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FC Bayern diskutiert möglichen Haaland-Transfer - Hainer lenkt ab

Yannik Möller
Ist Erling Haaland doch ein Thema in München?
Ist Erling Haaland doch ein Thema in München? / INA FASSBENDER/GettyImages
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Der FC Bayern muss sich um eine adäquate Nachfolge-Lösung für Robert Lewandowski kümmern - früher oder später. Erling Haaland ist dabei ein natürliches Personalthema. Während im Vorstand über ihn diskutiert werden sollten, winkt Präsident Herbert Hainer (in der Öffentlichkeit) recht deutlich ab.


Früher oder später wird Robert Lewandowski den FC Bayern verlassen. Sein aktueller Vertrag läuft bis zum Sommer 2023, dem Vernehmen nach würde er auch noch einen weiteren bei den Münchenern unterschreiben. Zumindest würde er gerne mehr Initiative seitens des Vereins in diese Richtung sehen. Immerhin scheint Real Madrid auch immer wieder ein Thema zu sein.

Aufgrund dieser offen wirkenden Ausgangslage könnte es auch schon am Ende dieser Saison zum Abschied des 33-Jährigen kommen. Ziemlich unwahrscheinlich, aber wohl kaum gänzlich ausgeschlossen. Das rückt die Suche nach einem passenden Nachfolger ganz aktuell auf die Tagesordnung, selbst wenn der Ausnahme-Stürmer noch bleiben sollte.

Robert Lewandowski
Robert Lewandowski könnte weiter beim FC Bayern bleiben / Alexander Hassenstein/GettyImages

Geht es um einen Lewandowski-Nachfolger, wandert der Blick automatisch zu Borussia Dortmund. Selbstverständlich muss sich der FCB mit Erling Haaland beschäftigen, alles andere wäre schlicht fahrlässig.

Bayern diskutiert Haaland-Summen - Präsident Hainer winkt schon ab

Bild-Informationen zufolge soll die Personalie auch im Bayern-Vorstand diskutiert worden sein. Dazu seien auch die etwaigen Summen, die bei der Verpflichtung des Norwegers anfallen würden, besprochen worden. Beim 21-Jährigen stehen die Zeichen im nächsten Sommer auf Abschied, alleine schon aufgrund der Ausstiegsklausel von 75 Millionen Euro, die dann greifen könnte.

Es scheint also, als würden die Bayern bei Haaland doch mitmischen wollen. Zumindest im Thema bleiben, sollten die Zeichen beim BVB-Angreifer und auch bei Lewandowski tatsächlich gleichzeitig auf Abschied stehen. Als Branchenprimus wäre ein vorzeitiges Ignorieren dieser Thematik auch kaum zu vermitteln.

Erling Haaland
Erling Haalands vermutlich letzte BVB-Saison / Lukas Schulze/GettyImages

Das Problem ist und bleibt aber die Unsumme an Geld, die aufzubringen wäre. Neben der Ausstiegsklausel muss eine ganze Stange Gehalt gezahlt werden. Dazu kommen zusätzliche Prämien für Berater Mino Raiola und auch für Papa Alf-Inge Haaland. Nur die Verpflichtung alleine würde für das erste Jahr schon vergleichsweise locker die 100-Millionen-Grenze überschreiten.

Kein Wunder also, dass sich Präsident Herbert Hainer dahingehend komplett bedeckt halten möchte. Gegenüber der SZ erklärte er, die Frage nach einem Mitbieten bei Haaland "stellt sich bei uns nicht".

Sein Fokus liege momentan viel eher darauf, den Verein finanziell gesund zu halten. Es gehe darum, "wie wir die Klubs und letztlich den Fußball schützen" - dafür müsse aus der "Spirale des Geldes" austreten. Diese werde sich immer weiterdrehen, "wenn die Mannschaften immer mehr kosten, die Berater immer mehr aus dem System herausziehen", so Hainer.

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