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Bayern München

FC Bayern nach Flick-Abgang auf Trainersuche: Wer hat dabei eigentlich das Sagen?

Dominik Hager
Bei der Trainer-Entscheidung kommt es vor allem auf Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn an.
Bei der Trainer-Entscheidung kommt es vor allem auf Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn an. / Handout/Getty Images
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Wenngleich in München in den letzten Tagen andere Themen in den Vordergrund rückten, wird die Trainer-Frage mit Sicherheit das heiße Thema der nächsten Wochen. Nach der Abschiedserklärung von Hansi Flick ist die Zeit gekommen, einen passenden Nachfolger für den Erfolgscoach zu finden. Eine Angelegenheit, die sowohl intern als auch extern für Zündstoff sorgen könnte. Allerdings ist bei den Bayern klar festgelegt, wer die Entscheidung letztlich treffen muss.


Rummenigge hat das Sagen, will seine Macht aber wohl aufteilen

Geht es um die Verpflichtung eines neuen Coaches führt kein Weg an Karl-Heinz Rummenigge vorbei. Der Vorstandsboss hat laut SportBild das letzte Wort in der zukunftsweisenden Angelegenheit. Zu einem Alleingang des 65-Jährigen wird es jedoch nicht kommen. Dies liegt vor allem daran, dass er zum Jahresende sein Amt als Vorstandsvorsitzender an Oliver Kahn übergibt.

Demnach soll Rummenigge entschieden haben, die Verantwortlichkeit schon jetzt mehr und mehr seinem Nachfolger zu übertragen. Das Trainer-Thema gehört hierbei laut Angaben der SportBild ganz klar dazu. Dies bedeutet folgerichtig, dass Rummenigge und Kahn die Vorschläge von Hasan Salihamidzic gemeinsam abnicken, bevor sie dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgestellt werden.

Hasan Salihamidzic
Hasan Salihamidzic muss bei der Trainerfrage auf die Zustimmung der Bosse hoffen. / ANDREAS GEBERT/Getty Images

Klingt nach einem plausiblen Weg. Konfliktpotenzial könnte lediglich bestehen, wenn Salihamidzic einen seiner Meinung nach perfekt geeigneten Trainer findet, jedoch von Kahn und Rummenigge ein Veto kassiert. In dem Fall wäre er spannenderweise genau in der Position, in der sich Hansi Flick mit vielen seiner Spielerwünschen befand.

Nagelsmann die gemeinsame Wunschlösung? Ablöseforderung könnte Deal zum Platzen bringen

Ein weiteres Auftreten des "FC Hollywood" ist jedoch in dieser Angelegenheit unwahrscheinlich. Hierzu kommt es jedenfalls nicht, wenn ein Nagelsmann-Deal realisiert werden könnte. Bislang scheint es jedenfalls so, als könnten sich den Leipzig-Coach alle Beteiligten in München vorstellen. Knackpunkt ist jedoch die Vertragssituation des 33-Jährigen, die für die Bayern teuer werden könnte.

Laut SportBild-Informationen stände der Vorstand wohl mehrheitlich hinter Nagelsmann. Dies gilt jedoch nur, wenn die Ablöse in einem überschaubaren Rahmen bleibt. Laut Medienberichten dürfte der Trainer-Transfer etwa 15 Millionen Euro kosten. Ob dies jetzt noch unter die Kategorie "überschaubar" fällt, müssen die Verantwortlichen selbst entscheiden.

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