Bayern München

Lewandowski unzufrieden trotz Mega-Quote - Nagelsmann erklärt taktische Umstellung

Dominik Hager
Robert Lewandowski ist mit seiner Rolle derzeit nicht gänzlich glücklich
Robert Lewandowski ist mit seiner Rolle derzeit nicht gänzlich glücklich / Sebastian Widmann/GettyImages
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Bayern-Star Robert Lewandowski ist die personifizierte Tormaschine. Mit 41 Bundesliga-Toren innerhalb einer Saison knackte der Pole zuletzt den Uralt-Rekord von Gerd Müller. In der laufenden Saison hat der 33-Jährige nach 18 Pflichtspielen auch schon wieder 25 Buden auf dem Konto. Ganz zufrieden ist der Perfektionist derzeit trotzdem nicht.


Die Bayern-Offensive ist auf dem Weg, alle Rekorde in der Bundesliga zu brechen. 41 Treffer nach zwölf Spielen deuten schließlich auf weitaus mehr als 100 Tore nach Spieltag 34 hin. In der Königsklasse läuft es ähnlich gut. Die Münchner haben in den fünf ausgetragenen Gruppenspielen bereits 19-mal einnetzen können.

Lewandowski klagt sein Leid: "War nicht einfach für mich"

Eigentlich könnten Robert Lewandowski mit der Ausbeute mehr als zufrieden sein. Der vor Ehrgeiz strotzende Stürmer ist es aber nicht.

"Bei Bayern war es in letzter Zeit nicht einfach für mich, Torchancen oder einen Platz auf dem Spielfeld zu finden. Wenn man mit sechs Offensivspielern aufläuft und der Gegner sehr defensiv eingestellt ist, ist es für einen Stürmer nicht einfach", monierte er während der Länderspielpause.

Der Angreifer gab Preis, sich gerade in den Anfangsphasen oftmals schwer getan zu haben. "In den letzten Spielen hat es eine Weile gedauert, bis ich einen Platz gefunden und den Ball bekommen habe. Es gab Spiele, in denen ich in den ersten 20 Minuten nicht viele Bälle bekommen habe", wird er von sport.de zitiert.

Wenngleich er "früher oder später immer zu Chancen" käme, sei es momentan "nicht so einfach für ihn".

Es ist nicht das erste Mal, dass Lewandowski sein Leid klagt, wenn es mit dem Tore erzielen mal etwas schwerer wird. Der Pole erwartet die volle Unterstützung seiner Kollegen und ist häufiger missgelaunt, wenn diese nicht ausreichend stattfindet. Ob sich die Worte jedoch gegen seine Mitspieler, die Taktik des Trainers oder einfach nur gegen die sehr defensiv eingestellten Gegner richtet, lässt sich nicht so genau sagen.

Dynamo Kiev v Bayern Munchen - UEFA Champions League
Traumtor: Lewandowski traf in Kiew per Fallrückzieher / Anadolu Agency/GettyImages

Eigentlich müsste der Weltklassestürmer aber auch ganz froh sein, wenn nicht immer alles so einfach ist. Schließlich monieren hier und da noch immer kritische Stimmen, wonach er eh nur Abstauber-Tore erziele und beim FC Bayern ja jeder 30 Tore in einer Saison machen würde. Ein traumhaftes Fallrückzieher-Tor wie jenes gegen Kiew spielt Lewandowski demnach besonders in die Karten.

Nagelsmann klärt Lewandowski auf: Das steckt hinter der Taktikänderung

Julian Nagelsmann hat sich Sport-Bild-Informationen zufolge den Sorgen des Spielers angenommen und diesem erläutert, warum er die taktische Ausrichtung zum Leidwesen des Mittelstürmers angepasst hat. Im Gegensatz zum Vorjahr agieren die Außenstürmer nämlich deutlich zentraler, wodurch das Zentrum von Mit- und Gegenspielern überlastet wird.

Grund der Umstellung ist letztlich, dass gegnerische Konter durch das große Aufkommen in der Feldmitte schneller verhindert werden können.

Beim FC Bayern ist man dennoch sehr bemüht darum, es Lewandowski so recht wie nur möglich zu machen. Schließlich weiß jeder im Verein, dass ein gut gelaunter Stürmer-Star elementar wichtig ist. Womöglich bekommt der Klub aber auch externe Hilfe. Solle der 33-Jährige am kommenden Montag tatsächlich den Ballon d'Or gewinnen, dürfte es um seine Laune zunächst sehr gut bestellt sein.

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