Bayern München

Bayern-Teambuilding auf Ibiza: Magath gefällt das gar nicht

Daniel Holfelder
Felix Magath
Felix Magath / Maja Hitij/GettyImages
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Zahlreiche Spieler des FC Bayern nutzen die beiden freien Tage nach der Mainz-Niederlage für einen Kurz-Trip nach Ibiza. Bei Hertha-Trainer Felix Magath sorgt der Münchner Abstecher auf die Balearen-Insel für Kopfschütteln.


"Vergangene Woche haben uns die Spieler darüber informiert, dass sie die beiden trainingsfreien Tage in der Gruppe auf Ibiza verbringen möchten. Wir haben das als teambildende Maßnahme akzeptiert", erklärt Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidizic gegenüber Bild. Bis auf Manuel Neuer, Sven Ulreich, Niklas Süle und Marcel Sabitzer sollen alle Bayern-Spieler, die beim 1:3 in Mainz auf dem Platz standen, die für Sonntag und Montag geplante Ibiza-Reise angetreten haben.

Dass der bayerische Mittelmeer-Urlaub angesichts der desolaten Leistung gegen die Nullfünfer doch etwas befremdlich wirkt, kann Salihamidizic offenbar nicht nachvollziehen. Im Gegenteil. "Unsere Mannschaft hatte sich noch höhere Ziele in dieser Saison gesetzt und ist seit dem Ausscheiden in der Champions League sehr mit sich und ihrem künftigen Weg beschäftigt. Das finden wir positiv. Ich habe als Spieler gelernt, wie aus Niederlagen Stärke erwachsen kann. So eine gemeinschaftliche Aktion der Mannschaft kann hier eine wichtige Grundlage sein", so der 45-Jährige.

Magath: "Ich würde so etwas nicht erlauben!"

Brazzos ehemaliger Trainer und Förderer Felix Magath - Magath verhalf
Salihamidizic einst beim HSV zum Bundesligadebüt, betreute ihn später bei den Bayern und in Wolfsburg - sieht die Dinge etwas anders. Der Hertha-Coach hatte dem Rekordmeister bereits nach der Mainz-Pleite Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen. Angesprochen auf die bayerische Ibiza-Aktion gibt Magath folgendes zu Protokoll:

"Ich habe das eben gelesen. Was soll ich dazu sagen? Englische Teams machen das schon lange, aber ich weiß nicht, ob es da solche Ergebnisse gibt. Ich würde so etwas auf jeden Fall nicht erlauben, so etwas käme mir nicht in den Sinn. Mal sehen, wie es weitergeht. Einmal ist eine Meisterfeier ja verständlich, aber nicht drei Wochen lang."

Hintergrund für Magaths Interesse an der (vermeintlichen) bayerischen Gemütlichkeit im Saisonendspurt ist der nächste Gegner der Münchner. Am kommenden Wochenende empfängt die Nagelsmann-Elf den VfB Stuttgart, Herthas ärgsten Verfolger im Abstiegskampf.

Salihamidizic betont zwar, dass sich niemand Sorgen um die Einsatzbereitschaft der Bayern machen müsse: "Es ist völlig klar, dass sich unsere Spieler am Sonntag gegen den VfB Stuttgart mit der sie auszeichnenden Professionalität und fußballerischen Stärke voll einsetzen werden, um unseren Fans mit einem Sieg einen schönen Saisonabschluss als Deutscher Meister im eigenen Stadion zu schenken." Sollten die Münchner gegen den VfB aber tatsächlich Punkte liegen lassen, dürfte Magath endgültig die Hutschnur platzen.


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