Bayern München

Trotz Formkrise: Sabitzer erhält Rückendeckung vom FC Bayern

Dominik Hager
Marcel Sabitzer kommt in München weiterhin noch nicht zur Geltung
Marcel Sabitzer kommt in München weiterhin noch nicht zur Geltung / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Marcel Sabitzer stellt den FC Bayern und Coach Julian Nagelsmann vor Rätsel, denn der Neuzugang kommt einfach nicht an die Form seiner Leipziger Tage heran. Die Münchner wollen dem Spieler aber den Rücken stärken und denken im Sommer offenbar noch nicht an einen Verkauf.


Marcel Sabitzer durfte zwar aufgrund der angespannten Personalsituation gegen Eintracht Frankfurt von Beginn an ran, hat aber weiterhin Probleme dabei, dem Bayern-Spiel einen Mehrwert zu bieten. Die alte Selbstverständlichkeit aus Leipziger Tagen ist dahin und der Spieler wirkt bei beinahe jeder Ballaktion verunsichert. Genau diese Angst vor Fehlern ist es wohl, die Sabitzer am meisten hemmt. Bei den wenigen Einsatzzeiten und dem ohnehin vorherrschenden Druck beim FC Bayern, fällt eben jede Aktion doppelt ins Gewicht.

"Sabi ist ein Spieler, der reflektiert ist, der nachdenkt, der nicht diese Leck-mich-am-Arsch-Einstellung hat. Er muss und darf befreiter sein, denn er darf auch Fehler machen", zitiert die BILD Julian Nagelsmann, der die Problematik damit auch andeutete, sich allerdings sicher ist, dass Sabitzer auch irgendwann wieder "geniale Momente" dabei haben wird.

Häufige Positionswechsel und Außenseiter-Rolle als Grund für Sabitzer-Krise?

Was es für einen verunsicherten Spieler umso schwerer macht, ist die Tatsache, dass er von Position zu Position geschoben wird. Allein in der Rückrunde kam Sabitzer bereits als Außenverteidiger, offensiver Flügelspieler und zentraler Mittelfeldspieler zum Einsatz. Hierbei seinen Rhythmus und seinen Aktionsradius zu finden, ist natürlich nicht gerade einfach.

Noch problematischer wird all das, wenn man auch menschlich noch nicht so ganz angekommen ist. BILD-Angaben zufolge wirkt der Mittelfeldspieler zurückgezogen, während sich sein alter und neuer Teamkollege Dayot Upamecano direkt der "Franzosen-Clique" beim FC Bayern anschließen konnte.

Die nicht ganz so enge Bindung zu seinen Teamkollegen dürfte auch etwas mit seinem späten Wechselzeitpunkt zu tun gehabt haben. Sabitzer kam schließlich erst auf den allerletzten Drücker, als die Saison schon begonnen hatte. Dies macht es für einen Neuzugang sowohl sportlich als auch menschlich schwer, Anschluss zu finden. Gewissermaßen hängt man im Vergleich zu seinen Kollegen in allen Aspekten hinterher.

Bayern erwartet mehr von Sabitzer: Rückendeckung von Nagelsmann und Kimmich

Selbstredend können all diese "Ausreden" nicht ewig gelten. Beim FC Bayern erwartet man deutlich mehr von Sabitzer, ist aber offenbar auch gewillt, den Spieler weitere Chancen zu gewähren. Sport1-Informationen zufolge soll es noch keine Diskussionen über einen Verkauf im Sommer geben. Vielmehr erscheint es realistisch, dass Tolisso und womöglich auch Roca den Klub verlassen.

Die Rückendeckung von Nagelsmann ist Sabitzer Stand jetzt auch noch sicher. "Er hat herausragende Qualitäten. Unser Job als Trainerteam ist es, ihn bis zu seinem Maximum zu bringen", nimmt der Trainer sich und sein Team in die Pflicht und ist überzeugt davon, dass der Spieler "dieses auch erreichen wird".

Mittelfeld-Kollege Joshua Kimmich zeigt sich ebenfalls vorsichtig optimistisch. "Er wird immer besser bei uns", sieht der 26-Jährige eine positive Tendenz, nachdem es für den Spieler "zu Beginn sehr schwierig war". Kimmich zufolge ist es ganz normal, dass es nach einem Wechsel Zeit brauche, bis sich ein Spieler "wohl fühlt und seine Rolle findet".

Für Sabitzer ist die angespannte Personalsituation nun gleichermaßen eine große Chance wie auch eine Verpflichtung. Wie es für ihn beim FC Bayern weitergeht, hängt extrem von den kommenden Wochen ab.


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