Bayern München

FC Bayern: Der Stand bei Coman und Antony

Jan Kupitz
Die Zukunft von Kingsley Coman ist ungewiss
Die Zukunft von Kingsley Coman ist ungewiss / Matthias Hangst/Getty Images
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Der FC Bayern München und Kingsley Coman bewegen sich bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit nicht aufeinander zu. Auch die Trennung von Star-Berater Pini Zahavi, die zuletzt bekannt geworden war, kann nicht als Zeichen für eine Entwicklung in Richtung Verlängerung gewertet werden.


Nachdem die Münchener in den Verhandlungen mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka erfolgreich waren und das Mittelfeldduo langfristig an sich binden konnten, geraten wieder andere Personalien in den Fokus. Mittendrin: Kingsley Coman, dessen Vertrag 2023 endet.

In den vergangenen Monaten war berichtet worden, dass der Franzose, der zuletzt wegen einer Herz-OP kürzer treten musste und nach der Länderspielpause sein Comeback feiern soll, ein Gehalt nahe der 20-Millionen-Euro-Marke fordern soll. Ein Betrag, dem ihm der FC Bayern kaum gewähren wird, da nur absolute Leistungsträger wie Kimmich, Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski in diese Sphären vorstoßen. Bei aller Klasse, die Coman besitzt, muss er mindestens eine Kategorie unter diesen Führungsspielern angesiedelt werden.

Kingsley Coman
Wie geht es für Coman weiter? / Pool/Getty Images

In der vergangenen Woche hatte die Sport Bild vermeldet, dass Coman sich von seinem Star-Berater Pini Zahavi getrennt habe. Ein Zeichen, dass der Flügelspieler doch zu Kompromissen bereit ist, um seinen Vertrag beim Rekordmeister zu verlängern?

Mitnichten, wie Sky-Experte Max Bielefeld zu berichten weiß: "Es war keine wirkliche Trennung, denn es gab eine Mandat von Pini Zahavi, das am 31. August vertragsgemäß abgelaufen ist, da es zu keinem Wechsel kam." Der Israeli war demnach nur engagiert worden, um im Sommer einen potenziellen Wechsel (in die Premier League) zu evaluieren. Dass Coman nun nicht mehr mit Zahavi zusammen arbeite, könne nicht als Zeichen hinsichtlich einer bevorstehenden Verlängerung beim FC Bayern gewertet werden.

FC Bayern lässt Coman zappeln

Bielefeld führte aus, dass der Ball aktuell beim Verein liege: "Bayern muss auf Coman zukommen und das ist bis jetzt noch nicht passiert. Mal sehen, ob in den nächsten Wochen Bewegung reinkommt."

Den Bayern dürften in den Verhandlungen auch die Entwicklungen von Leroy Sané und Jamal Musiala in die Karten spielen. Konnte Coman zu Saisonstart noch als Flügelspieler Nummer eins gesehen werden, so musste er in den vergangenen Wochen während seines Ausfalls mit ansehen, wie Sané auf seiner linken Außenbahn durchstartete und endlich die Leistungen abrief, die man sich bei seinem Transfer erhofft hatte. Mega-Juwel Musiala steht dem in nichts nach und schwingt sich mehr und mehr zu einer echten Alternative auf. Auf Coman angewiesen sind die Münchener demnach deutlich weniger als das gegen Ende der vergangenen Saison noch der Fall gewesen war.

Wie es zwischen dem 25-Jährigen und dem Rekordmeister ausgeht, ist zum jetzigen Stand somit weiterhin völlig offen. Eine Verlängerung scheint genauso denkbar wie ein Abschied im kommenden Sommer.

Bayern-Gerüchte um Antony (noch) nicht heiß

Als potenzieller Ersatz des Franzosen war zuletzt der Brasilianer Antony von Ajax Amsterdam gehandelt worden. Das brasilianische Portal UOL hatte vermeldet, dass der FC Bayern der "derzeitige Hauptinteressent" für den Flügelstürmer sei - zudem wollte Julian Nagelsmann den 21-Jährigen schon zu Leipziger Zeiten verpflichten.

Laut Sky sei die Spur zu Antony allerdings nicht sehr heiß. Andere Klubs würden sich im Rennen um den Brasilianer deutlich mehr bemühen als der FC Bayern. Auch hier bleibt somit erstmal alles offen.

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