Bayern München

Nagelsmann plant Änderungen beim FC Bayern: Punktesystem, mehr Teamgeist & weniger Experimente

Dominik Hager
Julian Nagelsmann plant einige Veränderungen
Julian Nagelsmann plant einige Veränderungen / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
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Nach der Saison ist vor der Saison! Für Julian Nagelsmann und sein Team fällt der Sommer-Urlaub eher spärlich aus. Es gilt, die letzte Spielzeit zu analysieren und einige Dinge in Bezug auf die anstehende Saison zu optimieren. Bis Ende der vergangenen Woche beratschlagten sich die Münchner Verantwortlichen bezüglich der Herangehensweise in der Vorbereitung und in den kommenden Monaten.


Wenngleich es in München mit Robert Lewandowski derzeit nur ein großes Hauptthema gibt, muss sich Julian Nagelsmann natürlich um weitaus mehr Dinge Gedanken machen. In der vergangenen Spielzeit ist schließlich noch längst nicht alles optimal gelaufen, wenngleich zumindest die Meisterschaft wie in den neun Spielzeiten zuvor errungen wurde.

BILD-Angaben zufolge plant der Trainer weitreichende Veränderungen im Trainings-Alltag. Ziel sei es, mehr auf die Spieler einzugehen, den Konkurrenzkampf zu stärken und das Mia-san-Mia-Gefühl zu fördern.

Nagelsmann plant Punktesystem: Spieler sollen im Training bewertet werden

Bereits nach Saisonende hatte der Coach angekündigt, dass es an der Zeit sei, "etwas anderes zu machen" und er den Punkt für Innovationen "nicht verpassen" möchte.

Eine dieser Innovationen soll dem BILD-Bericht zufolge ein Punktesystem im Training sein. Demnach sollen die Spieler bei den Übungen vom Trainerteam nach Leistung bewertet werden. Hiermit möchte man die Profis antreiben, bei jeder Trainingseinheit Gas zu geben. In Hinblick auf die Mannschaftsaufstellung könnte es für einige Spieler schnell mal eng werden, wenn sie denn mal eben zu wenige Zähler gesammelt haben.

In Sachen Analyse und Auswertung können Nagelsmann und Co. bereits auf einige Daten und Aufzeichnungen zugreifen. Die Spieler verfügen zudem über eine App, mit denen sie Trainer-Ansprachen und Spielszenen noch einmal ansehen können. In der vergangenen Saison wurde das Tool jedoch zum Ärger von Nagelsmann von einigen Spielern nur unregelmäßig genutzt. Das Trainer-Team kann schließlich einsehen, wer auf seinem Handy wie oft Spielszenen oder Ansprachen anklickt.

Sicherlich kann ein Punktesystem die Spieler aber auch in Sachen Mut und Kreativität hemmen und diese permanente Überwachung und Beurteilung auf den Keks gehen. Irgendwann kommen sich die Spieler noch so vor, als würden sie für den FC China spielen.

Für mehr Miteinander: Nagelsmann plant gemeinsamen Restaurant-Besuch nach Heimspielen

Nicht alle Ideen sollen jedoch technischer Natur sein. Vielmehr geht es darum, zwischenmenschliche Beziehungen und den Teamgeist zu stärken. Daher soll nach Heimspielen ein Restaurant in der Münchner Innenstadt angemietet werden.

Spieler und Mitarbeiter sollen dazu eingeladen sein, auf freiwilliger Basis den Programmpunkt wahrzunehmen. Zuletzt monierte der Coach, dass sich einige Profis nach Spielen allzu schnell wieder aus dem Staub machen. Dies soll bei anderen Klubs anders laufen.

Nagelsmann grenzt Experimente auf dem Spielfeld ein

Auf dem Spielfeld möchte Nagelsmann hingegen nach dem Motto "weniger ist mehr" vorgehen. Experimente werden demnach eingedämmt. Zwar sollen weiterhin Dreier- und Viererkette einstudiert und gespielt werden, jedoch möchte der Coach nicht mehr so häufig zwischen den Formationen switchen.

Allein in der letzten Rückrunde tat er dies neunmal, was einer der Hauptkritikpunkte an seiner bisherigen Arbeit war. Mit mehr Automatismen soll wieder an Stabilität und Selbstvertrauen gewonnen werden. Dass bereits ein funktionierendes System für das Triple reichen kann, haben schließlich zuvor Heynckes und Flick bewiesen.

Diskutiert wird in München zudem noch über die Räumlichkeiten und Trainingsmöglichkeiten an der Säbener Straße. Die Gebäude sind teilweise nicht mehr ganz den neuesten Standard entsprechend und bei anderen Klubs mehr "Up-to-Date". Auch hier könnte sich demnach in den kommenden Monaten etwas tun. Sicherlich hat der Klub aktuell aber noch andere Prioritäten - mal dahingestellt, ob diese jetzt Mané oder Lewandowski heißen.


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