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Bayern München

Jerome Boateng adelt Nianzou als legitimen Nachfolger: "Er hat ein Riesenpotenzial"

Dominik Hager
Tanguy Nianzou will beim FC Bayern durchstarten und erhält Lob von Boateng.
Tanguy Nianzou will beim FC Bayern durchstarten und erhält Lob von Boateng. / Alexander Scheuber/Getty Images
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Als gefeiertes Talent für die Innenverteidigung kam Tanguy Nianzou im vergangenen Sommer nach München. Allerdings erlebte der 18-Jährige aufgrund von zahlreichen Verletzungen eine echte Seuchen-Saison. In München baut man aber weiterhin voll auf das französische Juwel. Nun erhält der Innenverteidiger zudem Rückendeckung von einem ehemaligen Konkurrenten.


Es ist anzunehmen, dass Tanguy Nianzou vermutlich der ausschlaggebende Grund dafür war, dass die Bayern den Vertrag mit Jérôme Boateng nicht verlängern wollten. Betrachten wir die Leistungen des 32-Jährigen, so kann dies eigentlich die einzige plausible Erklärung für den "Rauswurf" sein. Mit Boateng im Team hätte es die neue Abwehr-Hoffnung selbstredend schwerer gehabt zu Einsatzchancen zu kommen.

Boateng stärkt Nianzou: "Kann ein Top-Verteidiger werden"

Der aus dem Team verdrängte Routinier ist jedoch fest davon überzeugt, dass Nianzou in seine Fußstapfen treten kann.

"Er ist extrem schnell und zweikampfstark und erkennt Situationen. Er ist sogar kopfballstärker als ich es in seinem Alter war. Der Junge hat ein Riesenpotenzial, ein Top-Verteidiger zu werden", lobt Boateng seinen ehemaligen Mittstreiter im Interview mit dem Münchner Vereinsmagazin 51.

Sein gewaltiges Potenzial konnte der ehemalige Pariser aber leider noch gar nicht so richtig zeigen. In der abgelaufenen Saison absolvierte er verletzungsbedingt nur sechs Spiele und kam lediglich 113 Minuten zum Einsatz. Wie gut das Abwehr-Talent wirklich ist, werden erst die nächsten Jahre beweisen können.

Allerdings ist Boateng nicht der einzige, der in höchsten Tönen vom 18-Jährigen schwärmt. Ralf Rangnick stellte im Vorjahr sogar die Vermutung auf, dass Nianzou es innerhalb von einem Jahr ins Stammteam schaffen könnte.

Möglicherweise erhält er ja jetzt unter Julian Nagelsmann die Chance. Die angedachte Dreierkette des neuen Coaches könnte dem Talent durchaus entgegenkommen. Neben den wohl gesetzten Lucas Hernández und Dayot Upamecano könnte es auf einen Dreikampf mit Benjamin Pavard und Niklas Süle hinauslaufen. Daran lässt sich gut erkennen, dass der letztjährige Neuzugang auch ohne Boateng noch genug Konkurrenz hat.

Boateng stellt klar: "Kann noch zwei, drei Jahre auf Top-Niveau spielen"

Jerome Boateng
Jérôme Boateng ist noch lange nicht satt / Alexander Hassenstein/Getty Images

Boateng hat hingegen immerhin den Vorteil, dass er sich dieser Konkurrenz nicht mehr aussetzen muss. Allerdings soll es für den Routinier sportlich auf einem hohen Niveau weitergehen.

"Ich bin super durch die Saison gekommen, musste kein Spiel wegen einer Verletzung aussetzen. In der Verfassung kann ich auf jeden Fall noch zwei, drei Jahre auf Top-Niveau spielen", kündigt er an. Bei welchem Klub seine Zukunft liegen könnte, weiß er jedoch noch nicht genau.

"Ich habe noch keine Ahnung, wo es hingeht, aber schon eine klare Vorstellung. Ich lasse das aber auf mich zukommen", erklärt er.

Laut Sky-Informationen sollen AS und Lazio Rom am Abwehrspieler interessiert sein. Es ist aber durchaus denkbar, dass Boateng von noch stärkeren und interessanteren Klubs umworben wird. Die letzte Saison war schließlich durchaus ein Bewerbungsschreiben.

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