkzee. Sicherlich ist der Österreicher aktuell noch die größere Waffe im Sturm, jedoch ist das Potenzial von Zirkzee nicht unter dem des Noch-Stuttgarters anzusehen. In zwei, drei Jahren könnte sich das Kräfteverhältnis bereits verschoben haben. Sollte man den Vertrag mit Zirkzee über 2023 hinaus verlängern können, wäre es durchaus sinnvoll, den Weg mit dem eigenen Talent weiterzugehen und auf Kalajdzic zu verzichten.

Wenn der FCB auf die Karte Zirkzee doch noch mal setzen möchte, dann muss man das jetzt tun. Dies würde bedeuten, dass Lewandowski z.B. durch Mané und Zirkzee ersetzt wird. Damit hätte man in München die zwei verschiedenen Stürmertypen gefunden, die man als Ersatz haben möchte. Selbst wenn Zirkzee in München gar nicht klar kommt, kann man immer noch ein Jahr nur mit Mané und Choupo-Moting überbrücken und erfolgreich sein. Das Risiko wäre sehr gering.


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