Bayern München

Sané überzeugt mit Einsatz und Körpersprache: Nagelsmann und Bayern-Bosse zufrieden

Dominik Hager
Leroy Sané überzeugt mit einer besseren Körpersprache
Leroy Sané überzeugt mit einer besseren Körpersprache / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Leroy Sané hat beim FC Bayern derzeit die Rolle des Edel-Jokers inne. Angesichts der starken Leistungen von Müller, Mané, Gnabry und Musiala zum Saisonstart, wird es für den 26-Jährigen schwierig, den Weg zurück in die erste Elf zu finden. An der Einstellung scheint es beim Offensivspieler aber zumindest aktuell nicht zu mangeln.


Es ist die Zeit gekommen, in der Leroy Sané die Ellenbogen ausfahren und um seine Position kämpfen muss. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass der Nationalspieler die Flucht in Richtung Manchester United ergreifen könnte. Dies wird allerdings nicht geschehen. Sané möchte um seinen Platz beim FC Bayern kämpfen und ist offenbar auch bereit dazu seine Körpersprache zu verändern.

Dem früheren Man-City-Spieler wird häufiger nachgesagt, ein Kopfproblem zu haben und den absoluten Ehrgeiz und die Mentalität auf dem Platz vermissen zu lassen. Demnach glich die vergangene Saison einer Achterbahnfahrt mit nur einem Berg (in der Hinrunde) und einem Tal (in der Rückrunde). Die Sommer-Vorbereitung schien ähnlich wechselhaft verlaufen zu sein. Immerhin bescheinigte Nagelsmann dem Spieler im Training eine aufsteigende Tendenz, nachdem er zum Vorbereitungsstart wohl noch Luft nach oben hatte.

Sané überzeugt die Münchner: Doch wie lange geht das gut?

Es sieht aus, als hätte Sané seine Lektion (endlich) gelernt. Anstatt angesichts seiner Bankrolle Trübsal zu blasen, wartete er sowohl gegen Leipzig, als auch gegen Frankfurt auf seine Chance und verzeichnete in beiden Spielen viel Einsatz und je eine Torbeteiligung. Die Bayern-Verantwortlichen sollen eine massive Änderung in der Körpersprache des Spielers wahrgenommen haben und finden nun einen Sané vor, der Leidenschaft und Einsatz zeigt.

Ein wenig erinnert all das an die Vorsaison, als Sané in der Hinrunde plötzlich aufdrehte, ehe die Luft aus ihm wie aus einem geplatzten Ballon wich. Manchmal wirkt der Spieler wie ein Chamäleon, das sich wie auf Knopfdruck von einer anderen Seite präsentieren kann. Der Nationalspieler wird es sich aber nicht noch mal leisten können, derart lethargisch zu spielen wie in der vergangenen Rückrunde. Schließlich steht er auf dem Prüfstand und ein möglicher Verkauf soll nach der laufenden Saison evaluiert werden.

Null Bock auf den rechten Flügel: Sané möchte zentral oder links ran

Sané wird sich nun vorrangig bemühen müssen, seine Leistungen stabil zu halten und immer mehr Spielzeit zu erhalten. Spielzeit allein reicht dem 26-Jährigen aber nicht. Dieser hat schließlich auch eine klare Vorstellung davon, wo er zum Einsatz kommen möchte. Dabei handelt es sich um eine Position im zentralen offensiven oder im linken offensiven Mittelfeld. Dort kam zuletzt Jamal Musiala zum Einsatz und spielte überragend. Es wird nicht leicht - wenn nicht gar unmöglich - für Sané am 19-Jährigen vorbeizukommen, der vor Talent und Spielstärke nur so brodelt.

Doch die Saison ist noch lang und viele Spiele warten im eng getakteten Terminkalender des WM-Jahres. Sané wird mit Sicherheit auch seine Chancen in der Bayern-Startelf bekommen.


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