Traumtor reichte nur zum Ausgleich: Kimmich sieht Redebedarf beim FC Bayern

Yannik Möller
Joshua Kimmich
Joshua Kimmich / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Am Dienstagabend musste sich der FC Bayern erneut mit einem 1:1-Unentschieden begnügen, dieses Mal gegen den 1. FC Köln. Joshua Kimmich, der mit einem sehenswerten Fernschuss noch für den späten Ausgleichstreffer sorgen konnte, sah anschließend Redebedarf.


Die Bayern scheinen aus der Winterpause noch nicht ganz aufgetaut zu sein. Wie bereits gegen RB Leipzig am vergangenen Freitag, zeigte der Branchen-Primus auch gegen den 1. FC Köln eine eher durchwachsene anstatt der sonst gewohnten dominanten Leistung. Dass Julian Nagelsmann bereits zur Halbzeit die Notwendigkeit sah, Serge Gnabry und Leon Goretzka auszuwechseln, war ein deutliches Zeichen. Wobei Letzterer angeschlagen war.

Dass die Münchener aus dem Heimspiel gegen Köln überhaupt einen Punkt behalten konnten, ist Joshua Kimmich zu verdanken. In der 90. Minute konnte der Kapitän mit einem sehenswerten Fernschuss, als sich eine kleine Lücke im Zentrum vor dem Strafraum bildete, zum 1:1-Endstand ausgleichen.

Bis dahin hatten sich vor allem die Offensivkräfte des FCB abgemüht, zu klaren Torchancen zu kommen. Der Effzeh hielt tapfer dagegen. Keeper Marvin Schwäbe entschärfte so manch gefährliche Aktion.

Kimmich bemängelt fehlende Bereitschaft: "Relativ schnell ändern"

Torschütze Kimmich, der nach Abpfiff wenig überraschend unzufrieden war, sah Redebedarf bei den Bayern: "Die zweite Halbzeit war ein bisschen besser, die erste Halbzeit - darüber müssen wir sicherlich reden, was die Herangehensweise angeht, was unsere Bereitschaft, unsere Einstellung angeht", ärgerte er sich am Sat1-Mikro.

Es sei kein vorrangiges Problem "von Taktik oder Technik oder Fitness" gewesen, war er der Meinung. "Sondern das ist einfach die Bereitschaft", betonte der 27-Jährige. "Da erwarte ich, dass wir das relativ schnell geändert bekommen."

Durch die zwei Remis zum Start ins neue Jahr ist der Abstand auf den Zweitplatzierten inzwischen etwas geschrumpft. Am Mittwochabend spielen zudem die beiden Verfolger Eintracht Frankfurt und SC Freiburg noch gegeneinander. Gewinnt einer von beiden das Duell, gehen die Münchener mit nur noch drei Zählern Abstand in den nächsten Spieltag.

Weitere Stimmen zum 1:1 gegen Köln

Julian Nagelsmann: "Wir haben eine herausragende zweite Halbzeit gespielt, aber keine gute erste. Uns hat der Lucky Punch gefehlt, früher schon. Wir haben mit Jamal eine tausendprozentige Chance, wo wir einfach klarer sein müssen in so einer Situation. Klarer abschließen. Dann haben wir früh den Ausgleich und dann hat Köln auch große Probleme."

Über die Auswechslung von Leon Goretzka: "Wir mussten auch wechseln, weil Leon einen Schlag auf den Kopf bekommen hat und ein bisschen Schwindel hatte."

Yann Sommer: "Ganz klar, die erste Halbzeit war nicht gut von uns. In vielen Situationen zu unsauber. Wir sind dann nicht in die Räume reingekommen, die wir brauchen. um dann viel Power nach vorne zu entwickeln. Und dann ist es für den Gegner wieder einfacher gewesen, sie konnten wieder schließen, sie konnten wie gut stehen. Zweite Halbzeit war das viel, viel besser. Wir haben sehr viel Power nach vorne gehabt, wir haben uns gute Möglichkeiten herausgespielt, schönes Tor geschossen, nur leider vielleicht einen Ticken zu spät."

Über seinen Start in München: "Für mich war es sowieso alles sehr neu, sehr wild. Die ersten Tage, mit dem ersten Spiel direkt. Ich muss mich jetzt auch ein bisschen settlen. Den Punkt nehmen wir natürlich mit, das Tor von Kimmich ist sehr wichtig, dass wir mit diesem Punkt nach Hause gehen können. Und dann werden wir uns vorbereiten auf das wichtige Spiel gegen Frankfurt."

Über Manuel Neuer: "Ja, wir sehen uns fast täglich. Er macht ja die Reha an der Säbener Straße. Wir haben immer wieder Kontakt und sehen uns eigentlich täglich."


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