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Bayern München

Ribery-Comeback beim FC Bayern? Salihamidzic legt sein Veto ein!

Simon Zimmermann
Franck Ribery hält sich derzeit fit und sucht eine neue Aufgabe
Franck Ribery hält sich derzeit fit und sucht eine neue Aufgabe / Jonathan Moscrop/Getty Images
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Es hätte schon was, Franck Ribery noch einmal für ein Jahr beim FC Bayern und in der Bundesliga zu sehen. Gerüchte, um ein mögliches Comeback erhalten nach Riberys Einheit an der Säbener Straße neue Nahrung. Hasan Salihamidzic scheint davon allerdings wenig zu halten.


Nanu, was war denn da an der Säbener Straße los? Am Samstagnachmittag konnte man sich als Bayern-Fan an frühere Tage zurückerinnert fühlen. Schließlich standen Franck Ribery und Jerome Boateng gemeinsam auf dem Trainingsplatz.

Bayerns Fitness-Chef Prof. Dr. Holger Broich hielt die beiden Routiniers 60 Minuten auf Trab. Der 38-jährige Ribery und der 32-jährige Boateng wirkten bei den Lauf-, Ball- und Torschussübungen ziemlich fit.

Gemeinsame Einheit als Werbung: Ribery & Boateng auf Klubsuche

Eine offizielle Einheit für den FC Bayern war das Training der beiden aber nicht. Vielmehr wollen sich beide vereinslose Klub-Ikonen fit halten, um bereit für eine neue Aufgabe zu sein. Die gemeinsame Einheit auf dem Bayern-Gelände sorgte dennoch natürlich für viel Aufmerksamkeit. Vielleicht auch bei dem ein oder anderen Klub.

Boateng jedenfalls will weiterhin bei einem Spitzenverein in der Champions League auflaufen. U.a. der FC Sevilla gilt als interessiert, sollte Jules Koundé die Andalusier noch in Richtung Chelsea verlassen. Und auch Ribery hat noch nicht genug. Am liebsten würde der Franzose nach seinen zwei Jahren in der Serie A bei der AC Florenz weiterhin in Italien kicken. Nach seinem spektakulären Auftritt beim Legendenkick und dem gemeinsamen Training mit Boateng kamen aber auch Rückkehr-Gerüchte auf.

Ribery als Bayern-Backup? Salihamidzic ist nicht überzeugt!

Könnte es für den 38-Jährigen tatsächlich zurück in die Wahl-Heimat München gehen? Ein Szenario, das sich zunächst wie romantisches Wunschdenken anhört. Auch auf den zweiten Blick wirkt eine Rückkehr von Ribery zu "seinem FC Bayern" eher unrealistisch. Untermauert wird das von der Tatsache, dass der Rekordmeister hinter dessen 21-jährigen Landsmann Amine Adli her sein soll, um die Position des vierten Flügestürmers zu besetzen.

Doch sicher ist der Transfer längst noch nicht - die Tatsache, dass mit Coman, Gnabry und Sané nur drei echte Flügelstürmer im Kader stehen, bleibt aktuell bestehen. Ribery wäre mit seinen 38 Jahren zumindest ein sehr erfahrener Backup, der den Verein kennt und liebt und von dessen Rückkehr die meisten Fans sicherlich begeistert wären.

Fraglich ist aber, ob der Altmeister dem Team noch weiterhelfen könnte. Vor allem dessen Verletzungshistorie in der jüngeren Vergangenheit wirft Zweifel auf. Dass er auch mit 38 Jahren noch in der Lage wäre, den ein oder anderen Gegenspieler in der Bundesliga stehen zu lassen, dürfte dagegen außer Frage stehen.

Hasan Salihamidzic
Brazzo ist von der Ribery-Idee wenig begeistert / Soccrates Images/Getty Images

Wie die Bild und die französische L'Equipe nun berichten, soll eine mögliche Ribery-Rückkehr intern zumindest ein Thema sein. Demnach seien die Bayern-Bosse recht offen dafür. Nur Hasan Salihamidzic hält davon (noch) nichts. Als Sportvorstand ist er der Hauptverantwortliche der Transferaktivitäten und steht damit einer Verpflichtung im Wege.

Die geplante Ausrichtung, auf entwicklungsfähige Spieler zu setzen - im Bestfall aus den eigenen Reihen - würde die Ribery-Rückkehr zumindest kurzzeitig bremsen. Salihamidzic dürfte sich deshalb ziemlich sicher durchsetzen und bei seinem Veto bleiben. Irgendwie schade...

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