Bayern München

Das Problem mit dem Gehaltsgefüge beim FC Bayern

Dominik Hager
Zähe Verhandlungen sind beim FC Bayern an der Tagesordnung
Zähe Verhandlungen sind beim FC Bayern an der Tagesordnung / Stefan Matzke - sampics/GettyImages
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Der FC Bayern muss sich in schöner Regelmäßigkeit mit den doch recht üppigen Gehaltswünschen der Spieler auseinandersetzen. Derzeit bereiten die Vorstellungen von Robert Lewandowski und Serge Gnabry den Münchnern Kopfzerbrechen. Ein wenig haben sie sich das Dilemma aber auch selbst zuzuschreiben. Es gilt eben gewissermaßen das Motto: "Gibst du einem viel Geld, wollen alle viel Geld."


Der FC Bayern muss befürchten, dass Robert Lewandowski und Serge Gnabry ihre 2023 auslaufenden Verträge nicht verlängern. Die Position der Münchner ist auch so ungünstig, weil das Gehaltsgefüge im Verlauf der letzen Jahre ein wenig in Schieflage geraten ist. Dies beklagte auch BILD-Fußballchef Christian Falk im Podcast "Stammplatz".

Falk erklärte, dass sich inzwischen "ein Drittel des Kaders in der Höchstverdiener-Klasse" befinde und dies natürlich "Begehrlichkeiten" erwecke. Zwar könne man ein hohes Gehalt bei Spielern wie Lewandowski, Müller und Neuer verkaufen, jedoch sind "zu viele in dieser Gehaltsklasse".

Die Münchner haben ein Topverdiener-Problem: Gehen nun auch Gnabry und Lewandowski?

Konkret geht es um Spieler der Güteklasse Hernández, Sané und Coman, die einfach ein wenig zu viel verdienen.

Demnach sind die die Münchner bei der Süle-Verlängerung bereits auf Probleme gestoßen. "Der hat sich auch die Leistungen auf dem Platz angeschaut und sich danach gefragt, warum er die Hälfte von einem Lucas Hernández verdient", erklärte Falk.

Bei Serge Gnabry dürfte das ganze ähnlich ausgesehen haben. Im Gegensatz zu Leroy Sané und Kingsley Coman wurde Gnabry der Eintritt in die Klasse der Höchstverdiener lange verwehrt. Zwar haben die Bosse nun offenbar eingelenkt, jedoch ist der Spieler nachhaltig verstimmt und fühlt sich nicht ausreichend wertgeschätzt.

Selbstredend wird all das auch bei Robert Lewandowski zum Problem. Wenn sieben, acht Spieler an die 20 Millionen Euro im Jahr verdienen, dann sind die 20 bis 24 Millionen die Robert Lewandowski erhält, nicht übermäßig viel. Bei anderen Klubs haben die absoluten Superstars meist ein noch größeres Gehalt im Verhältnis zu den übrigen Spielern im Kader.


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