Bayern enttäuschen gegen Köln: Die Münchner in der Einzelkritik

Dominik Hager
Der FC Bayern konnte auch gegen die Kölner nicht gewinnen
Der FC Bayern konnte auch gegen die Kölner nicht gewinnen / Adam Pretty/GettyImages
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Der FC Bayern hat auch sein zweites Pflichtspiel im Jahr 2023 nicht gewonnen und musste sich gegen Köln mit einem 1:1 zufriedengeben. In der Anfangsphase fingen sich die Münchner prompt einen Gegentreffer durch Skhiri und fanden darauf lange Zeit keine Antwort. In der zweiten Hälfte wurden die Roten dann aber zwingender und belohnten sich durch einen fulminanten Kimmich-Distanztreffer. Unter dem Strich standen letztlich 25:3 Schüsse, jedoch trotzdem nur ein 1:1. Wir sehen uns die Bayern-Akteure in der Einzelkritik an.


1. Yann Sommer

Sommer musste schon nach wenigen Minuten hinter sich greifen, hatte beim Treffer von Shkiri aber keine Chance. Etwa zehn Minuten später antizipierte er eine Hereingabe stark und war entscheidend vor Skhiri am Ball. Im weiteren Spielverlauf war der Schweizer beschäftigungslos.

Bewertung: 6/10

2. Benjamin Pavard

Der Franzose war zunächst offensiv aktiver als in so manch anderem Spiel, brauchte aber 44 Minuten, um wirklich gefährlich zu werden. Sein Abschluss eröffnete die Kopfball-Chance von Goretzka. Im zweiten Abschnitt kam von ihm außer einem harmlosen Schuss nicht mehr viel. Defensiv war er selten im Bilde und legte etwas zu wenig Präsenz an den Tag. Fehler unterliefen ihm aber kaum.

Bewertung: 5/10

3. Dayot Upamecano

Dayot Upamecano verlor vor dem 0:1 das Kopfballduell gegen Chabot. Im Anschluss wirkte er nicht ganz so souverän wie gewohnt, selbst wenn große Fehler ausblieben. Der ein oder andere Fehlpass oder Querschläger war allerdings dabei. Im Aufbauspiel hatte er auch seine guten Momente, konnte aber letztlich keine entscheidenden Akzente setzen. Seine beste Szene war sein gewonnenes Laufduell gegen Ljubicic, insgesamt war es in Summe dennoch eines seiner schwächsten Saison-Spiele.

Bewertung: 4/10

4. Matthijs de Ligt

Der Niederländer fügte sich mit mehreren wirklich schwachen Pässen im Spielaufbau ein. Im Anschluss stabilisierte er sich jedoch und gewann zumindest die Mehrzahl seiner Zweikämpfe. Kurz nach der Pause gab er einen brauchbaren Schuss ab, scheiterte mit diesem aber. De Ligt stand in der zweiten Halbzeit oft sehr weit in der Kölner Hälfte, konnte aus dieser Position aber wenig kreieren.

Bewertung: 5/10

5. Alphonso Davies

Davies hatte zu Beginn einige Schludrigkeiten im Spiel und stand auch beim Gegentor schlecht, indem er Skhiri aus den Augen verlor. Mit fortlaufender Spieldauer wurde der Kanadier im Spiel nach vorne dafür immer aktiver. Der Linksverteidiger bereitete Chancen von Gnabry und Choupo-Moting gut vor, jedoch versandeten auch einige Bemühungen von ihm.

Bewertung: 5/10

6. Joshua Kimmich

Kimmich erntete nach dem Leipzig-Spiel einiges an Kritik und konnte zunächst auch keine Antwort auf diese geben. Zwar ließ sich der Mittelfeld-Leader abgesehen von einem gefährlichen Ballverlust, der von Upamecano ausgebügelt wurde, nicht viel zu Schulden kommen, brillierte allerdings auch nicht. Kimmich verteilte die Bälle brav, hatte aber mit seinen Standards und Chip-Pässen kein Glück. Sein Ausgleichstreffer kurz vor dem Ende war dann allerdings nichts anderes als Weltklasse.

Bewertung: 7/10

7. Leon Goretzka

Goretzka war in der ersten Halbzeit eigentlich noch einer der besseren Münchner. Der Mittelfeldspieler gewann einige Zweikämpfe sehr robust und bereitete die erste Chance durch Gnabry vor. In der 28. Minute wurde ein Abschluss von ihm abgefälscht. Kurz vor der Pause hatte er eine sehr gute Kopfball-Chance, vergab diese aber.

