Bayern München

Druck auf Bosse wächst: Bayern-Profis gegen Katar-Sponsoring

Dominik Hager
Manuel Neuer soll das Katar-Sponsoring kritisch hinterfragt haben
Manuel Neuer soll das Katar-Sponsoring kritisch hinterfragt haben / INA FASSBENDER/GettyImages
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Der FC Bayern steht wegen seiner Sponsoren-Einnahmen aus Katar bereits seit einiger Zeit in der Kritik. Bislang waren es lediglich Fan-Gruppierungen, die gegen das Sponsoring gewettert haben. Bild-Berichte legen nun aber auch nahe, dass die Spieler die Connection mit Qatar Airways kritisch sehen.


Der Druck auf die Verantwortlichen wächst stetig weiter. Bereits beim letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg rollten die Bayern-Anhänger ein riesiges Banner mit der Aufschrift "Für Geld waschen wir alles rein" aus. Auf diesem war zu sehen, wie Kahn und Hainer Banknoten in einer Waschmaschine waschen und Kahn zudem das Gewand eines Scheichs in den Händen hält, während der Boden und Teile der Waschmaschine von Blut bedeckt sind.

Die unübersehbare Aktion ist aber längst nicht alles, was die Bayern-Anhänger dem Katar-Sponsoring entgegensetzen möchten. Im Rahmen einer Initiative durch Michael Ott haben sich zahlreiche Bayern-Fans zusammengeschlossen, die auf ein Ende der Katar-Gelder pochen und die Mitgliederveranstaltung für den Vorstand zu einer ungemütlichen Veranstaltung machen wollen.

All das ist aber noch nichts wirklich Neues. Bereits in der Vergangenheit haben sich die Münchner Verantwortlichen, damals noch in Person von Hoeneß und Rummenigge, nicht von Plakaten und Initiativen beeindrucken lassen.

Wegen Katar-Gelder: Neuer suchte Gespräch mit Bayern-Verantwortlichen

Sollte sich nun jedoch die Mannschaft gegen die Sponsoren-Gelder aus Katar stellen, würde der Druck durchaus noch mal wachsen. Bild-Angaben zufolge war Kapitän Manuel Neuer bereits vor rund einem halben Jahr wegen des Katar-Vertrags in der Geschäftsstelle zum Gespräch bei einem Bayern-Verantwortlichen.

Der 35-Jährige wollte im Rahmen des Austauschs mehr über die Hintergründe zur Situation der Menschen- und Arbeiterrechte im Gastgeberland der Winter-WM 2022 in Erfahrung bringen. Zudem soll er den Deal, der den Münchnern 20 Millionen Euro jährlich einbringt, kritisch hinterfragt haben.

Allerdings wollte der Münchner Schlussmann keinerlei Informationen aus den internen Gesprächen an die Öffentlichkeit weitergeben.

Bayern-Stars sehnen sich nach Ende der Katar-Connection

Bild-Informationen zufolge wären aber einige Bayern-Profis dankbar, wenn das Katar-Sponsoring im Jahr 2023 endet. Bis dahin ist der derzeitige Vertrag jedenfalls noch datiert.

Allerdings sitzen die Bayern-Bosse bei der Thematik weiterhin am längeren Hebel. Schließlich können sie damit argumentieren, das Geld zu benötigen, um die Spieler auch entsprechend bezahlen zu können. Im Rahmen der Verlängerungen von Kimmich, Goretzka und Co sind die Etatkosten bereits gestiegen.

Sollten Spieler wie Gnabry und Coman dann auch noch so richtig absahnen, wird die Finanzierung des Kaders erneut kostspieliger.

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