Nagelsmann offen über Tapalovic-Aus und die Beziehung zu Neuer

Yannik Möller
Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages
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Die Entlassung von Torwart-Trainer Toni Tapalovic hat beim FC Bayern einige Fragen aufgeworfen. Rund um das Spiel gegen den 1. FC Köln hat sich Julian Nagelsmann zur Entscheidung geäußert - und dazu, ob das Verhältnis zu Manuel Neuer nun belastet ist.


Das Aus von Toni Tapalovic bei den Bayern war durchaus ein Paukenschlag. Immerhin war der Torwart-Trainer, der insbesondere zu Manuel Neuer eine sehr freundschaftliche Beziehung pflegt und sogar dessen Trauzeuge ist, über viele Jahre bei den Münchenern. Gut 11,5 Jahre, um genau zu sein.

Zuletzt machten Vorwürfe die Runde, Tapalovic habe Interna aus der Trainerkabine ausgeplaudert. Allen voran dadurch sollen laut Sport1 unüberwindbare "Differenzen" entstanden sein. Immerhin war das Gefühl, man könne vertrauensvoll und professionell zusammenarbeiten, nicht mehr gegeben.

Nagelsmann betont Tapalovic-Entscheidung im Sinne des Vereins - und ohne Spitze gegen Neuer

"Wir alle haben eine Entscheidung getroffen", erklärte Julian Nagelsmann am Dienstagabend auf Sky-Nachfrage rund um das 1:1-Remis gegen den 1. FC Köln. Der Trainer weiter: "Auf Beziehungsebene sind eben mehrere Parteien betroffen. Das Miteinander ist nie so entstanden, wie ich mir das vorgestellt habe. Vertrauen ist immer extrem, deshalb benutze ich das Wort nicht. Tapo hat viele Erfolge hier gefeiert."

Bei Sat.1 betonte er noch, dass "alle Verantwortlichen" im Verein die Zusammenarbeit mit Tapalovic "beobachtet" hätten. "Ganz alltägliche Dinge haben nicht so funktioniert", führte er aus. "Es war verbesserungswürdig. Die Entscheidung zu treffen, ist uns im gesamten Klub schwergefallen. Manchmal muss im Sinne des Vereins entschieden werden, das haben wir gemacht."

Folgen hat dieser Rauswurf vor allem für Neuer. Über mehrere Jahre war der Coach sein engster Vertrauter und wichtigster Mitarbeiter. Wenn er zum Sommer hin zurückkehrt, wird er sich mit einer neuen Personalie anfreunden müssen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Toni Tapalovic
Toni Tapalovic / Alexander Hassenstein/GettyImages

Mit dem Keeper selbst habe die Entscheidung aber "überhaupt nichts zu tun", wusste Nagelsmann klarzustellen (via AZ). Es sei nur darum gegangen, dass man sich "auf dieser Position neu orientieren" wollte.

Auf die Nachfrage, ob das Verhältnis zu Neuer nun womöglich belastet sein könnte, entgegnete er: "Nein, das glaube ich nicht. Das ist traurig für Manu, aber es ist keine Entscheidung gegen ihn gewesen."

Nichtsdestotrotz wird es für die eigentliche Nummer eins durch den Torwart-Trainer-Wechsel nicht gerade leichter, sich seinen Status als unantastbarer Stamm-Keeper zurückzuerobern. Yann Sommer wird noch da sein, wenn er wieder trainieren kann. Und durch das Tapalovic-Aus könnte auch Alexander Nübel die Chance wittern, sich unter neuen Voraussetzungen beim FCB durchsetzen zu können.


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