Bewertung: 6/10

8. Leroy Sané

Leroy Sané fand nicht sonderlich gut ins Spiel und wurde nur einmal gefährlich, als er vor dem Tor einen gut gedachten, aber zu weiten Pass in Richtung Gnabry brachte. In der zweiten Hälfte mehrten sich die Schludrigkeiten beim Nationalspieler. Sané ließ Bälle auf Spieler durch, die gar nicht hinter ihm standen und probierte es oftmals zu lässig mit der Hacke. Auch seine Torschüsse waren nicht gefährlich. Sinnbildlich war sein Abschluss kurz vor dem Ende, der Richtung Oberrang ging. Nur Nagelsmann weiß, warum der Spieler 90 Minuten auf dem Platz stand.

Bewertung: 2/10

9. Jamal Musiala

Der Jamal Musiala der Hinrunde ist nicht der der Rückrunde. Der Youngster zeigte gegen die Kölner zwar im Ansatz gute Aktionen, verzettelte sich aber auch häufig. Gefahr konnte der Offensivspieler kaum mal entfachen. Seine beste Aktion war eine Vorlage auf Coman kurz nach der Pause, der die Chance aber nicht nutzen konnte. Nach knapp 70 Minuten wurde er durch Müller ersetzt.

Bewertung: 3/10

10. Serge Gnabry

Gnabry war in der Anfangsphase der gefährlicheste Münchner und scheiterte in der 14. Minute erstmals an Schwäbe. Zehn Minuten später vergab er eine gute Chance relativ leichtfertig. Der 27-Jährige verzeichnete aber auch viele verlorene Zweikämpfe und konnte bis zu seiner Auswechslung zur Halbzeit keine wirklichen Akzente mehr setzen.

Bewertung: 4/10

11. Eric Maxim Choupo-Moting

Choupo-Moting war zwar gut ins Spiel integriert, brauchte aber bis zur 43. Minute, um erstmals gefährlich zu werden. In der zweiten Halbzeit versuchte er es unter anderem per Fallrückzieher und mit der Hacke, hatte mit seinen Abschlüssen aber kein Glück. In der 88. Minute traf er unglücklich den Pfosten, jedoch stand er dabei ohnehin im Abseits.

Bewertung: 5/10

12. Kingsley Coman (ab 46.)

Der Franzose war deutlich aktiver als alle anderen Offensivspieler und in der zweiten Halbzeit an fast jeder gefährlichen Chance beteiligt. Coman verzeichnete in der 54., 70. und 92. Minute Schuss-Chancen und bereitete unter anderem die Top-Chance von Müller vor. Nachdem der 26-Jährige zuletzt ausschließlich schwache Flanken schlug, wechselten sich diesmal Licht und Schatten ab. Sehr stark und spritzig wirkte er in den Eins-gegen-Eins-Duellen.

Bewertung: 8/10

13. Ryan Gravenberch (ab 46.)

Der Niederländer brachte frischen Wind ins Spiel, zeigte sich spielstark und leitete einige Offensivaktionen ein. Oftmals war im letzten Moment aber doch noch ein Kölner Bein im Spiel. Mit einem gefährlichen Distanzschuss traf er nur den Außenpfosten. Kurz vor dem Ende legte er die Groß-Chance von Choupo-Moting vor, jedoch handelte es sich um eine Abseitsposition.

Bewertung: 7/10

14. Thomas Müller (ab 68.)

Müller kam gute 20 Minuten vor dem Ende für Musiala in die Partie und fügte sich ganz ordentlich ein. Seine beste Chance hatte er in der 80. Minute, als er per Kopf an Schwäbe scheiterte. Kurz vor dem Ende leitete er noch eine Schuss-Chance von Sané ein, der diese jedoch kläglich vergab.

Bewertung: 6/10

15. Mathys Tel (ab 82. Minute)

Der junge Angreifer fand gegen die dicht stehenden Kölner nicht mehr wirklich eine Lücke und kam nur einmal in der 84. Minute zum Abschluss. Der Youngster bekam aber auch wieder nur sehr wenige Minuten von Nagelsmann.

Ohne Bewertung


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