Wegen Süle und Alaba: FC Bayern ändert Strategie bei Verlängerungen

Niklas Süle
Niklas Süle / Sebastian Widmann/GettyImages
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Mit Niklas Süle wird der FC Bayern im Sommer einen ablösefreien Abgang zu verzeichnen haben. Ein solches Szenario soll sich künftig nicht mehr wiederholen, sodass der Verein seine Strategie bei Vertragsverlängerungen anpasst.


Mit der Entscheidung von Niklas Süle, sich im Sommer einen neuen Verein zu suchen, steht fest: für ihn wird der FC Bayern keine Ablöse generieren können. Der Klub hat es nicht geschafft, den Innenverteidiger von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen. Zeit für einen Verkauf bleibt nicht mehr.

Ein Szenario, das die Münchener schmerzt. Zumal es nicht das erste Mal ist, dass so etwas passiert. Auch bei David Alaba, als dieser vor etwas mehr als einem halben Jahr zu Real Madrid ging, war das Arbeitspapier ausgelaufen. Geld, das dem deutschen Rekordmeister durch die Lappen geht, das gleichzeitig aber gut zu gebrauchen wäre.

Mehr Vorlaufzeit bei Vertragsgesprächen: Bayern wollen Süle-Szenario künftig vermeiden

Dementsprechend liegt der Fokus bei zukünftigen Vertragsverlängerungen auf einer vorzeitigen Entscheidung. So berichtet die Sport Bild, dass die Strategie des FCB dahingehend angepasst wird, dass Gespräche für einen neuen Vertrag bereits zwei Jahre vor Ende des Vertrags anberaumt werden.

Geht ein Verein erstmal mit einem Spieler ins womöglich letzte gemeinsame Jahr, besteht durch eine ausbleibende Einigung die Gefahr, dass ein Verkauf mitsamt Ablöse nicht mehr möglich ist. So war es bei Alaba und nun auch bei Süle.

David Alaba
Auch David Alaba verließ den FCB ablösefrei / Eurasia Sport Images/GettyImages

Mit einer längeren Vorlaufzeit, wie sie nun offenbar angedacht ist, bleibt dem FCB eine Rest-Sicherheit. Entweder man hat frühzeitig Planungssicherheit, weil der jeweilige Profi bleibt und ein neues Papier unterschreibt. Oder die Parteien finden nicht zueinander und eine normale Trennung ist möglich. Für den Klub bleibt dann immerhin eine gewisse finanzielle Entschädigung.

Dieses Vorgehen ist bei Kingsley Coman bereits auf fruchtbaren Boden gestoßen. Mit Manuel Neuer besteht bereits eine grundsätzliche Einigung, der neue Vertrag des Keepers rückt immer näher. Zudem liegt der aktuelle Fokus auf Serge Gnabry, dessen Vertrag ebenso wie Neuers bis 2023 läuft. Beim Offensivspieler ist eine Entscheidung als nächstes anvisiert.


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